Dienstag, 14. November 2017

Rezension zu Im Traum kannst du nicht lügen von Malin Persson Giolito

Spannend bis zur letzten Seite!

Bildergebnis für im traum kannst du nicht lügen



Inhalt vom Buchrücken:

Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin?

Meine Meinung:

Ich fand das Buch sehr originell. Normalerweise ist ein Kriminalroman aus der Sicht des Detektivs oder Opfers geschrieben. Diesmal auch der des Täters oder ist sie nicht eigentlich auch ein Opfer geworden?

Wir beginnen mit der Gerichtsverhandlung gegen Maja Norberg. Sie und ihr Freund sollen bei einem Amoklauf Schüler, Freunde und ihren Lehrer erschossen haben. Alle Tatsachen scheinen bereits klar. Es scheint von langer Hand geplant zu sein, die Motive wirken offensichtlich - doch ist wirklich alles so, wie es scheint?

Die Geschichte ist immer abwechselnd in Kapitel unterteilt, die im Frauengefängnis, sowie das Jahr vor dem Amoklauf und die Gerichtsverhandlung beschreiben.
Die Kapitel im Gerichtssaal haben mir mit Abstand am besten gefallen. Ich habe mich vorher nie wirklich mit Verhandlungen und Gesetzeslagen auseinandergesetzt und fand es ziemlich krass, wie hart mit Maja umgegangen ist, obwohl sie gerade erst 18 geworden ist. Die 9 Monate in Untersuchungshaft fand ich schon ziemlich heftig.

Das erste und letzte Drittel der Geschichte hat mir am besten gefallen. Man landet einfach mitten im Geschehen und weiß als Leser noch nicht so recht, wo es eigentlich hingeht. Das Ende war einfach packend und spannend und ich wollte unbedingt wissen, nachdem ich nun Majas Rolle im Amoklauf Stück für Stück näher gekommen war, wie die Richter sich entscheiden. Schuldig oder nicht schuldig? Glauben sie eher der Staatsanwältin? Die Maja die volle Schuld zuschiebt oder Majas Verteidiger, der versucht ihr Unwissen über die Taten ihres Freundes zu präsentieren.

Der Mittelteil widmet sich stark dem Jahr davor, wie Maja ihren Freund kennengelernt hat, seine Familie und in seinen Freundeskreis rutschte, wie ihre Freundschaft zu Amanda sich entwickelt und welche Rolle bei alldem der Lehrer spielt. Das hat mir nicht ganz so gefallen.

Leider bin ich auch mit Maja in der Hauptrolle nicht ganz warm geworden. Sie ist stark und klug und wirkt authentisch, aber ihre Entscheidungen in der Vergangenheit sind für mich naiv und liebesblind und ich finde es schade, dass sie in der Hinsicht nicht stärker war. 

Trotzdem hat die Geschichte mich fasziniert und ich habe noch lange darüber nachgedacht.

Fazit:
Insgesamt ist dieses Buch aber große Klasse! Originell geschrieben, fesselnd, spannend und beschäftigtet sich mit einer Thematik für die man definitiv mehr sensibilisiert sein sollte!

4 Sterne





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