Samstag, 22. April 2017

REZENSION ZU das gläserne schwert VON VICTORIA AVEYARD

Ein bombastischer Cliffhanger
 
Bildergebnis für das gläserne schwert

Inhalt vom Buchrücken:

In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare. --- Teil 2 der Serie "Die Farben des Blutes" – glasklar, facettenreich, aufregend und schnell

Meine Meinung:

Mir hat es einfach super gut gefallen!
Der zweite Teil ist ziemlich dick mit über 500 Seiten, aber es war weder langatmig noch sonst zu viel.
Es passiert einfach auch so unglaublich viel, ohne dass mir je langweilig wurde. Ich fand es so schön, so lange viel lesen zu können, ohne dass die Geschichte aufhörte und ich hätte gern noch eine Weile in der Welt festgehangen oder würde gleich nahtlos am liebsten den dritten Teil weiterlesen wollen.
Ich möchte nicht näher zum Inhalt eingehen, dafür würde ich sonst viel zu viel vorweg nehmen.

Mare ist eine wunderbar starke Frau. Sie macht eine sehr beängstigende Entwicklung durch, die sie aber auch braucht, um all das durchzustehen. Sie wird zur Anführerin, zur Stimme der Scharlachroten Garde und dennoch muss sie sich immer und überall vor jedem hüten. Jeder kann jeden verraten, dass erlebt sie jeden Tag aufs Neue.
Ich mag sie, ich finde ihre Entscheidungen und ihr Handeln realistisch. Sie ist kein kleines, ängstliches Mädchen, sondern hält Köpfe von Leichen ohne mit den Wimpern zu zucken in Kameras, tötet bewusst Silberne und ist dabei auf ihrem ganz persönlichen Rachefeldzug. Dass sie dabei nicht viel Zeit für Liebe hat, finde ich verständlich.

Die Liebe kommt in der Tat ein bisschen sehr kurz. Mare pendelt immer wieder zwischen Cal und Kilorn hin und her. Ich bin kein Fan von Dreiecksgeschichten, aber das ist es hier auch nicht. Sie hat einfach nicht Kopf für so etwas. Sie möchte Kinder retten, Neublüter wie sie finden, an Maven und Elara Rache nehmen und gleichzeitig auch noch empathisch wirken! Doch die meisten haben vor der Blitzwerferin Angst. Sie sehen in ihr eine höhere Person, die nicht zu ihnen gehört und Mare nimmt ihr Schicksal an und kämpft.

Cal hilft ihr mehr oder weniger. Eigentlich möchte er sich nicht gegen seine eigenen Leute stellen, doch ihm bleibt nicht groß eine andere Wahl. Er liebt Mare, doch zum Ende hin, scheint es fast zerbrochen, weil Mare sich zu einem anderen Menschen entwickelt. Cal verstehe ich nicht ganz so recht und ich werde auch nicht wirklich warm mit ihm. Kilorn dagegen ist in Mare verliebt. Er tut alles für sie, auch wenn es ihm selbst das Herz bricht. Er kann zwar ziemlich gemein werden, ein Dummkopf sein und vor Eifersucht nicht mehr klar denken, ja er hat seine Schwächen und Fehler, auf der anderen Seite ist er aber immer für Mare da, deckt sie zu, grinst sie an, steht für sie ein, wenn sie seine Hilfe braucht und das finde ich bewundernswert.

Und dann gibt es ja auch noch das ganze Team, dass Mare unterstützt. Farley, Shade, Nix, Cameron...und doch verscherzt sie es sich auch mit ihnen.
Das Leben ist nicht einfach und schon gar nicht in Zeiten des Krieges. Das soziale Gefüge spielt eine zentrale Rolle, aber auch die magischen Fähigkeiten kommen nicht zu kurz! Magnetoren, die Treppen bauen können, Cal der mit seinem Feuer spielt, Eisenstäbe mit seiner Hitze verbiegt, Neublüter, die fliegen können, Leben mit der bloßen Gedankenskraft rauben, Nanny, die ihre Gestalt ändern kann, oder Versteinerer, die unverwundbar zu sein scheinen.
Die Schlachten, die Kriege, Befreiungsaktionen, Jagd- und Hetzszenen - sie alle waren blutig, schnell und strotzten vor Energie.

Ich habe es so genossen die Geschichte zu lesen. Der Schreibstil ist rasant, aber gleichzeitig detailliert. Ich kann mir ihre Fähigkeiten, die violet-wei0ßen Blitze, wirbelnde Messer und hämische Gesichter bildlich vorstellen und freue mich einfach so auf den dritten Teil.

Besonders die Konstruktion der Geschichte ist gewaltig. Wie alles in einem zusammenhängt. Immer wieder gab es neue Überraschungen, Wendungen von einem Moment auf den anderen. Ich konnte nichts vorhersehen und muss einfach sagen, dass die Autorin bestimmt ewig beim Plotten und Ausfeilen der Handlungsstränge gebraucht hat.

Aber am allerbesten gefällt mir wirklich Mares Entwicklung und ich bin gespannt, wie sich im Finale selbst findet.

Fazit:

Das gläserne Schwert macht Lust auf Teil 3 :-)

5 Sterne

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