Samstag, 18. März 2017

Rezension zu Rockkiss- Bis der letzte Takt verklingt Band 4 von Nalini Singh

Ganz nett
 
Bildergebnis für rockkiss 4

Inhalt vom Buchrücken:

Rockstar Abe Bellamy steht vor den Scherben seines Lebens. Nachdem seine kleine Schwester an Krebs gestorben ist, droht ihm alles zu entgleiten. Seiner Band schenkt er kaum noch Beachtung, und seine junge Frau Sara verlässt ihn. Erst da bemerkt Abe, dass er zu weit gegangen ist und dass er mit Sara den einzigen Menschen von sich gestoßen hat, der sein Herz tief im Inneren noch berühren konnte. Er setzt alles daran, sie zurückzugewinnen, auch wenn er weiß, dass er eine zweite Chance eigentlich nicht verdient hat.

Meine Meinung:

Eigentlich habe ich die Rockkiss-Reihe sehr gern gelesen und besonders Band 3 hatte es mir echt angetan, sodass ich mich schon sehr auf den vierten Teil der Reihe gefreut habe, doch irgendwie war ich diesmal enttäuscht.
Ich weiß nicht woran es lag, ob ich einfach nicht in er Stimmung für solchen Hokuspokus war, aber ich mag es einfach gar nicht, wenn sich eine Frau nur auf den Mann einschießt, ihr Leben für ihn  gibt und deshalb keine Freunde - ja einfach nichts hat. Das stört mich immensens.

Genau so ist Sarah in ihrer ersten Ehe mit Abe. Sie vergöttert ihn, liebt ihn abgöttisch und lebt allein in seiner riesigen Rockstarvilla. Sie möchte nichts falsch machen, passt sich seinem Geschmack an und rennt ihm wie ein treues Hündchen hinterher. Ich könnte niemals einem Mann so treu ergeben sein, wie Sarah - eher andersherum.
Doch Sarah schafft es, nachdem Abe ihr einmal zu viel verbal wehgetan hat, sich loszureißen und ein neues Leben aufzubauen.
Doch vier Jahre später taucht Abe wieder auf und Sarah muss feststellen, dass sie ihn noch immer liebt.

An sich fand ich Sarah eine tolle Persönlichkeit. Sie ist als Geschäftsfrau aufgestiegen und weiß mittlerweile genau was sie für ihr Leben möchte. Nach diversen Fehlgeburten wünscht sie sich nichts sehnlicher als ein Kind, eine kleine Familie - aber dazu einen Vater, der immer da ist. Keinen drogenabhängigen Abe, der auf Touren sie verlässt, sich ins Koma säuft und anderes! Ich fand es toll, dass sie hart bleibt und vorsichtig ist und Abe nicht in ihr Leben lassen möchte, auf der anderen Seite war sie dann doch zu gefühlsabhängig und wurde schwach.
Ich fand die Geschichte im ersten Drittel daher ziemlich langweilig. Immer wieder weiderholten sich Sarahs Gedanken und Abes Beweggründe für sein damaligen Verhalten, immer wieder las ich das gleiche, die gleichen quälenden Fragen und dazwischen gab es ein paar Sexszenen, ich meist überblätterte, weil ich den eigentlichen Kern der Geschichte wissen wollte.
Es war mir einfach viel zu viel Füllmaterial und in dieser Konstellation hatte ich einfach schon zu viel gelesen und ich mag es einfach nicht, wenn eine Frau sich von einem Mann abhängig fühlt.

Das letzte Drittel dagegen nahm dann endlich Fahrt auf. Es passierte endlich mal etwas neues! Jedoch war alles ziemlich vorhersehbar und lieb und süß und für Mädchenträume geschrieben. Ein Klischee folgte dem nächsten und alles war eine einzige rosarote Wolke. Es lief alles perfekt und das Ende war ein Märchenhappyend und wo war da die Spannung? Das reale desaströse Leben, welches dazwischenfunkt? Mir fehlte das Knistern, die Nervenaufreibung - es ist alles einfach viel zu leicht und einfach davongeflogen.
Natürlich war es der letzte Band der Reihe und ich verstehe die Autorin, dass sie noch einmal für alle ihrer Rockstarpärchen einen schönen märchenhaften Abschluss geben wollte - aber es war einfach zu viel Zuckerguss. Keine Streitereien, nur Liebe und Hochzeiten und gegenseitiges Vergöttern und Anhimmeln und einfach zu viel des Guten!

Der Schreibstil dagegen ist wie immer schön locker beschrieben, die Charaktere, besonders Sarah sind fein ausgearbeitet und auch die Umgebung konnte ich mir bildhaft vorstellen.

Fazit:

Der vierte Band der Rockkiss-Reihe ist für mich der schwächste Band. Er war zwar ganz nett zu lesen, aber einfach zu weich, zu lieb, zu rosarot mit Sahne und Kirschen.

4 Sterne

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