Samstag, 25. März 2017

Rezension zu Du und Ich- Friends for never von Hilary T. Smith

Toller Schreibstil!
 
Bildergebnis für du und ich best friends for never

Inhalt vom Buchrücken:

Die meisten Geschichten erzählen von großen, ungewöhnlichen Freundschaften. Von Freunden, die durch dick und dünn gehen und sich niemals im Stich lassen. Hilary Smith erzählt eine Freundschaftsgeschichte mal ganz anders: Denn kann das Ende einer Freundschaft nicht auch ein Beginn sein?
Annabeth und Noe. Noe und Annabeth. So war es schon immer. Gemeinsam schmiedeten sie Pläne für die Studentenzeit in Paris. Sie würden einen Goldfisch besitzen, die Nächte durchquatschen und lauter wilde Partys feiern. Als sich die Schulzeit dem Ende nähert, ist Annabeth daher bereit - bereit für alles. Für eine gemeinsame Zukunft mit ihrer besten Freundin. Doch plötzlich ändert Noe ihre Pläne. Es gibt einen Jungen an ihrer Seite, eine andere Universität ist im Gespräch und die gemeinsamen Nachmittage finden immer seltener statt. Die Freundschaft erscheint wie ein alter Lieblingspulli: ehemals heiß und innig geliebt, jetzt kratzig und viel zu eng. Annabeth muss sich fragen, ob sie bereit ist, Noe aufzugeben, um der Mensch zu werden, der sie wirklich sein will.

Meine Meinung:

Ich habe bereits das Buch Hellwach der Autorin gelesen und war einfach nur begeistert! Deshalb habe ich mich schon sehr auf diese Geschichte gefreut. Ich habe die Geschichte mit sehr gemischten Gefühlen beendet. Auf der einen Seite bin ich einfach von dem wunderbaren Schreibstil der Autorin begeistert. Sie schreibt so lebendig und eindringlich, dass ich mich genau in ihre Hauptpersonen hineinversetzen kann. Alles wirkt so schön farbig und verrückt und ich verliere mich in einem Strudel aus rasenden Gedanken, Sorgen, aber auch den Lichtblicken der Freude.
Auf der anderen Seite ist es diesmal ein sehr ernstes Thema vom Erwachsen werden.
Annabeth ist ohne Vater aufgewachsen und hatte damit eigentlich nie Probleme, bis sie eine schockierende Entdeckung macht. Seitdem belastet sie dieses Ereignis sehr und überschattet alles.
Sie ist nicht sehr selbstbewusst und hängt sich an Noe ran. Dabei verliert sie sich aber beinahe selbst.

Doch auch Noe entwickelt sich weiter. Ich glaube wirklich, dass sie Annabeth eine gute Freundin war und sich auf ihre Art auch viel für sie eingesetzt hat Sie stammt aber auch aus einem ganz anderen Haushalt und Umkreis. Sie möchte andere Dinge im Leben erreichen als Annabeth, und das treibt leider einen Keil zwischen die Freundschaft.

Zitat
Eben war ich noch in bester Stimmung gewesen, aber beim Anblick er Fotos fingen meine Schläfen an zu pochen. Irgendwie nahm es einen eben mit, wenn man Fotos davon sah, wie die Freundinnen ohne einen Spaß hatten, auch wenn man selbst gleichzeitig genauso viel Spaß hatte. Selbst wenn man gleichzeitig den schönsten Tag seines Leben hatte. Die beste Freundin hatte eine andere Erinnerung an diesen Tag als man selbst, und man würde nie sagen können, weißt du noch?
Seite 195

Ich finde es so traurig, wenn Freundschaften zu Ende gehen. Das tut mir immer im Herzen weh, allerdings war die Beziehung zwischen Noe und Annabeth auch keine Freundschaft auf gleicher Ebene, weshalb es vielleicht wirklich besser ist, dass Annabeth ihren eigenen Weg findet.

Die Autorin hat diesen Weg sehr rasant geschrieben. Annabeth wird quasi ins kalte Wasser geschmissen. Auf der anderen Seite muss sie sich ihrer Zukunft entgegenstellen, auf der anderen Seite das Highschooljahr beenden.

Ich war wirklich zwischendurch wirklich überrascht, was für dramatische  Effekte die Autorin mit eingebaut hat. Damit hätte ich nie gerechnet. Ich hätte mir für die ein oder andere Sache gern einen anderen Ausgang gewünscht, auf der anderen Seite ist Annabeth für mich ein sehr zerbrechliches Wesen, und ich denke es war wirklich die geschickteste Lösung.

Sehr gemocht habe ich Annabeths Mutter. Sie ist so eine liebe und sanfte Frau und ihre Familie und deren Freundschaften fangen sie auf, wenn sie fällt.

Zitat:
Später stellte ich mich oben im Badezimmer auf unsere rosafarbene Waage. Ich war federleicht und doch schwer, schwer, schwerer als das Meer.
Seite 125

Ich kann gar nicht in Worte fassen, welche Themen alle aufgegriffen werden, ohne zu viel zu verraten. Es geht nicht nur um das Erwachsen werden und Freundschaft, sondern auch um die Liebe, das sagenumworben erste Mal, Kinder, Shopping, Turniere, Essstörungen....Stillstand ist Rückschritt. Es geht immer weiter, immer vorwärts.

Die Spannung war auf jeden Fall vorhanden! Ich habe die Geschichte an einem Tag durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Ich habe gebangt wie es zwischen Annabeth und Noe weitergeht, gehofft und bin einfach nicht losgekommen.

Fazit:

Mir hat das Buch trotz allem sehr gut gefallen, weil gerade auch Freundschaften, die nicht halten zum leben dazugehören! Der Schreibstil hat mich gefesselt, er macht für mich einfach alles aus und es wird nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, welches ich gelesen habe.

4 Sterne

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