Donnerstag, 16. Februar 2017

Rezension zu Der Kuss der Lüge- Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson

Ein toller neuer Auftakt!
 

Inhalt vom Buchrücken:

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch die Prinzessin entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Beide sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen ...

Meine Meinung:

Das Cover finde ich sehr passend. das Feld, die Weite und vor allem der Blumenkranz taucht in der Geschichte wieder auf.

Ich bin eigentlich kein Freund von Dreiecksbeziehungen, aber der Klappentext las sich so toll, dass ich dachte, diese hier könnte doch ganz gut werden.
Ich kann alle beruhigen, die Dreiecksbeziehungen auch nicht mögen. So richtig ist es noch keine.
Lia entscheidet sich recht schnell für einen und sieht den anderen Herren mehr als Kumpel. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo das die Dreiecksbeziehung sein soll. Aber zum Ende hin wird es echt knifflig und ich kann mir ganz gut vorstellen, dass die Autorin da vor allem in Band 2 die Liebesgeschütze auffahren wird und es  zum Knall kommt.

Mir hat Der Kuss der Lüge wirklich gut gefallen. Es ist ganz anders gewesen, als ich erwartet habe, aber trotzdem nicht weniger gut. Es ist für mich eine Mischung aus Dustlands und Elias und Laia. Es hat mich an vieles erinnert und war aber doch auch wieder eigenständig.
Die Welt Morrighan, das Land, indem Lia geboren wurde ist eine Zeit, die dem Mittelalter ähnelt. Es gibt Bauern und Soldaten, Fischer und Pelzhändler, Kriege und Banditenüberfälle, keine Handys oder moderne Elemente, sondern alles basiert auf normalen Bürgerleben und einer Prise Magie.

Erster Satz:
Heute war der Tag, an dem tausend Träume sterben mussten und ein einziger geboren wurde.
S. 9

Lia fliegt mit ihrer Zofe, um in dem kleinem Fischerstädtchen Terravin ein neues Leben zu beginnen. Von der Prinzessin wird sie zum Schankmädchen, dass Bier ausschenkt, auf Eseln reitet und Hosen trägt. Lia genießt ihr Leben in vollen Zügen und doch kam sie mir sehr naiv dabei vor. Sie wird gewarnt, doch sie schlägt das alles einfach aus dem Wind. Sie ist zu sicher, bis sich plötzlich ihre Welt auf den Kopf stellt und die Geschichte eine ganz neue Wendung nimmt. Das hat mir sehr gut gefallen. So sind wir nicht nur an einem Schauplatz geblieben, sondern sind auf eine Reise mitgenommen worden.
Lia hat sich dabei auch weiterentwickelt und ist von der freiheitliebenden Prinzessin zur einer richtigen Kriegerin geworden, die sich nicht unterkriegen lässt.

Mit dabei sind Kaden und Rafe. Einer ist der Prinz, einer der Attentäter. Beide sind auf ihre Weise attraktiv.
Doch die Autorin hat mich echt in Verwirrung gestürzt, dass ich im nachhinein darüber Lachen kann. Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Lia erzählt, doch ab und zu blitzen kleine Episoden auf, aus der Sicht des Prinzen und des Attentäters. Dabei werden aber keine Namen genannt.
Ich habe Kaden und Rafe total vertauscht! Ich dachte zum Beispiel (da ich euch natürlich nichts verraten möchte: Emil ist der Prinz und John der Attentäter und die ganze Zeit beim lesen war ich mir so siche rund dann stellte sich plötzlich im letzten Drittel heraus dass John der Prinz war und Emil der Attentäter!) Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie verwirrend ich das fand! Ich habe geflucht und versucht nochmal zurückzublättern, wie ich mich denn so irren konnte, aber ich würde es glaube ich immer noch tun, wenn ich es nochmal lese.

Doch schließlich konnte ich mich doch noch damit abfinden und es passte am Ende ganz hervorragend. Ein schöner Cliffhanger! Ich freue mich schon sehr auf Band2 und ich habe es im Gefühl, dass der zweite Teil noch aufregender wird, als Band 1, denn jetzt liegen alle Karten auf dem Tisch und Lia weiß, mit wem sie es zu tun hat.

Weitere Personen in der Geschichte sind u.a. Pauline (Lias Zofe und Freundin, Berdi (die Wirtsfrau) und Gwyneth (nochmal eine ganz eigene Persönlichkeit) und Walther (Lias Bruder). Sie alle sind eigene Charaktere, die ihr eigenes Päckchen zu tragen haben und Lia auf ihrem Weg unterstützen.

Die Spannung hat mich am Anfang etwas gefehlt. Es dauert recht lange bis sich überhaupt einen Liebesgeschichte aufbaut und es geht wirklich mehr um Lia und ihrer Entscheidung und Findung in ein neues Leben. Gleichzeitig kommt mit jedem Kapitel sie ihrer Gabe immer mehr. Doch ab der Hälfte las sich dann die Geschichte flüssig weg.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich bin nach wie vor noch verblüfft, wie mich die Autorin hinters Licht geführt hat. Ich würde sehr gern wissen, wem es auch noch so ergangen ist, wie mir. Bitte meldet euch :D

Fazit:

Der Kuss der Lüge hat mir gut gefallen, verwirrt und überrascht und ich bin schon sehr gespannt wie es nun weitergeht und was aus Kaden und Rafe wird.

4 Sterne

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