Donnerstag, 29. Dezember 2016

REZENSION zu Absender Glück von Julie Buxbaum

Ganz niedlich
 

Inhalt vom Buchrücken:

Jessie hat es satt: Nicht macht sie richtig. So fühlt es sich zumindest in ihrer ersten Woche an der ultraschicken privaten Highschool in Los Angeles für sie an. Gerade als sie überlegt, alles hinzuschmeißen, bekommt sie eine E-Mail von jemandem, der sich selbst "Somebody Nobody" nennt und seine Hilfe im Highschoolwahn anbietet. Ist das ein fieser Trick? Oder kann sie den Tipps des mysteriösen Unbekannten doch trauen? Und wer verbirgt sich hinter dem Namen?
Ein Liebesgeschichte, die einen bis zur letzten Seite fesselt.

Meine Meinung:

Ich habe schon länger kein Jugendbuch mehr gelesen und fand es mal wieder richtig erfrischend in eine einfache, seichte Handlung hinein zu versinken. Die Geschichte ist süß und flüssig geschrieben, dass ich das Buch an einem Tag ausgelesen habe.

Jessies Mum ist vor 2 Jahren gestorben und seitdem ist nichts mehr wie es war. Ihr Vater und sie versanken in einer Trauertrott und irgendwie lebten sie weiter, aber es war einfach nicht mehr ihr Leben. Aus heiterem Himmel heiratet Jessies Vater eine neue, reiche Frau, die in Los Angeles in einem weißen Palast wohnt und Jessie ist gezwungen umzuziehen und ihre beste Freundin Scarlet und ihr Zuhause in Chicago zu verlassen.
Los Angeles ist anders. Hier geht Jessie auf eine superschicke Privatschule. Alle Schüler haben einen Haufen an Geld, es ist cool sich zu engagieren. Sie besteigen den Kilimandscharo, bauen in Afrika Schulen, machen bei Theater AGs mit und tragen nebenbei Designerklamotten und sehen alle aus wie Barbiepuppen.
Jessie war immer ein durchschnittliches Mädchen. Gut in der Schule, trug Jeans und kariertes Hemd und war eins mit der Masse. Doch hier sticht sie mit ihren Chucks heraus, ihren Zopf und nicht Kleidergröße32. Sie war noch nie im Ausland, sondern arbeitete in einer Smoothiebar und verdiente sich Geld beim Babysitten. Sie ist anders und fühlt sich fehl am Platz.
Doch Jessie hat ein völlig falsches Bild von sich.
Klar, sie wird von den Oberzicken gemobbt, sie fühlt sich nicht besonders schön oder schlau, aber alle anderen nehmen sie als Kämpferin war, als cool und Besonders.

Und plötzlich findet sie unerwartet doch noch halt. Von Somebody Nobody, einen Freund, der ihr hilft, mit dem sie lacht und sich austauscht - aber alles nur virtuell.

Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen. Am Anfang passt SN auch noch super in ihr Leben, doch nach und nach findet Jessie Freundinnen und Freunde. Sie fügt sich in das Leben ein, hat Projetpartner, einen Job in der Buchhandlung und Jungs interessieren sich für sie. Sie braucht SN eigentlich nicht mehr, gleichzeitig aber hat sie sich in ihn verliebt. Aber dann gibt es da noch Ethan und Liam im echten realem Leben und Jessie gerät in ein Gefühlschaos, wo sie weder ein noch aus weiß.

Was mir gut gefallen hat war, dass Jessies Leben im Ganzen beleuchtet wurde. Es geht auch um ihre Beziehung zu ihrem Vater, zu der neuen Frau und ihrem Sohn, zu ihrer besten Freundin Scarlet und der ganz normale Highschoolwahnsinn.

Der Schreibstil ist leicht und durch die Chatgespräche werden sie Seiten immer wieder aufgelockert.
Nur die Spannung hat mir etwas gefehlt. Ich konnte mir schon ziemlich schnell denken, wer SN war, aber die Auflösung fand ich dann doch ganz amüsant.

Fazit:

Absender Glück ist eine süße Jugendbuchgeschichte. Nichts Besonderes, aber erfrischend, wenn man einfach mal wieder Lust auf eine niedliche Unterhaltung hat.

4 Sterne

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