Dienstag, 29. November 2016

Rezension zu die Assistentinnen von Camille Perri

Ich bin rasant durchgeflogen
 
Bildergebnis für die assistentinnen camille perri

Inhalt vom Buchrücken:

Weiter nach den Regeln spielen oder endlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen? Vor dieser Entscheidung steht Tina Fontana, die als Assistentin für Robert Barlow, den übermächtigen CEO eines internationalen Medienkonglomerats, arbeitet. Ihr Gehalt reicht kaum für ein Leben in New York, geschweige denn dafür, ihren Studienkredit abzubezahlen. Nach sechs Jahren, in denen die 30-Jährige ihrem Boss Tische in Restaurants reserviert hat, die sie sich nicht leisten kann, und ihm Drinks aus Flaschen ausgeschenkt hat, die mehr als ihre Miete kosten, steckt ihre Karriere in einer Sackgasse. Ein Fehler bei der Spesenabrechnung eröffnet Tina die Chance, ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen. Eine Summe, die für sie die Welt bedeutet, für ihren Chef aber nur Taschengeld ist. Ihre Entscheidung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der vielen überqualifizierten und unterbezahlten jungen Frauen der Stadt verändern wird ...

Meine Meinung:

Das Buch hat eigentlich ein sehr ernstes Thema. Es geht nicht nur, um einen kleinen Streich, sondern was noch als ein kleiner "Fehler" hätte durchgehen können, wird bald zum bewussten Handeln und Vorsatz Spesenabrechnungen über die Firma doppelt auszahlen zu können und der Firma somit Geld zu stehlen.

Was Tina Anfangs aus einem Instinkt heraus tut, entwickelt sich bald zu einer ziemlich illegalen Sache. Dank ihrer neuen Freundin Emily, die vom großen Reichtum, Luxusvillen, riesigen Autos und beheizten Whirlpools unterm Sternenhimmel träumt. 
Tina ist eigentlich eine graue Maus. Sie managed das Leben ihres Chefs, dem bekannten Medienconsul Barlow, wohnt mit 30 immer noch allein in einer winzigen Wohnung und versucht ihre Schulden abzubezahlen. Sie ist ein sehr ehrlicher Mensch und hat das ganze Buch über ein schlechtes Gewissen.
Doch Emily weiht nach und nach mehr Leute in ihr Team ein und um nicht aufzufliegen, muss sie wohl oder übel mitspielen.

Am Anfang fand ich es eher mittelmäßig. Es hat mich jetzt nicht umgehauen und ich war ziemlich enttäuscht, wie schnell alles vorbei zu sein schien, doch dann nahm die Geschichte eine interessante Wendung und plötzlich nahm alles richtig an Fahrt auf. Ab der Hälfte hatte mich die Geschichte dann gepackt und ich hätte echt nicht mit diesem faszinierenden Ende gerechnet. Es war ein ganz schönes Kuddel Muddel und in Tinas Leben ging es drunter und drüber, aber letztendlich haben sich ihre Nerven wie Drahtseile ausgezahlt.

Leider fand ich die anderen Charaktere etwas schwach. Zwar mochte ich Emily, auch wenn sie mir als Jurastudentin sehr naiv und kindlich vorkam. Leider habe ich sonst nicht wirklich viel über sie erfahren. Das gleiche gilt für Tinas Freund-bei-dem sie-sich-nicht-sicher-ist. Er war ziemlich sanft, aber eben auch langweilig und hatte nichts wirklich prägnantes an sich, keinen ´Wiedererkennungswert. Das fand ich schade. Die Liebesgeschichte hätte ruhig ein bisschen weiter ausgespannt werden können, aber der Fokus lag letztendlich auf Tinas einer Tat und der unglaublichen Kettenreaktion.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war flüssig zu lesen und hatte ab und an einen trockenen Humor. Ich konnte eine Charakterentwicklung an Tina erkennen und ihre Gedanken únd Handlungen waren für mich auch schlüssig nachzuvollziehen, aber der kleine Funken fehlte mir eben noch. Vielleicht weil einfach der Hintergrund und alles andere zu schwammig war und ich fand es auch ziemlich traurig, dass erst dieser Scheck auf ihrem Tisch landen musste, damit sie aufwacht und erkennt, in welcher Lebenslage sie sich befindet. Sie hätte sich schon längst nach etwas anderem umsehen können.

Fazit:

Die Assistentinnen ist ein spitzzüngiger und auch gesellschaftskritischer Roman in der Welt, der Millionäre und armen Collegestudentinnen. Ich hätte gern noch mehr Farbe in Tinas Leben erlebt, aber die einzelnen Verwicklungen wie eins zum anderen kam und was Gutes am Ende dabei herauskam, haben mir gut gefallen.

4 Cupcakes

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