Samstag, 8. Oktober 2016

Rezension zu Lady Midnight von Cassandra Clare

Es könnte ewig so weitergehen....


Inhalt vom Buchrücken:

Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …   

Meine Meinung:


Ich liebe die Schattenjägerwelt. Für mich könnte es wirklich nie zu Ende gehen. Frau Clare kann immer weiterschreiben. Und schreiben und schreiben und von mir aus auch noch schneller. :D
Ich versinke einfach in dieser Welt und genieße es darin einzutauchen. Lady Midnight hat über 800 Seiten, aber es sind nicht genug. Ihre Bücher brauchen für mich einfach nicht aufzuhören. Es wird nie langweilig.

Diesmal lernen wir ganz neue Charaktere kennen.
Den Mittelpunkt bilden die beiden Parabatai Emma und Julian.
Emma ist wild. Sie mag die Gesetze nicht und kämpft mit Leib und Seele. Sie ist eine Schattenjägerin durch und durch und stellt sich zusammen mit ihrem heiß geliebten Schwert Cortana jeder Gefahr. Für die Menschen, die sie liebt, tut sie alles -- und das macht es mitunter so Grausam. Es zerreißt mir förmlich das Herz, was sie da tun muss.
Sie hat lange blonde Locken, Gold - eine Mischung aus Weizen und Honig, nimmt sich aber selbst nie als überirdisch schön oder besonders wahr.
Ich mochte sie sehr. Sie wirkte authentisch, frei und wieder noch einmal ganz anders als Tessa, Isabelle und Clary.

Das fand ich auch sehr gut, dass Clare völlig neue Charaktere erschafft, die nicht ihren Vorgängern ähneln, sondern alle selbst auch Individuen sind.

Julian hat braune Haare, schokoladenbraune Augen und kümmert sich mit Hingabe um seine jüngeren Geschwister.
Er ist weder so grimmig wie Will oder selbstdarstellend wie Jace. Ganz im Gegenteil. Er ist sehr bescheiden und wirkt sanftmütig und lieb. Man denkt, er kann keiner Fliege etwas zu Leide tun. Doch hinter seiner äußeren Ruhe, steckt ein Mensch, der sich quält, lügt, schützt aber ein eiskaltes Herz besitzen kann. Julian kann auch ganz anders, was man von ihm nicht erwartet. Er ist so facettenreich und wirkt damit auf mich lebendig.

Dann gibt es da noch die vielen Blackthorns-Kinder.
Livia und Tiberius sind 15, Zwillinge und einfach herzallerliebst. Beide. So süß einfach.
Besonders Ty (Tiberius) wurde schön ausgefeilt.
Drusilla liebt Horrorgeschichten.
Octavian, liebevoll Tavvy ist der Jüngste. Sieben Jahre alt und noch ein kleines Kind. Ein kleiner Goldengel, der sich so perfekt in die Harmonie einfügt. Ohne ihn wäre die Geschichte, nicht die, die sie ist.

Und dann gibt es ja auch noch Diana, Onkel Arthur, Mark, Kieran, den Hexenmeister Malcolm, Cristina und den Perfekten Diego....am Anfang fühlte ich mich mit den vielen Namen leicht überfordert, aber ich bin ziemlich schnell hineingekommen und wusste wer wer ist und wie jeder tickt.

Hach, es ist einfach mal auch ein bisschen anders als sonst. Die Familie und die Liebe untereinander, zwischen den Geschwistern steht im Mittelpunkt. Der Zusammenhalt und die Treue sind am wichtigsten. Die Familie ist Heilig. Jeder Mensch sollte so genommen sein, wie er ist, mit all seinen Macken und Ticks.
Es steckt eine solch schöne Botschaft dahinter, die mich beim Lesen immer mit Glück erfüllt hat.
Ich liebe Großfamilien und diese enge Bindung, die die Blackthorns haben, hat mich gerührt.

Trotzallem kommen Kämpfe, Mantis-Dämonen und vor allem die Magie nicht zu kurz. Wir erhalten auch einen tieferen Einblick in die Welt der Feenwesen und die Wilde Jagd. Alles ist von einer einzigartigen, aber auch skurrilen ja morbiden Schönheit überzogen. Ich habe so viel gefühlt. Faszination, Verwunderung, Mitleid, Ekel, Trauer und Freude.

Und wie immer bin ich einfach sprachlos, wie verwinkelt und verzwickt die Linien und Geschichten zusammenlaufen, wie viel Poesie und Rätsel in den Seiten stecken und was Clares Wörter erschaffen können. Es ist so bildschön berauschend. Sie ist einfach eine top Schriftstellerin!

Fazit:

Lady Midnight ist ein würdiger Auftakt zu einer neuen Schattenjägerreihe. Das Ende ist grausam. So erwarte ich jetzt sehnsüchtig Band 2 und am besten Band 3 gleich hinterher, damit meine nerven beruhigt sind.

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