Samstag, 3. September 2016

Rezension zu Die englische Erbin von Laila El Omari

Aufregend bis zum Schluss
 

Inhalt vom Buchrücken:

Kalkutta 1875: Die verwirrende Vielfalt der Stimmen, das Gemisch der Düfte und die atemberaubende Pracht der Farben – als Alec Delaney nach zehn Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, überwältigen ihn die Eindrücke der brodelnden Stadt. Doch er ist entschlossen, sich seinen Platz im Leben zu erobern – und Rache zu nehmen an dem Mann, der ihn einst unschuldig verurteilt hat.
London, drei Jahre später: Als Alec, mittlerweile zum Geschäftsmann aufgestiegen, Lady Helena Ashington zum ersten Mal erblickt, verändert dieser flüchtige Moment sein Leben. Denn die junge Frau ist die Tochter seines Erzfeindes – und die Liebe seines Lebens …


Meine Meinung:

Die englische Erbin ist mein vierter Roman von Laila El Omari und wieder einmal war ich bis zum Schluss gefesselt. Ich liebe ihre historischen Romane, die so schön das adlige Gesellschaftsleben im 19. Jahrhundert in England darstellt.
Sie beschreibt sehr eindeutig wie abhängig die Frauen von ihren Männern waren, wie ungerecht das Leben in vielerlei Hinsicht war und wie dennoch langsam sich die Frauen versuchen dagegen zu wehren.

Alec Delaney wurde unschuldig 10 Jahre lang in einem Gefängnis fest gehalten. Dies hat seinen Charakter sehr geprägt. Ich fand seine Persönlichkeit zwar nicht zum Verlieben, aber authentisch. Ihm standen gute Freunde zur Seite und ja er ist oft ziemlich eigenbrötlerisch und stur, aber so natürlich dabei, dass er wirklich lebendig wird.
Auch Helena, die eigentliche Hauptperson der Geschichte fand ich sehr detailliert und mit viel Liebe ausgearbeitet.

Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum über 10 Jahre und ich merkte wie Helena sich veränderte. Am Anfang war sie noch jung, 20 und erlebte die erste große Liebe. Sie ging Risiken ein, war stur und versuchte zu rebellieren, aber musste sich letztendlich doch ihrem Vater beugen.
Doch sie wächst zu einer Frau heran, die das Leben meistert und sich arrangiert und als sich endlich die Wege und Möglichkeiten ihr öffnen, ergreift sie sie, ohne lange zu Fackeln.

Ich mochte alle Charaktere, selbst Matthew und Arthur, einfach weil sie auch dazu gehören. Bei Matthew hätte ich gern noch eine etwas andere Entwicklung gehabt  oder eine Sicht in sein Gefühlsleben, weil ich oft nicht schlau aus ihm wurde.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Ich liebe es, wie sie die prunken Räumlichkeiten beschreibt, aber dabei nie die Charaktere und ihre Emotionen vergisst.

Fazit:

Bis zum Schluss habe ich gebangt. Ich wusste nicht wie es ausgeht und wie Helena sich entscheiden wird. Sehr spannend aufgebaut und immer wieder gab es neue Hindernisse und Überraschungen. Ein tolles Bild des viktorianischen Englands.


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