Freitag, 12. August 2016

Rezension zu Trusting Liam - Tief in meinem Herzen von Molly McAdams

Enttäuscht
 

Inhalt vom Buchrücken:

Die Tochter aus „Love & Lies“. Der Sohn aus „Taking Chances“. Eine schwindelerregende Achterbahnfahrt der Gefühle.

Als Tochter eines Cops hat Ryan Kennedy gelernt, stets einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch kaum, dass die Vergangenheit ihres Dads sie einholt und Kennedy zu ihrem Schutz nach Kalifornien geschickt wird, gerät alles außer Kontrolle. Ausgerechnet der Mann, mit dem sie einen unglaublichen One-Night-Stand hatte, soll sich um sie kümmern. Dabei will sie nie wieder jemanden in die Nähe ihres Herzens lassen …

Liam Taylor steht nur auf unverbindlichen Sex! Dennoch kann er die faszinierende Frau, die sich nach einer einzigen perfekten Nacht aus seinem Bett schlich, nicht vergessen. Durch einen Zufall taucht Kennedy wieder in seinem Leben auf und Liam muss sich entscheiden: Ist er bereit, mit seinen Prinzipien zu brechen?


Meine Meinung:

Ich liebe die Love & Lies Reihe, deswegen habe ich mich schon sehr auf die Geschichte gefreut, in der es um die Tochter geht. Doch leider bin ich ziemlich enttäuscht.

Kennedy soll zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Kira nach Kalifornien ziehen, da die Juarezgang demnächst wieder auf freien Fuß sein soll und deutlich gemacht hat, dass sie sich rächen wollen.
Demzufolge hatte ich auch ein bisschen Drama und Action und Verfolgung erwartet.
Bis zum Schluss habe ich auf etwas in dieser Richtung Crime und Thriller gehofft, aber es kam nichts weiter dazu und das finde ich ziemlich blöd.
Stattdessen ist eigentlich alles nur eine sehr verdrehte Liebesgeschichte.
Kennedy leidet unter ihrer Vergangenheit und möchte sich daher nicht neu verlieben.
Ich mochte sie eigentlich. Sie war nicht so verheult und deprimiert, wie ihre Schwester, aber zum Schluss fand ich sie einfach albern, weil sie sich einfach nicht entscheiden konnte. Ihre Abneigungen gegen Sour Patch und Pfannkuchen wegen ihren Eltern fand ich ziemlich albern und generell hat die Autorin einfach nur so viel aus den ursprünglichen Büchern wieder hervorgeholt und neu zerkaut, dass für mich die Geschichte auch nur die Hälfte hätte sein können.
Die Zwillinge rennen nach der perfekten Liebe und scheitern so.

Aber auch Liam ist nicht viel besser. Er war von Anfang an in Kennedy verliebt, ohne viel über sie zu wissen und hatte sich in den Kopf gesetzt sie zu bekommen. Doch seine Familiengeschichte war für mich nur ein Lückenfüller und hatte keine Bedeutung für die Geschichte. Sein verhalten am Ende konnte ich auch nicht verstehen. Da war er plötzlich lasch und kraftlos.

Ich finde es ziemlich schade, dass Kennedy und Liam einfach Abbilder ihrer Eltern sind - ein bisschen neu zusammengesetzt, aber doch irgendwie nichts eigenes.

Die ganze Geschichte drehte sich nur um die beiden und ihre Vergangenheit.

Mein liebster Charakter war noch Brian, der Tätowierer. Er hatte eine coole, sehr eigene Art und stach aus der schwammigen nach Perfektion sehnenden Masse heraus.

Der Schreibstil war okay. Die Liebesszenen waren klassisch geschrieben, wie ich sie schon in vielen anderen Büchern gelesen habe.
Hätte ich diese Geschichte vielleicht unabhängig von den anderen gelesen, dann hätte ich sie wahrscheinlich für gut und einfallsreich befunden, weil ja doch witzige und verwirrende Momente dabei waren, aber im Kontext zu den anderen, verpuffen diese einfach.

Fazit:

Ich bin echt enttäuscht. Das Buch war an sich nicht schlecht, aber meine Erwartungen lagen einfach viel viel höher!


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