Samstag, 6. August 2016

Rezension zu Dich immer wiedersehen von Jennifer E. Smith

Sanfte Schreibweise
 

Inhalt vom Buchrücken:

Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen?

Meine Meinung:

Ich habe sehr gern bereits Der Geschmack von Glück und Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf dem ersten Blick von der Autorin gelesen und mich schon sehr auf das Buch gefreut.

Ehrlich gesagt bin ich ganz gemischter Meinung zu dieser Geschichte.
Lucy und Owen lernen sich im Fahrstuhl kennen. Wir steigen direkt ohne viel Vorgeplänkel ein. Ich bin sofort in diese Geschichte und in diese düstere Situation zu den beiden hineingezogen worden. Das hat mir sehr gut gefallen.
Die ganze Nacht zwischen den beiden ist wie ein seltener, aber wunderbarer Traum. So sanft und leuchtend. Die Dialoge fühlten sich authentisch an und gern würde ich auch einmal eine solche magische Nacht erleben.

"Wenn du überall auf der Welt hinkönntest, wo würdest du hinwollen?", fragte Lucy. (...)
"Überallhin", sagte er, und sie lachte.
Seite 55

"Und du?", fragte er zurück. (...)
"Irgendwohin."
Seite 56

Doch der Anfang hat mir leider auch am besten gefallen. Danach verlieren sich die beiden aus den Augen. Lucy zieht in Richtung Osten. Owen dagegen reist mit seinem Vater immer gen Westen. Sie kommunizieren die nächsten Wochen, ja Monate nur über Postkarten.
Das hat etwas idyllisches an sich, doch gleichzeitig wird das Band zwischen den beiden immer schwächer.
Sie kennen sich doch gar nicht. Vielleicht haben sie die Magie zwischen sich auch nur eingebildet?

So geht das Leben weiter seinen Lauf.

"(...) er holte tief Luft, um auch seine eigenen Neuigkeiten zu verkünden, dass auch er weggehen würde, dass sie sich nur wiedergetroffen hatten, um wie Billiardkugeln in entgegengesetzte Richtungen davonzufliegen.
Seite 118

Owen ist groß, hellblond du schlaksig. Er ist kein Mann der großen Worte. Seit dem Tod seiner Mutter kümmert er sich um seinen Vater und versucht gemeinsam mit ihm sich über Wasser zu halten.
Ich habe ihn als still empfunden. Ein Junge, der sehr viel über das Leben nachdenkt.

Lucy ist eine Einzelgängerin. Sie wohnt meist allein, läuft ziellos durch die Gegend und liest Bücher, während ihre Eltern um die Welt reisen.
Ich habe sie sehr gut verstanden und war erstaunt, wie gelassen sie ihr Leben annimmt. Sie musste sich ja doch immer wieder neu einstellen. Aber sie denkt positiv und lässt sich dahin treiben, wie ihr der Weg vorbestimmt wird. Gern hätte ich sie auch mal als rebellische Tochter erlebt. Sie war einfach immer nett und freundlich und nahm alles so hin, wie es war. Ein bisschen Eigeninitiative hätte ich wirklich ganz toll gefunden.

Die Geschichte ist aus beiden Perspektiven geschrieben. Ich kann nicht sagen, welches mir besser gefallen hat.

Der Schreibstil ist genauso schön sanft geschrieben, wie ihre anderen Bücher. Es ist einfach so schön entspannend, ohne Hektik. Ihre Worte strahlen eine Ruhe aus und das gefällt mir jedes mal sehr gut. Man schwebt wie eine Schneeflocke durch die Seiten ohne Eile, langsam und ja vielleicht gefällt es mir hier sehr gut, dass es trotz flacher Spannung genau deshalb harmoniert.

Fazit:

Dich immer wiedersehen lässt einen daran glauben, dass es wirklich Liebe gibt in der die Entfernung keine Rolle spielt. Wenn sich zwei gefunden haben, dann werden sie egal wie sich ihre Wege trennen, auch immer wieder zusammenfinden.

Der Satz des Buches:
 
Wish you were here
 
 

Kommentare:

  1. Hallo Fiorella, :)
    eine sehr schöne Rezi. :) Mir ist das Buch auch schon mal begegnet und ich finde, es klingt echt gut. Schade, dass es nach dem Anfang etwas geschwächelt hat.
    Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, das sollte ich auf jeden Fall mal ändern. :)

    Liebe Grüße
    Marina

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    1. Dankeschön :-) Vorallem Der Geschmack von Glück war wunderschön.

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  2. Huhu :)

    ich habe das Buch gerade angefangen. Der Anfang war schon mal schön :). Ich mag die Autorin ganz gern :)

    <3

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