Sonntag, 10. April 2016

Rezension zu Taxi Gourmet von Layne Mosler

Rastlos...auf der Suche...nach gutem Essen und vielleicht der Liebe?

 
Inhalt vom Buchrücken:

Layne Mosler ist Anfang 30 und auf der Suche: nach Abenteuer und gutem Essen. In Buenos Aires bittet sie aus einer Laune heraus einen Taxifahrer, sie zu seinem Lieblingsrestaurant zu fahren. So kommt sie nicht nur zum besten Steak, das sie je gegessen hat, sondern zudem auf eine Idee, die ihr Leben verändert. Von nun an lässt sie sich regelmäßig von Taxifahrern zu deren kulinarischen Geheimtipps entführen. Ihre Reise führt sie weiter nach New York, wo sie sich selbst ans Steuer eines Yellow Cabs setzt, und schließlich nach Berlin. Dort begegnet ihr nicht nur via Taxifahrt die beste Currywurst, sondern auch die große Liebe.

 
Photo by Pablo Mehanna
On the corner of Borges and Guatemala Street, Buenos Aires – Photo by Pablo Mehanna
 

Meine Meinung:

Ich fand die Idee, die das Buch versprochen hat großartig! Layne setzt sich in Taxis und lässt sich zu deren Lieblingsrestaurants fahren.
Doch irgendwie war die Geschichte dann doch ganz anders, als ich sie mir vorgestellt habe.

Das Buch ist in drei Abschnitte untergliedert.
Layne ist Anfang 30 und möchte eigentlich ein eigenes Restaurant eröffnen. Sie stammt aus Kalifornien, liebt gutes Essen und die Welt und lässt sich gern schnell Mitreißen, träumt und lebt spontan von einem Tag zum anderen.
Im ersten Abschnitt lebt sie in Buonos Aires und möchte Tango lernen. Sie arbeitet für eine argentinische Firma, von der sie keine Ahnung hat, genießt Techtel-Mechtel und stürzt sich in die Tango-Nächte, als gäbe es kein Halten mehr.
Nebenbei startet sie ihren Blog Taxi-Gourmet und sucht das beste Steak Argentiniens.

Layne ist ein sehr offener und freundlicher Mensch. Schnell gewinnt sie viele Sympathien und neue Freunde. Durch ihren Blog wird sie nach und nach mehr bekannt und Zeitungen berichten über sie und TV-Sender wollen ein Interview. Doch es ist nicht immer alles so rosig wie es scheint.
Die Autorin berichtet auch von ihren Tiefpunkten und ihren Sorgen und Nöten und wann sie erkennt, dass die neue Stadt doch nicht ihre Heimat werden wird.

Das zweite Part handelt dann in New York, wo sie selbst als Taxifahrerin ihr Abenteuer startet. Ich muss gestehen dieses Kapitel hat mich deprimiert. New York stelle ich mir als große glanzvolle Stadt vor. Es ist ein Traum, einmal dorthin zu reisen, aber Layne macht diese Stadt nicht glücklich. Sie ist zu groß, zu gehetzt, es fehlt die Sinnlichkeit und die Leidenschaft des Tangos - ihr Leben scheint sich im Karussell zu drehen.

Layne taut erst wieder so richtig ins Leben auf, als sie im Sommer mach Berlin kommt. Berlin so wunderbar grün und im 90er Jahre Feeling. Freiheit wird hier groß geschrieben und sie beginnt sich in diese Stadt zu verlieben.
Ich als gebürtige Berlinerin, fand das natürlich besonders toll. Ich kannte auch alle beschriebene Orte und ja meine Stadt hat einfach ihren Charme!

Doch irgendwann geht auch hier Layne Touristenvisum aus.
Es ist eine Geschichte vom Finden des Glücks. Layne treibt durchs Leben, lebt mehrere Jahre in Argentinien, NY und Berlin, ist mal hier, mal da, fährt unglaublich viel Taxi, lernt auf Schritt und Tritt neue Menschen kennen und bezeichnet sich selbst als Lebenskünstler, ohne Bürojob, ohne Chef, ihr eigener Herr.

Doch sie zeigt eben auch die Schattenseiten dieses Lebens, ohne viel Geld, ohne eine Heimat, ein richtiges zu Hause indem man sich wohlfühlt...es ist ein Alternativleben, das man mögen muss. Ich denke man muss rastlos sein und immer auf der Suche nach neuen Träumen - aber ich fand es schön, wie auch Layne ihr Glück gefunden habe. Sie ist eine faszinierende Frau.

Der Schreibstil ist in der Ich-Person geschrieben und sehr ehrlich. Es wurde nichts beschönigt oder umschrieben und das hat mir sehr gut gefallen, dennoch bin ich nur langsam vorangekommen beim Lesen weil manchmal einfach nichts so wirklich passiert ist. Layne lebte dahin, in ihrem Taxi Gourmet Trott und nichts passierte. Das fand ich ein bisschen schade. Vielleicht hätte man ihre liebsten Höhepunkte noch besser herausarbeiten können.

Photo by Amy Cao

Fazit:

Taxi Gourmet ist eine Biographie über einen sehr sprunghaften Lebensabschnitt von Layne Mosler, über Tango, Taxi fahren, gutes Essen und vielen vielen unterschiedlichen Charakteren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.