Donnerstag, 28. April 2016

Rezension zu Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham

Überraschende Wendung in der Geschichte
 

Inhalt vom Buchrücken:

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …
Meine Meinung:

Irgendwie habe ich etwas ganz anderes erwartet aber andererseits passte die Story und das Gefühl beim lesen auch zu Jenny Downham, wie ich es auch ihren anderen Romanen kannte.
Ich bin noch ein bisschen unentschlossen, wie ich das Buch finde.
Auf der einen Seite hat es mir ganz gut gefallen.
Es geht um drei Frauen und ihr leben und wie all ihre Schicksale mit einander verknüpft sind. Und das ist gar nicht so leicht, sondern ein verworrenes Knäuel aus vergessenen und verschwiegenen Zeiten.
Katy ist die Ich-Erzählerin. Sie lernt sehr viel für die Schule, kümmert sich um ihren Bruder und versucht alles ihrer Mutter recht zu machen. Leider gehört sie aber nicht zu den "Coolen" Kids und ist eine Ausgeschlossene.
Gleichzeitig versucht sie eine Freundschaft zu retten und sich sexuell zu orientieren, mit Jungs und mit Mädchen. Sie möchte über sich hinauswachsen, ein anderes, ja vielleicht sogar ihres wahres ich in schicken Kleidern von ihrer Großmutter finden und geschminkt auch mal auf einer Party erscheinen. Sie möchte sich anpassen und endlich ein Teil der Welt werden.

Caroline ist Katys Mutter. Am Anfang fand ich sie nur autoritär, aber noch einigermaßen normal. Doch leider habe ich immer mehr negative Emotionen im Fortschreiten der Lektüre für sie entwickelt. Sie hat eindeutig einen Schuss weg - aufgrund ihrer Vergangenheit. Sie ist super streng und ein Kontrollfreak. Nichts darf aus dem Raster fallen und sobald ihr etwas nicht passt, wird es tot geschwiegen.

Mary ist Carolines Mutter. Sie ist ein Freigeist. Sie lebt fröhlich und wild und ohne Gedanken an andere, so wie es ihr gefällt. Sie war eine Partymaus und hielt sich nicht ah Gesetz und Moral, an die Sitten der Gesellschaft. Für sie zählte nur das Leben - das berühmt und geliebt werden. Doch jetzt leidet sie an Alzheimer. Sie ist eine alte gebrechliche Frau geworden, verwirrt und desorientiert. Doch manchmal da hat sie noch klare Momente und dann taucht sie aus jungen Tagen auf.

Zwischendrin wird die Geschichte auch zu Marys Zeiten aus ihrer Vergangenheit geschrieben. das bot der Handlung ein bisschen Abwechslung und Stück für Stück kam man dem Familiengeheimnis auf die Spur.
Doch der Knall blieb für mich aus und es war für mich zu viel Taraa um nichts.
Ich verstehe Caroline nicht, warum sie sich dafür schämt und sie den Kontakt zu ihrer Mutter abbrach. Da hat sie eindeutig ein zu depressives Gen vererbt bekommen.

Der Schreibstil war annehmbar. Er erzeugte für mich zunächst eine sehr düstere und graue Stimmung. Doch im laufe der Geschichte wurde es sonniger und heller und am Ende habe ich richtig Wärme und Freude gefühlt.

Fazit:

Die Ungehörigkeit des Glücks ist ein Roman, den man vielleicht mag, vielleicht aber auch nicht.
Das Glück ist relativ, ihre Charakter so verschiedenen wie unterschiedlich.



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