Donnerstag, 31. März 2016

Rezension zu Rain Song von Antje Babendererde

Antje Babendererde überzeugt auch mit erwachsenen Protagonisten


Inhalt vom Buchrücken:

Der Sturz von den Klippen am Cap Flattery hätte leicht tödlich ausgehen können. Doch Hanna überlebt - dank dem Makah Indianer Greg. Hat der Vorfall etwas mit Hannas verzweifelter Suche nach ihrer großen Liebe Jim zu tun, der hier vor fünf Jahre spurlos verschwand? Gemeinsam mit Greg macht Hanna sich daran, den Dingen auf den Grund zu gehen. Doch während sie Greg immer näherkommt, entdeckt sie Stück für Stück Jims wahre Identität.

Meine Meinung:

Ich lese sehr gern Bücher von Antje Babendererde. Bisher handelten ihre Bücher immer von Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, die durch Zufall mit der indianischen Kultur in Amerika in Berührung kommen. Idealerweise treffen immer beide Welten aufeinander. Die deutschen Weißen Mädels auf die braungebrannten Indianer.
Westkultur mit allem Komfort trifft auf alte Werte und Sitten.

Doch diesmal sind die Charaktere etwas älter. Um die 30 Jahre.
Zunächst fand ich es etwas komisch beim Lesen, weil ich es einfach nicht gewohnt war, aber ich habe mich recht schnell damit sehr zufrieden gefühlt - es wirkte reifer und war auch einmal sehr spannend einen anderen Handlungsweg als die kindliche Verliebtheit zu erleben.
Hanna und Greg sind reifer. Es geht nicht mehr vorherrschend um eine Liebe, sondern, vor allem um Indianertraditionen - der Wandel der Zeit und wie die alten Eingeborenen mit der Zukunft und allem was sie mit sich bringt, umgehen.

Hanna sucht eigentlich nur den Vater ihrer Tochter Ola. Er war ein junger Makah-Indianer und verschwand eines Tages spurlos. Doch in seinem Reservat stößt sie nur auf Feindseligkeit und große Vorbehalte.
Als sie schließlich herausfindet, dass Jim eigentlich gar nicht zu diesem Stamm gehört, sondern zugelaufen ist, wird das Rätsel immer größer - und dann häufen sich auch noch mysteriöse Unfälle und es geht das Gerücht um, dass ein Geist sein Unwesen treibt.

Mir hat sehr gut gefallen, dass die Autorin auch ein paar Krimielemente mit eingebaut. Es bleibt spannend und auch wenn ich mir das Ende schon fast so gedacht habe, bin ich verblüfft, wie geschickt sie Träume und Geistersagen mit der Realität verknüpft hat.
Das ist auch eine Komponente, die mir am meisten an ihren Büchern gefällt - es wirkt authentisch. Nicht nur das Umfeld, verzwickte Beziehungen, sondern auch die Liebe. Es ist nie nur rosarot, manchmal dauert es auch länger und manchmal hängt so viele von seinen eigenen Entscheidungen ab.


Neben Hanna und Greg tauchen zwischenzeitlich auch kleinere Nebenrollen auf, die noch einmal die alten Werte und Normane der Indianer verdeutlichen sollen.

Der Schreibstil war wie immer fließend und sehr anschaulich beschrieben. Die Natur und Landschaft rahmt die Handlungen ein. Manchmal fand ich es zwar etwas trist und so ein Funken fehlte, dennoch wurde ich sehr gut unterhalten.

Fazit:

Rain Song ist ein wunderschöner Indianerroman mit auch einmal etwas älteren Protagonisten.

Kommentare:

  1. Hallo Fiorella, :)
    ich mag die Bücher von Antje Babendererde auch sehr. :) Wenn man etwas ältere Protagonisten hat, finde ich das zur Abwechslung sogar gut, deshalb werde ich "Rain Song" auf jeden Fall auch lesen. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Viel Spaß! Ich bin gespannt auf deine Meinung

      Löschen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.