Donnerstag, 17. März 2016

Rezension zu Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance von Estelle Laure

Ich hatte mehr erwartet
 

Inhalt vom Buchrücken:

»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.
Ein entwaffnend ehrlicher und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Erwachsenwerden und die wunderbare Erfahrung, niemals so allein zu sein, wie man sich fühlt.

Meine Meinung:

Ich hatte mich schon sehr auf diese Geschichte gefreut, weil ich sehr viele gute Reaktionen gehört habe - mich hat es aber leider enttäuscht.

Lucille und ihre Schwester Wren leben alleine in einer Doppelhaushälfte, die auch schon ziemlich marode ist. Ihr Vater befindet sich in einer Anstalt und ihre Mutter ist abgehauen. Aus Angst dass sie und ihre Schwester getrennt werden, versucht Lucille fortan ihr Leben allein in die Hand zu nehmen.

Lucille ist 17 Jahre alt und besucht die örtliche Highschool. Sie hat nicht besonders viele gute Freunde und wird seit dem Vorfall um ihren Vater eher gemieden. Doch ihre beste Freundin Eden und sein Zwillingsbruder unterstützen sie, so gut es geht.
Aus Geldproblemen fängt Lucille schließlich zu arbeiten an - bis spät abends in die Nacht hinein. Ihre Freunde passen auf die neunjährige Wrenny auf.
Doch es scheint alles vorne und hinten nicht zu reichen und die Leute werden langsam misstrauisch.
Lucilles Welt steht Kopf. Sie ist erschöpft. Sie geht zur Schule, macht Hausaufgaben, geht arbeiten und versucht nebenbei auch noch Wrenny zu erziehen. Sie möchte ihre Schwester glücklich machen und ein sorgenfreies Leben schenken. Und wäre das nicht auch schon genug, muss sie sich ausgerechnet in Digby verlieben, der eine Freundin hat.

Am Anfang hat mir die Geschichte noch sehr gut gefallen. Ich mag Lucille und ihre Schwester. Sie kamen mir sehr authentisch herüber und ich konnte ihre Handlung verstehen. Manchmal ist einem einfach alles zu viel und man tickt aus. Doch irgendwie kam für mich die Geschichte ab der Hälfte zu einem Stillstand. Es passierte nichts wirkliches und es gab keinen Fortschritt.
Mit Eden und Digby bin ich leider gar nicht warm geworden und überhaupt hatte ich das Gefühl das der Autorin Eden irgendwann selbst nicht mehr in den Verlauf der Story passte und sie sie deshalb etwas entwaffnen musste. So viel Pech auf einmal im leben - wo ist denn da das Glück?
Digby ist ein seltsamer Junge. Er liebt zwar Lucille, aber sie ist ihm zu unberechenbar. Er hat sein ganzes Leben schon mit seiner Freundin Elaine geplant. Er liebt Elaine, will sie heiraten, sie wollen zusammen aufs College. Dort ist es sicher und ein Leben in der Zukunft gewiss. Bei Lucille aber droht Chaos und Gefahr und nichts ist beständig. Am liebsten würde er sie beide.

Am besten haben mir noch Janie, die Mutter von Eden und Digby und Fred, der Küchenchef gefallen. Janie ist eine Mutter, die für ihre Kinder über Leichen gehen würde. Sie füttert Lucille und Wren gern durch und möchte für sie da sein. Fred ist ein verrückter Küchenchef. Er schickt seine Mädels in High Heels und knappen Hotpants über das Parkett zum servieren und scheint auch sonst eher verwegen als normal zu sein. Doch tief in sich drinnen hat er ein gutes Herz und er passt ganz genau auf, was in seinem Laden  vor sich geht.

Der Schreibstil war ok. Für mich hatte er nichts herausragendes. Am Anfang fand ich ihn ganz schön kindlich gehalten, dass ich Lucille erst für viel jünger gehalten habe, als sie doch tatsächlich ist, aber er war flüssig zu lesen.

Die Spannung war für mich leider nicht vorhanden. Ich finde es schade, weil ich irgendwo das Besondere an der Geschichte vermisse. Es fließt so trostlos vor sich hin - der Titel hat so viel versprochen, aber letztendlich hat nur das Ende eine Hoffnung übrig.

Fazit:

Es ist eine Botschaft an das Leben. Gib nie Hoffnung auf. Du bist nie allein und auch wenn man es nicht sieht und fühlt, es gibt Menschen, die einem auffangen, wenn man fällt. Nach dem Regen kommt das Licht, auf schlechte Tage, folgen auch wieder Gute und manchmal muss man sich eben durchbeißen, bis der Berg erklommen ist und man ausatmen kann.


1 Kommentar:

  1. Hallöchen,

    bei mir konnte das Buch auch nur mittelmäßig Punkten. Irgendwie hat mir was gefehlt. Habe ebenfalls 3 Sterne vergeben :-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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