Freitag, 12. Februar 2016

Rezension zu Zorn und Morgenröte von Renèe Ahdieh

Der Zauber des Orients
 

Inhalt vom Buchrücken:

Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein ... Und doch werden sie magisch voneinander angezogen ...
Eine märchenhafte Geschichte über wahrhaft große Gefühle.
 
Sharzad hat ihre beste Freundin an den Kalifen verloren und nun will sie nur noch eins: ihre Freundin rächen. Und so meldet sie sich freiwillig, um den jungen Herrscher zu heiraten. Doch sie hat nicht vor zu sterben. Sie möchte überleben und den Mann töten, der ihr die Freundin genommen hat. Im Angesicht der Morgenröte beginnt sie, ihm eine Geschichte zu erzählen. Und tatsächlich: Sharzad bekommt einen Tag Aufschub. Doch mit den Geschichten und den Nächten, die vergehen, muss sie erkennen, dass Chalid nicht das Monster ist, für das ihn alle halten. Sharzad fühlt, dass sie dabei ist, sich ausgerechnet in den Mann zu verlieben, den sie so sehr hassen möchte .

Meine Meinung:

Der Inhalt klingt doch toll oder? Ja und das ist er auch. Diese Geschichte ist einmalig.
Sharzad möchte den Kalifen töten. Wie genau sie das anstellen möchte, weiß sie selbst noch nicht, als sie in den Palast tritt - sie will allein ihre beste Freundin Shiva rächen.

Doch genau darum lässt der Kalif sie einen Tag länger überleben und die Morgenröte in den hellblauen Himmel übergehen, ohne dass eine Seidenschnur an ihrem Hals baumelt. Sharzad ist trotzig und unglaublich leicht entflammbar, wütend und sprüht vor Zorn. Sie respektiert ihn nicht wirklich, sondern antwortet barsch und frech und bietet ihm die Stirn. Ihr Leben steht ohnehin auf dem Spiel - da kann sie dann auch machen, was sie will.
Das beeindruckt ihn - und plötzlich beginnt Sharzad ihm eine Geschichte zu erzählen...und noch eine...und zieht ihn mit ihren feurigen Erzählungen in seinen Bann.
Märchen in einem Märchen.

Wie es nun weitergeht, verrate ich natürlich nicht, aber Sharzad gefiel mir als Charakter wirklich sehr gut. Ich konnte ihren Zwiespalt sehr gut nachempfinden - denn der Kalif ist ja gar nicht so ein Ungeheuer, wie immer alle dachten - nein falsch. Er ist ein arrogantes, brutales Ungeheuer, beherrscht vom seinem Zorn, seiner Besitzgier, tödlich ruhig im Anblick des Sturms und doch schwelt unter seiner Oberfläche ein sensibles Wesen. Ja, da steckt ein Mensch dahinter. Ein Ungeheuer mit Gefühlen - aber sie will ihn doch töten! Warum fällt ihr es dann so schwer?

Doch auch Chalid hat seine Gründe, warum er alle seine Frauen bisher hinrichten lies. Der Grund dafür ist magischen Ursprungs und genau deswegen hoffe ich schon bald im zweiten Teil mehr über diesen magischen Part dieser orientalischen Welt zu erfahren. Und auch ein fliegender Teppich wird dabei eine Rolle spielen.

Sharzad bedeutet Die Befreierin. Ich denke, das passt sehr gut zu ihr. Denn das ist sie im wahrsten Sinne des Wortes. Außerdem kennt ihr bestimmt alle die Scheherazade. Die Prinzessin aus 1001 Nacht.

Dieses Buch gleicht so wirklich wunderbar einem orientalischen Märchen, das sich jetzt sofort 1001 Nacht Erzählungen lesen möchte. Neben Aladdin und die Wunderlampe mochte ich immer Ali Baba und die 40 Räuber, sowie Kalif Storch und Der Shah als Papagei.

Aber ich hätte mir irgendwie noch mehr außen herum gewünscht. Manchmal hatte ich eine bedrückende Enge in der Brust, weil ich mich nur im Palast befand und immer nur zwischen Sharzad und Chalid. Für mich fehlte noch so ein Hauch der Weite. Der Rahmen ist bisher sehr eng gespannt und ich hoffe sehr darauf das sich das im nächsten Teil ändert.

Am Anfang fand ich es noch nicht so spannend. Eher eintönig und ja interessant und märchenhaft, aber noch nicht fesselnd. Doch im letzten Drittel nahm die Handlung endlich an Fahrt auf. Ich hatte greifbares in der Hand und konnte mitfiebern, wie sich die Dinge entwickeln.

Fazit:

Zorn und Morgenröte- ein orientalisches Märchen mit Märchen in diesem Märchen. So kommt zum Beispiel König Blaubart darin vor, sowie ein Reisender...ich wurde in diese Welt hineingezogen von dem klimpernden Schmuck, zu den Gewändern und weiten Puderhosen bis hin zu den exotischen Früchten - und dennoch hoffe ich einfach auf noch mehr.



Kommentare:

  1. Heii liebste Fiorella

    Das tönt ja gar nicht mehr so schlecht :) vor einigen Tagen oder Wochen? als du das Buch angefangen hattest warst du ja nicht so begeistert, toll zu hören dass sich die Geschichte noch zum besseren verändert hat. Das zweite Band erscheint schon bald auf englisch, bis das deutsche veröffentlicht wird geht es dann wohl noch eine Weile aber ich hoffe, dass du die erhoffte Weite in der Fortsetzung finden wirst.

    Liebste Grüsse
    Denise

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    1. Haha es sind in der Tat schon gefühlte Wochen her. :D^^

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  2. Hallo,

    deine Rezension gefällt mir sehr gut. Ich habe schon des längeren ein Auge auf dieses Buch geworfen!

    Liebste Grüße, Phyllis.
    http://zeilensehnsucht.blogspot.de/

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