Samstag, 27. Februar 2016

Rezension zu Der Krankheitsermittler - Wie wir Patienten mit mysteriösen Krankheiten heilen von Jürgen Schäfer


Toll!

 
Inhalt vom Buchrücken:
 
Viele Menschen leiden an „unerkannten“ Krankheiten. Zum Teil handelt es sich dabei tatsächlich um „seltene“ Erkrankungen, zum Teil wird die wirkliche Ursache aber auch einfach nicht erkannt. Nicht selten werden die Beschwerden dieser Patienten dann als psychisch bedingt abgetan. Um diesen Patienten eine Anlaufstelle zu bieten sind spezielle Diagnostik-Zentren notwendig, - solche wie das von Prof. Jürgen Schäfer an der Universitätsklinik Marburg gegründete „Zentrum für unerkannte Krankheiten“. Dieses ist das einzige seiner Art in Deutschland.
Jürgen Schäfer, der 2010 zum besten Medizinprofessor (Ars legendi) und 2013 zum Arzt des Jahres (Pulsus Award) gewählt wurde, leitet ein Team hochqualifizierter Spezialisten, die mit den modernsten Diagnosemethoden einer modernen Universitätsklinik gemeinsam rätselhafte Erkrankungen diagnostizieren. In „Der Krankheitsermittler“ schildert Schäfer seine detektivische Arbeit am Beispiel seiner spannendsten Fälle.
 
Meine Meinung:

Jürgen Schäfer erzählt in Romanhafter Weise von 13 seltenden Erkrankungen. Manchmal sind sie gar nicht unbedingt selten, aber dennoch kommt man gar nicht ohne weiteres darauf.
Jedes Kapitel beginnt meiner Einführung in das Leben des Patienten. Es liest sich wie ein normaler Roman. Ein Mann geht im Wald joggen, eine junge Frau bricht den Kontakt mit ihrer Familie, eine ältere Dame eröffnet endlich ihren eigenen Friseursalon....und plötzlich kommen die Beschwerden - sie erleben eine Odyssee bei ratlosen Ärzten  und landen schließlich bei ihm im Zentrum für unbekannte und seltene Erkrankung an der Universitätsklinik in Marburg.
 
Es wird deutlich wie wichtig es ist, eine genaue Anamnese durchzuführen, denn oft liefern für den Patienten unwichtige Kleinigkeiten den Hinweis, was für eine Erkrankung denn nun der Patient hat. Gleichzeitig kritisiert Herr Schäfer aber auch sehr anschaulich das deutsche Abrechnungssystem der Krankenkassen, sodass zum Beispiel der Patient nur nach Diagnose bezahlt wird und nicht nach Liegezeit. Hat der Patient aber mehrere Diagnosen, wird trotzdem nur eine bezahlt. das ist so wie wenn du mit kaputten Scheinwerfer in die Autowerkstatt gehst und die Bremsen sind auch futsch, aber du bezahlst nur die Scheinwerfer und die Bremsen muss die Werkstatt auf eigene Kosten bezahlen. So rutschten leider auch Kliniken, die sich nicht auf Hüftops ect. spezialisiert haben, sondern mehr den Part übernehmen, in der mehr Nachdenken zur Diagnose führt, Insolvenz anmelden müssen.
 
Unter anderem behandelte er die folgenden Krankheiten:
Friedman-Goodman-Syndrom (sehr dünn, Sommersprossen überall, Schwimmhäute zwischen den Fingern)
NMDA-Rezepter-AK-Enzephalitis
Sheehan-Syndrom
Hypoparathyroidismus
Wanderniere (das fand ich mega interessant, mit der Diagnostik)
 
Fazit:
 
Ich fand das "Fachbuch" kein bisschen trocken, sondern alles hat sich locker flockig von der Hand weggelesen. Super Empfehlung!
Es war witzig, informativ, spannend aufgebaut und ich habe sehr viele Hinweise mitbekommen.
 
 

 

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