Donnerstag, 10. Dezember 2015

Rezension zu In deinem Licht und Schatten von Louisa Reid

Mir hat es leider gar nicht gefallen
 
 
 
Inhalt vom Buchrücken:

EIN ROMAN WIE EIN SCHLAG INS GESICHT Und der Beweis dafür, dass du die Hoffnung niemals aufgeben darfst. Rebecca und ihre Zwillingsschwester könnten unterschiedlicher nicht sein: Die eine schön wie im Märchen, die andere hässlich wie die Nacht. Nur eines haben sie gemeinsam: das Elternhaus, in dem Kälte und Gewalt regieren. Seit sie denken können. retten die Schwestern sich gegenseitig vor den Ausbrüchen des Vaters. Bis eine den Ausbruch wagt und die andere zurücklässt. Denn wenn dein Leben die Hölle auf Erden ist, was hast du dann noch zu verlieren? Alles.

Meine Meinung:

Ich hatte mich schon so auf dieses Buch gefreut. Es stand ewig auf meiner Wunschliste und sowohl das schöne Cover wie der Titel hatten mich in seinen Bann gezogen.
Dennoch wurde ich enttäuscht.

Vom Inhalt her, wusste ich, was mich erwartet und war daher nicht überrascht.
Hephzi und Rebecca sind Zwillingsschwestern.
Hephzi schön wie der Tag, wir von allen bewundert, hat das nötige Selbstbewusstsein und ist felsenfest entschlossen aus ihrem Leben etwas zu machen. Aufmerksam beobachtet sie ihre Umwelt, analysiert, schaltet schnell. Sie ist klug und doch reicht das am Ende nicht aus.

Während Hephzi bei ihren Eltern immer besser wegkommt, schnell neue Freunde findet, bleibt Rebecca ein Außenseiter. Auch bei ihren Eltern ist sie Tochter, die am meisten abbekommt. Schläge, die Wut, die Frustration.
Denn Rebecca leidet an dem Treacher-Collins-Syndrom.

ist eine erbliche Erkrankung, die zu Gesichtsfehlbildungen (craniofaziale Dysmorphie) führt. Zu den Kennzeichen gehören: Fehlen oder Missbildung von Ohren und Jochbein, Gaumenspalte, „fliehendes“ Kinn, sowie Augenlidabnormitäten.[1] Die Ausprägung ist variabel. Oft tritt eine Schallleitungsschwerhörigkeit auf, die unter Umständen durch ein Knochenleitungshörgerät oder ein knochenverankertes Hörgerät ausgeglichen werden kann. Das Syndrom ist nach Edward Treacher Collins bzw. Adolphe Franceschetti benannt. Quelle: Wikipedia

 Jahrelang wurden die beiden Zwillinge im Pfarrhaus gefangen gehalten. Sie wurden zu Hause von ihrer Mutter unterrichtet - was kaum der Rede wert ist. Es gab kaum etwas zu essen, außer angebrannte Brotscheiben, zähes Fleisch, sie mussten die Kirche schrubben, polieren, den Boden wischen - Freunde oder Freizeit hatten sie keine. Sie wurden geschlagen und mehr. Es herrschte Grausamkeit und Kälte.
Doch nicht nur der Vater ist so wildaufbrausend, besser erträglich wenn er zu viel Alkohol trinkt, sondern auch die Mutter ist verhärmt und griesgrämig, kalt und verdient die Bezeichnung nicht.
Dazu spielt die Geschichte in unserem Zeitalter. Es gibt Facebook, Makeup, Partys, die Bücher Harry Potter sind längst auf dem Markt- und doch bleibt all das den Zwillingen verwehrt. Sie kennen es nicht.
Das sie nicht total verstörte Menschen sind, haben sie ihrer Großmutter zu verdanken. Bei der sie all die Liebe, die es gab, aufsaugen konnten.

Hephzi schaffte es schließlich die Eltern davon zu überzeugen, auf eine staatliche Schule gehen zu dürfen. Und da setzt die Geschichte an.
Einmal wird aus Davor, aus Hephzis Sicht erzählt. Sie greift nach jedem Strohhalm, der sich ihr bietet und möchte endlich einmal ein normales Mädchen sein. Sie schafft es sich da durchzumogeln und dann ist sie plötzlich tot.
Daus ergibt sich der Part Danach, aus Rebeccas Sicht, wie sie die Zeit nach Hephzis Tod empfindet, weiterlebt, versucht aus dem Pfarrhaus und seine gewaltsamen Schranken auszubrechen.
Beide Sichten werden abwechselnd erzählt und der Leser kommt nach und nach auf die Spur warum Hephzi gestorben ist und wie Rebecca doch noch vielleicht ihren Frieden finden wird.

Die Charaktere fand ich okay. Rebecca mochte ich mehr, als Hephzi und bei ihr hat man auch ihr hartes Leben ein bisschen gemerkt. Sie hatte diese kleinen Verhaltensauffälligkeiten und sie wirkte für mich greifbarer, realer als ihre Sonnenscheinschwester, die gar nicht so lieb und nett in meinen Augen ist, wie wahrgenommen wurde. Sondern egoistisch und nur auf ihr eigenes Wohl bedacht.
Doch der Schreibstil hat mir nicht gefallen und generell, wie die durchaus interessante Story umgesetzt wurde, konnte mich nicht überzeugen.
Ich habe Seiten überblättert und wieder zurück, weil ich dann doch etwas verpasst hätte, um das große Ganze zu verstehen, aber es war mehr eine Qual und ich habe nur weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie es nun ausgeht.
Mit dem Ende bin ich jedoch aus Unzufrieden.

Fazit:

Die Geschichte ist eigentlich ziemlich gruselig und ich wünsche mir, dass dies bitte für die wenigsten Seelen Realität ist. Ich finde es erschreckend, wie manche Familien damit durchkommen und ich finde es gut, dass es ein paar aufmerksame Geschöpfe auf unserer Erde gibt, die noch ein gutes Auge haben und erkennen, wenn etwas nicht stimmt - und es auch sehen wollen und nicht die Augen davor verschließen.
Der Schreibstil hat mich leider nicht gereizt und somit war mir die ganze Geschichte zu düster.



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