Mittwoch, 25. November 2015

Rezension zu Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten

Naja....
 

 Inhalt vom Buchrücken:

Seit Jahrzehnten bewohnen Giulia und Camilla, zwei Damen von edler Geburt und antiker Schönheit, einen alten und zugegebenermaßen ziemlich heruntergekommenen Palazzo im schönen Florenz. Die beiden haben es sich bequem gemacht zwischen allerlei Antiquitäten und sonstigem Plunder und verlassen das Haus nur noch selten. Warum sollten sie auch, denn Emiliano, der unverschämte Feinkosthändler, versorgt sie mit überteuerten Lebensmitteln, und Piero, ja Piero, versorgt sie seit Jahr und Tag mit ein bisschen Koks, das die Damen nachmittags zum Tee zu nehmen pflegen. Denn ein bisschen Spaß sei im Leben ja wohl noch erlaubt. Als jedoch Piero eines Tages nicht mehr auftaucht, sehen sich die beiden gezwungen, das erste Mal seit langer Zeit wieder einen Fuß vor die Haustür zu setzen. Ein Entschluss mit weitreichenden Konsequenzen …

Meine Meinung:

Ich finde das Cover wunderschön und vor allem der Titel hat ich angesprochen, der Inhalt leider gar nicht.
Sie retten nicht die Welt und überhaupt habe ich den Sinn dieser Geschichte nicht verstanden.

 Camilla und Giulia sind zwei Damen, älteren Kalibers. Sie sind die Prinzessinnen, wohnen in einem alten Palazzo, kleiden sich elegant, spielen Klavier, schauen ihren Fischen im Aquarium zu, starren die Tapete an und verlassen das Haus nie.
Während Camilla oben viel Ordnung hält, beherbergt Giulia unten ein wahres Labyrinth aus antiken Schätzen, Kommoden, Sofas, kunstvolle Teppiche...
Sie verlassen das Haus nie und verlieren sich nur in ihren Erinnerungen an die guten alten Zeiten.

Und nehmen Drogen.

Als sich herausstellt, dass ihr Dealer tot ist, stehen die beiden vor einem Problem und so wagen sie sich hinaus in die Stadt Florenz auf der Suche nach einem neuen Dealer.
Dabei verunstalten sie versehentlich die Menschen, machen sich Feinde, werden zu Mörderinnen und schaffen es trotz ihres Alters durch ihre ganz eigene schräge Logik die Betrüger und Verbrecher auszutricksen.

An sich ist die Geschichte wirklich drollig geschrieben und am Anfang hat mir das auch noch ganz gut gefallen, aber die Spannung verliert sich einfach und es ist immer der gleiche Ablauf. Die Dialoge zwischen Giulia und Camilla scheinen sich zu wiederholen. Die eine rezitiert immer Sprüche und Verse, die andere bringt immer ihre Redewendungen an, sie reden scheinbar aneinander vorbei und verstehen sich doch mühelos.
Mit diesen beiden hat der Autor zwei schrullige, verrückte Omis geschaffen, wie man sie einfach gern haben muss und auch in mir selbst keimt so der Gedanke auf, später schräg sein zu wollen, explizit, eine Oma mit ihren Marotten.
Doch die Spannung verliert sich. Zwar kommt Hochwasser auf und dies und jenes, aber die beiden alten Damen retten sich jedes Mal und dann kam wieder so ein merkwürdiger Dialog und es erschöpfte mich einfach, weil ich mir wie in einem Karussell vorkam.

Der Schreibstil wirkt drollig, trieft vor schwarzen Humor und bleibt dabei immer einfach und bildlich. Gleichzeitig muss man aber nachdenken, um den Gesprächen der Damen folgen zu können, auf der anderen Seite plätschert es dann aber nur so dahin.

Fazit:

Der Titel ist toll, passt aber meiner Meinung nach so gar nicht zur Geschichte. Ich kann mir dieses Buch sehr gut als Klamauk verfilmt vorstellen, aber für eine Geschichte ist sie mir doch etwas zu langatmig.




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