Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension zu Unter dem Safranmond von Nicole C. Vosseler

Schön
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Oxford, 1853. Maya Greenwood lauscht wie gebannt den Geschichten eines seltenen Gastes: Ralph Garrett, der in der britischen Armee in Indien dient. Als er ihr den Hof macht, rückt ein abenteuerliches Leben in der Fremde für die junge Frau in greifbare Nähe. Ihre Familie ist gegen die Verbindung, und so brennt Maya kurzerhand mit Ralph durch. Als er nach Arabien entsandt wird, fällt Maya in die Hände von Beduinen. Dort erlebt sie den wahren Orient - und muss sich eingestehen, dass der Anführer der Wüstenkrieger, der charismatische Rashad al-Shaheen, auch ihr Herz gefangen hält ...

Meine Meinung:

Ich habe schon viele Bücher von Nicole C. Vosseler gelesen, daher habe ich mich schon sehr auf diesen historischen Roman gefreut und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Es ist die Lebensgeschichte der Maya Greenwood. Sie gilt als Blaustrumpf, will sie heimlich Bücher aus der Bodleian Library ausleiht, liest und Sprachen lernt. Sie hält nicht viel vom koketten Augenaufschlaf und jedem feinen Musselin und dieser herrlich zarten Seide wie ihre jüngere Schwester Angelina, sondern möchte die Welt sehen, studieren, und endlich raus aus den engen Gassen.

Als sie den Studenten Ralph kennenlernt, ist er ihre Chance ins Ferne Land zu ziehen und sie brennt kurzerhand mit ihm durch.
Doch schon recht bald, muss sie feststellen, dass nicht alles so rosig ist wie sich das gedacht hat - und dann wird sie entführt.

Ich fand ihr Leben sehr aufregend. Es hat lange bis zur Entführung gedauert, aber das hat mich keineswegs gestört, weil ihr ihr Leben als ganzes schön fand. Die Zeit in Oxford hat mir besonders gut gefallen.
Gleichzeitig hat die Autorin auch die historische Persönlichkeit Richard Francis Burton mit eingebaut. Es gibt viele tolle Landschafts- Orientbeschreibungen, man erfährt als Leser viel über die Sitten, aber auch im generellen über diese historische Zeit, die Kriege, das traditionelle Leben, das Denken und Handeln der Frauen und deren Ausbruch aus ihrer ihr zugedachten Rolle.

Alle Charaktere wurden liebevoll gezeichnet. Habe ich die Mutter am Anfang gar nicht gemocht, war ich zum Ende hin sehr überrascht. Auch aus Maya ist eine erwachsene Frau geworden und irgendwie machen diese Lebenswandel- und Generationengeschichten die Bücher der Autorin auch aus.

Ich mag ihren Schreibstil und fühle mich einfach wohl beim Lesen. Es entspannt und wirkt beruhigend. Ich rase hierbei nicht durch die Seiten und kann das Buch auch mal aus der Hand legen, was mitunter wirklich auch sehr schön sein kann.

Fazit:

Unter dem Safranmond gehört mit zu ihren schönsten historischen Romanen, die ich bisher von ihr gelesen habe.

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