Mittwoch, 7. Oktober 2015

Rezension zu Songs of Revolution

Die schillernde Welt der Magie der Musik
 

Inhalt vom Buchrücken:

Anthem ist 18 Jahre alt und er will eigentlich nur eins: echte Musik machen. Doch er lebt in einer Gesellschaft, in der genau das mit dem Tod bestraft wird. Menschen dürfen nur künstlich erstellte Musik hören, ausschließlich produziert, um süchtig zu machen. Tagsüber dient Anthem dem System, doch abends folgt er seiner wahren Bestimmung: Er macht Musik mit seiner Band. Als die Repressalien der Machthaber unerträglich werden, beschließen Anthem und seine Freunde, sich zu erheben: Zusammen mit der schillernden Haven will er eine Revolution anzetteln - und mit der Kraft echter Musik möglichst viele Anhänger mobilisieren.

Meine Meinung:

Die Idee fand ich sehr gut, leider konnte mich jedoch die Umsetzung nicht ganz überzeugen.

Anthem wächst in einer Welt auf, in der die Bürger durch Musik in Schach gehalten werden. Künstliche Musik ist wie eine Droge. Es gibt festgelegte Clubs, die sie besuchen müssen und die Regierung, der Kon, überwacht, ob sie regelmäßig sich Streams laden.

Am Anfang wirkt alles noch sehr verwirrend, doch schon recht bald taucht man in das von der Autorin geschaffene System ein. Sobald die Bürger die Musik aus Lautsprechern hören (in Streamen durch Kopfhörer), beruhigen sie sich. Sie geraten dann in eine Art Trance, in der sie nichts mehr von der Außenwelt mitbekommen. Gibt es einen Aufstand auf öffentlicher Straße, so kommen die Polizisten mit ihren Shuttles angerast und lassen Musik über den Platz schallen und augenblicklich werden die Bürger in den Sog der Musik gezogen und somit bewegungsunfähig.
Die Musik kontrolliert die Menschen - und macht sie abhängig.
Auch Anthem ist schon längst süchtig, seine Mutter ist bereits an der Musiksucht gestorben, sein Vater liegt nur noch ganz weggetreten auf dem Sofa.

Doch wehe einer hält nicht seine tägliche Dosis Musik ein - dann steht sein Leben auf dem Spiel. Selbst Musik zu produzieren ist aber verboten, selbst das Summen eines Liedes wird schon bestraft.

Die Grundidee dieser Dystopie hat mich fasziniert. Die Welt ist auf eine gewisse Art und Weise bekannt, aber durch diese greifbare Macht der Musik auch wieder ganz neu.

Dennoch konnte mich die Umsetzung so gar nicht überzeugen. Der Einstieg dauerte mir einfach zu lange und erst ab der Hälfte des Buches kommt es zur Wendung, dass Anthem sich das nicht mehr länger gefallen lassen möchte.
Trotzdem fand ich ihre Rebellion ziemlich schleppend und irgendwie fehlte da einfach der gewisse Funke.
Die Charaktere fand ich rein äußerlich sehr interessant. Sie tragen leuchtend bunte Haare, knallpink, blaue Strähnen in den Haaren, knallgelbe Fingernägel, egal ob männlich oder weiblich, und auch das mit dem Verlieben ist viel offener als noch bei uns. Im Grunde sind die Bürger dort alle bi und gehen mal mit ihrem eigenem Geschlecht aus, und knutschen am nächsten Tag wieder jemand anderen.

Das Ende konnte mich dann wieder mehr begeistern. Es hatte etwas leichtes und schönes an sich und bestärkt einem die Hoffnung nie aufzugeben und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Fazit:

Die Idee ist klasse und ich denke Musikfans, Freunde und Mitglieder von Bands, Partymäuse werden sich wohl fühlen und sich in die Beschreibungen der Musiksounds einlullen lassen, dennoch hätte ich mir mehr Schmackes und Action gewünscht.

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