Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezension zu A little too much von Lisa Desrochers

Einfach eine wunderschöne Liebesgeschichte


Inhalt vom Buchrücken:

Hilary, 20, möchte nichts lieber, als ihre Vergangenheit inklusive Alessandro Moretti vergessen. Sie meint, ihr Leben im Griff zu haben, als Alessandro plötzlich wieder vor ihr steht. Noch attraktiver als früher kommt er ihr gefährlich nahe. Ihm kann sie nichts vormachen, er ahnt, dass sie ein Geheimnis hat. Hilary merkt, dass sie dabei ist, sich wieder in ihn zu verlieben. Sie muss sich entscheiden: Wahrheit oder Lügen – Vergangenheit oder Zukunft?

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mir noch viel besser gefallen als der erste Teil. Ich bin einfach durch die Seiten gerast und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und gleichzeitig war ich total traurig, als es dann doch vorbei war.
Ich hätte ewig die Geschichte von Alessandro und Hilary weiterlesen können.

Alessandro kennen wir schon aus Band 1. Er wollte ursprünglich Priester werden, umso für seine Vergangenheit zu büßen.
Sein Vater starb bei dem Terroranschlag auf das World Trade Center, seine Mutter erholte sich nie davon und er und sein Bruder gerieten als Kinder auf die schiefe Bahn, dealten mit Drogen, benutzten Waffen usw. usf.
Im ersten Band lernt er Lexie kennen, die ihm die Augen öffnet und zeigt was Liebe und was Leben heißt und das er mit der Verpflichtung nur der Kirche zu dienen, den falschen Weg gehen wird.

Also reißt er aus Rom zurück nach New York um sich dort seinen Gespenstern zu stellen.

Hilary hatte auch keine leichte Kindheit. Dazu möchte ich nicht so viel sagen, dass sollt ihr als Leser selbst herausfinden. Jedenfalls ist aus dem schwachen, zarten, ängstlichem Mädchen von damals eine erwachsene Frau geworden. Sie hat sich einen Schutzpanzer zugelegt und lässt keine Liebe zu. Sie gibt sich cool, unnahbar, stark - keiner kann ihre weiche Seite hervorbringen.
Sie arbeitet abends in einer Bar und versucht tagsüber durch diverse Castings sich einen Namen am Broadway zu machen um bekannte Schauspielerin zu werden.
Sie dachte, die Vergangenheit läge hinter ihr - bis Alessandro Moretti eines Tages vor ihrer Tür steht - ihre erste große Liebe aus dem betreuten Wohnheim.
Damals war sie 14. jetzt 21 und doch konnte sie ihn nie richtig vergessen.

Wenn das mal nicht eine schöne Ausgangslage für eine Liebesgeschichte ist. Ich bin hin und weg. Mir hat die Geschichte einfach super gefallen.
Denn so einfach ist das für die beiden nicht. Hilary verkraftet die einstürmenden Erinnerungen nicht so gut. Es geht um Vertrauen, aber auch den unerschüttlichen Zusammenhalt in der Familie. Doch der einzige Mensch, der in all den Jahren zu Hilary hielt, ihre Schwester Mallory, scheint ganz gegen das Phantom aus alten Zeiten zu sein.

Hilary wirkt auf mich tief verletzt und weich. Und doch hat die Autorin ihren Schutzpanzer und all ihre Beweggründe für ihr Verhalten sehr gut dargestellt. Ich konnte sie gut nachvollziehen und auch ihre Entwicklung miterleben.
Alessandro mochte ich schon aus Band 1 und das hat sich nur noch mehr gefestigt. Er ist ein sexy Boxer, mit tollen Armen zum Anbeißen, olivbrauner Haut, schwarzen Locken und strahlt eine Schönheit und Selbstbewusstheit, ja sogar laszive Gefährlichkeit aus, obwohl er total lieb und vorsichtig ist und jede Menge Disziplin hat.

Neben der Handlung mochte ich wieder einmal wie die Autorin geschickt uns interessante, seltene Highlights der Stadt zeigte. Schon im ersten Band verlor ich mich ganz in Rom. Diesmal verband sie geschickt Augenblicke mit Attraktionen in New York und offenbarte ein New York, das nicht jeder kennt und erwartet.

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Er hat etwas angenehm ruhiges an sich, das mich durch die Seiten fließen lässt, ohne es zu bemerken. Sie trifft den Kern, lässt nichts weg oder schreibt zu viel. Für mich war alles genau richtig.

Fazit:

 A Little too much hat mir noch besser gefallen als A Little too far. Ich mag Lisa Desrochers Schreibstil sehr und hoffe auf mehr Bücher von ihr.

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