Donnerstag, 15. Oktober 2015

Rezension zu Die Dreizehnte Fee von Julia Adrian

Märchenhaft grausam
 

Inhalt vom Buchrücken:

Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. »Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Meine Meinung:

Die Dreizehnte Fee ist ein düsteres Märchen für Erwachsene und hat mir sehr gut gefallen.
Lilith war vor tausenden von Jahren die Königin. Sie war die mächtigste Fee von allen und beherrschte das ganze Land Pandorra. Sie erschuf magische Gesetze, die zum Kuss des Erweckens oder sieben Männlein im Walde führten.
Doch sie wurde hereingelegt und fiel in einen todesähnlichen Schlaf, der tausend Jahre dauern sollte, ehe sie erweckt wurde.
Doch die Welt hat sich verändert. Ihre Magie ist fort und ist plötzlich menschlich, kann Kälte empfinden und im Dunkeln nichts sehen - alles neu und fremd für sie.
Die Feen werden als Hexen gejagt.

Mir hat sehr gut die Nähe zu den Märchen gefallen. Lilith hat noch 12 Schwestern. Da wären zum Beispiel Gretchen, die Kinderfresserin.
Sie gilt unter den Menschen als grausam, weil sie Kinder mit Süßem und Gebäck zu sich lockte und fraß. Doch keiner fragte sich je warum. Keiner wusste je, dass sie selbst eine einsame traurige Frau war, die ihrem Bruder Hans hinterher trauerte.
Dann gibt es Eva die Giftmischerin, die Menschen ermorden lässt, indem sie ihnen einen vergifteten Apfel vor die Tür rollt.
Oder die Fee, die Kinder mit einer Schar von Ratten anlockt.
Egal ob Schneewittchen, der Rattenfänger von Hameln oder sonst ein anderes Märchen, sie alle sind ineinander verworben, die Namen passen gut dazu - aber hinter dem märchenhaften steckt eine tiefe traurige psychische Geschichte.

Ich finde die Charaktere sehr schön ausgearbeitet, weil sie alle ihre eigenen Gründe haben, warum sie geworden sind, wie sie sind- und auch Lilith verändert sich. Die einzige Figur, die ich noch nicht ganz so durchschaut habe und verstehe ist der Hexenjäger. Ich erhoffe mir im nächsten Band noch in bisschen mehr von ihm.

Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig, düster und schaurig, ruhig erzählt. Was mir so ein bisschen fehlt ist der Humor, aber ansonsten gibt es viele Beschreibungen und tolle magische Wortverwicklungen.

Fazit:

Die Dreizehnte Fee war ganz anders als ich erwartet habe, dennoch hat sie mir ganz gut gefallen.

1 Kommentar:

  1. Hey :)
    das Buch möchte ich wirklich gerne lesen. Ich finde das Buch klingt wirklich vielversprechend..aber ist ja bald Weihnachten, vielleicht darf es dann ja bei mir einziehen :D

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