Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension zu Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Ich hatte mehr erwartet
 

Inhalt vom Buchrücken:

Delft 1664. Die Welt der jungen Griet ist wohlgeordnet, bis ihr Vater bei einem Arbeitsunfall sein Augenlicht verliert. Sie wird Dienstmagd im Haushalt des Malers Johannes Vermeer. Die Schikanen von Vermeers eifersüchtiger Gattin ließen sich kaum ertragen, wären da nicht die Bilder des Meisters, die Griet auf magische Weise in ihren Bann ziehen. Obwohl der Zutritt streng verboten ist, wagt sich Griet heimlich in Vermeers Atelier, um dort Farben und Gegenstände nach ihren Vorstellungen zu ordnen. Immer häufiger ruht nun der Blick des Künstlers auf ihr, und Vermeer beginnt, sie heimlich zu malen. Als er Griet schließlich bittet, einen Perlenohrring anzulegen, beschwört das eine Katastrophe herauf.
Lassen Sie sich einfangen von einem "erzählerischen Zauber, der Vermeers bekanntem Gemälde mehr als würdig ist".

Trailer zum Film:



Meine Meinung:

Ich finde die Geschichte ist dem Bild mehr als würdig. Da hat die Autorin ein wirkliches Künstlerauge und die Entstehung dieses Gemäldes fantastisch umgesetzt. das fand ich sehr spannend zu malen, zumal man sehr viel vom naturell des Malers erfahren hat.

Aber ich mochte eben nur den Teil von Vermeer sie anfängt zu malen und das passiert erst im letzten Drittel. Davor lernt man Griet und ihre Familie kennen. Als ihr Vater sein Augenlicht verliert, kann er seinen beruf als Fliesenmaler nicht mehr ausüben und Griet wird als Dienstmädchen bei den Vermeers angestellt, um Geld für die Familie nach Hause zu bringen.
Geschichtlich gesehen hat die Autorin ein Leben in der Kleinstadt Delft schön recherchiert und beschrieben. Das Leben ist hart. Griet scheuert und wäscht und schrubbt, sie rackert sich ab und stößt in der Familie auf viele Feinde.
Sie wird gemobbt, gedemütigt, aber kann sich doch nicht wehren und muss sich stets unterordnen und sich ihrer Herrin fügen.

Der Grundstoff der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die Idee, dennoch dauerte es mir einfach zu lange, bis die Autorin zum Kern der Geschichte und zum Gemälde kam.
Gut hat mir ihre Vision von Vermeer und seiner Familie gefallen. Es ist wenig über den Maler bekannt, aber das was ich im Netz gelesen und herausgefunden habe, hat sie auch in die Geschichte mit eingearbeitet.

Leider konnte ich mit den Charakteren überhaupt nicht warm werden. Weder Vermeer,
noch seine Frau du Kinder konnte ich ins Herz schließen, aber auch Griet war mir einfach zu ruhig, zu still, zu fügsam und ich habe ihre Handlungen und Gedankengänge oft nicht nachvollziehen können. Mag sein, dass vieles in der Zeit eben so üblich war, dennoch fand ich sie seltsam - auch dass sie alles für sie behält und ihre Geschichte in ihr kleines Herz einschließt und mit ins Grab nehmen möchte. Ich wurde einfach nicht schlau aus ihr.

Der Schreibstil konnte mich nicht begeistern. Die Geschichte plätschert vor sich hin, erst im letzten Drittel flackerte für mich die Spannung auf, aber im Gesamten war ich wirklich von der Geschichte enttäuscht.

Fazit:

Die Entstehung des Gemäldes wurde spannend umgesetzt, der Rest ist für mich eher flach. Vielleicht ist der Film besser.

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe! :)

    Schade, dass dir das Büchlein nicht ganz so gut gefallen hat. Ich war schon ganz gespannt auf deine Rezi, da Vermeer einer meiner liebsten Künstler ist. Natürlich kenne ich auch die Verfilmung zum Buch. Vielleicht sagt diese dir ja mehr zu.

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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    1. Das Bild und Vermeer waren ja auch gut umgesetzt, aber eben der Rest...

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