Sonntag, 6. September 2015

Rezension zu Dark Wonderland -Herzkönigin von A.G. Howard

Total abgedreht, verrückt, albern und einfach eine fantastische Reise ins Wunderland
 
 


Inhalt vom Buchrücken:

Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?



Meine Meinung:

Ich habe es ja schon oben ein bisschen gesagt.
Zu diesem Buch fallen mir genau die Schlagworte ein:
Total abgedreht
Verrückt
Albern
Genial
Chaos
Magie
PHANTASIE
Mit diesem Buch wurde ich einfach in eine fantastische Reise ins Wunderland hinein geführt - es hat mir so viel kindliche Freude bereitet, es zu lesen, ich mag gar nicht genug davon bekommen.

Das Buch ist sehr nah an die Originalfassung gehalten, die man gelesen haben sollte. Immer wieder werden Parallelen zu Lewis Carrolls Werk gezogen - und genau das fand ich grandios.
Die Autorin hat das Originalwerk Stück für Stück auseinander genommen und eine ganz neue Ebene hinein gelegt.

Denn die kleine Alice hat damals natürlich nicht nur geträumt, sondern ist wirklich in das Kaninchenloch gefallen. Doch das Kaninchen ist gar kein Kaninchen, sondern ein dünnes, kleines klappriges Skelett mit einem Gewehr auf dem Kopf, dass aussieht wie zwei Hasenohren. Der kindliche Verstand kann das noch nicht erfassen und so glaubt Alice ein Kaninchen zu sehen und erzählt dies Lewis Carroll, der ihre Geschichte aufschreibt - und so zieht sich das durch das ganze Buch.
Denn das Wunderland ist schaurig, die Zombieblumen bringen einem zum Gruseln und gleichzeitig ist es zauberhaft.
Die Autorin sprudelt vor Phantasie.
Es ist traumhaft ihre Ideen auf dem Papier zu lesen - es ist zwar manchmal ziemlich chaotisch und verwirrend und ich blickte nicht manchmal durch, aber das tat mir meinen Lesespaß keinen Abbruch.

Immer wieder wandelt sich das Blatt und die Geschichte nimmt einen neuen Kurs. Wir sind gefangen zwischen Schein und Illusion, Täuschung und Manipulation, Wahrheit und Lüge.

Alyssa mochte ich sehr. Ich fand die zwar teilweise zu naiv, aber andererseits ist sie auch durch ihre gemeinsame Kindheit in Morpheus Bann gezogen, den ich bei weitem verführerischer fand als Jeb.
Morpheus ist ein faszinierender Charakter. Er ist als wasserpfeifende Raupe bei Alice im Wunderland bekannt, doch in den 75 Jahren, die seitdem vergangen sind, hat er im Kokon gehaust und ist als wunderschöne Motte mit schwarzglitzernden Flügeln wieder empor gestiegen.
Er wirkt geheimnisvoll, rebellisch, selbstsicher und weiß was er tut. Obwohl er Alyssa an der Nase herumführt, will er doch nur das beste für sie.
Ich mag ihn von allen Charakteren am Meisten.
Von Jeb hätte ich mir ein bisschen mehr erhofft.  Er wirkt auf mich wie ein kleiner heißer Jungsporn, etwas unsicher auf den Beinen, unsicher zu seinen Gefühlen. Am Anfang bekam er noch eine gewisse Bedeutung in der Geschichte, doch schließlich verschwindet er aus dem Stoff und ich konnte keinen richtigen Draht mehr zu ihm fassen.
Zwischen Alyssa und Jeb hätte ich mir noch ein bisschen mehr Funken gewünscht. Eine engere Verbindung besteht für mich zwischen Alyssa und Morpheus, was natürlich die Beziehungen zwischen den drei umso komplizierter gestaltet.

Aber auch die anderen Charaktere sind klasse. Da hätten wir einen Octobenus, die Elfenbeinkönigin, Schwester Eins und Schwester Zwei, die ich beide wirklich klasse finde, Friedhöfe mit toten Spielzeugen und natürlich die Armee, bestehend aus den Kartenblättern Pik, Kreuz, Herz und Karo.
Auch die Teegesellschaftszene beim verrückten Hutmacher mit der kleinen Haselmaus war göttlich.
Die kleinen Tiere sind so niedlich und wurden so zuckersüß zum Leben erwacht, man will sie einfach lieb haben du umarmen, auch wenn sie mitunter sehr missgestaltet und gefährlich sind.

Der Schreibstil war sehr genau und das ganze Wunderland wurde detailliert beschrieben. Dadurch entstand mir ein sehr eindeutiges Bild, auf der anderen Seite war es mir manchmal etwas zu langatmig. es passiert so wahnsinnig viel, aber es ist auch wirklich viel Chaos dabei und der Sinn der Geschichte springt immer wieder hin und her, dass ich zeitweilig auch das Buch mal aus der Hand legen musste, um wieder ein bisschen zur Ruhe zu kommen.

Fazit:

Nichtsdestotrotz ist Dark Wonderland noch viel besser als ich es mir vorgestellt habe und ich bin froh, das sich die Autorin so nah an die Vorlage gehalten hat. Bilder sind in meinem Kopf entstanden, meine Phantasie fühlte sich wie im Schlaraffenland!

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