Donnerstag, 10. September 2015

Rezension zu Bevor die Nacht geht

Realistisch erzählt
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Als Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick! Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt, dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie – und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst.

Meine Meinung:

Ich habe so viele positive Meinungen über das Buch gehört, dass ich mich schon richtig auf die Geschichte gefreut habe. Leider wurde ich etwas enttäuscht.
Zunächst einmal hat mir die Idee sehr gut gefallen. Kim und Jakob treffen sich in der S-Bahn. Und aus einem Impuls heraus, fragt Kim ob er sie denn nicht begleiten möchte und überraschenderweise sagt Jakob ja.
Was zunächst nur für einen kleinen Spaziergang gedacht war, entpuppt sich für Kim schnell als Mission. Denn als sie herausfindet, dass Jakob Berlin gar nicht leiden kann, beschließt sie, ihm all ihre Lieblingsorte zu zeigen und darauf war ich wirklich sehr gespannt, da ich ja auch Berlin stamme.

Der Anfang hat mir auch noch sehr sehr gut gefallen. Den Einstieg fand ich wirklich interessant gestaltet. Die Geschichte wird aus beiden Sichten abwechselnd beschrieben, sodass man auch ihre unterschiedlichen Beweggründe und Gefühle dabei erfährt.
Ich musste sogar bei der einen Szene wirklich mega lachen.

Aber danach ging es für mich irgendwie bergab. Dazu muss ich sagen, wirkt auf mich das Berlinbild sehr verzerrt. Ich habe es in der Geschichte anders wahrgenommen, als ich es aus der Realität kenne. Manch andere Gegenden aber fand ich wieder wirklich authentisch. Ich bin da wirklich zwiegespalten, was die Stadtbeschreibung in der Geschichte angeht. Denn ich liebe Berlin, aber aus ein paar anderen Gründen als Kim und ich hatte mir einfach ein paar mehr schöne Lieblingsplätze noch gewünscht, denn manche waren für Kim heilig und ich sehe sie als 08/15 an und hätte, um Jakob von der Schönheit der Stadt noch ganz andere Orte gezeigt.
Aber das nennt man künstlerische Freiheit.

Doch auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Mit Kim bin ich leider gar nicht warm geworden. Sie ist ein lebensfroher, wilder, offener Mensch, dennoch erreichte ich keine Tiefe bei ihr. Ich weiß eigentlich immer noch nicht, wie es tief in ihrem Herzen aussieht, wie es ihr wirklich geht unter den Umständen, wie sie lebt und aufwächst.
Bei Jakob fand ich das schon besser gelungen, aber auch ihn konnte ich nicht einschätzen. Es gab Momente da dachte ich, was für ein toller Kerl, und im nächsten Moment war ich von ihm enttäuscht.

Dennoch passen beide ganze gut zusammen.
Der Schreibstil konnte mich nicht vom Hocker reißen. Ich habe auch mal ein paar Seiten nur überflogen - für mich fehlte da einfach die Spannung. Die Geschichte stand still und es ging kaum voran, wo ich doch so viel Potenzial in der Geschichte sehe, die meiner Meinung nach, nicht voll ausgeschöpft wurde.

Fazit:

Ich kann mich leider den meisten nicht anschließen. Mich konnte die Geschichte weder faszinieren, noch haben mich die Charaktere oder der Schreibstil überzeugt. Schade!

Kommentare:

  1. Hallo Fiorella, :)
    schade, dass dich das Buch nicht so richtig überzeugen konnte, aber wenn man Berlin so gut kennt, dann ist das Leseerlebnis ja auch noch etwas ganz anderes. Ich dachte ja, die, die sich in Berlin auskennen, würden die Geschichte noch viel besser finden. Aber klar gibt es auch die entgegengesetzte Richtung und wenn du noch schönere/besondere Orte kennst, dann ist das natürlich enttäuschend, trotz künstlerischer Freiheit. ;)

    Liebe Grüße,
    Marina

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