Mittwoch, 2. September 2015

Rezension Margos Spuren von John Green

Leider hat es mir nicht gefallen
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt und unerreichbar. Doch dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Es beginnt eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Meine Meinung:

Ich stand dem Buch lange skeptisch gegenüber. Der Inhalt hat mich nie wirklich gereizt. Aber dann hat es mir meine Freundin geschenkt und noch eine andere Freundin schwärmte, wie toll doch das Buch sei, und jemand meinte, er hätte mega viel gelacht bei diesem Buch - und dann kam auch noch der Film heraus...also habe ich mich schlussendlich doch gefreut, dieses Buch zu lesen, auch wenn ein paar andere Meinungen hinzukamen.

Leider hat mich dieses Buch enttäuscht und ich bin froh, dass ich nicht allein damit stehe.
Der Anfang hat mir auch noch sehr gut gefallen. Wir lernen Quentin und seine Familie kennen, erleben ihn in der Schule und wie seine Mitschüler drauf sind, was die Highschool ausmacht und mit was für nichtigen Problemen er sich herum schlägt. Eben ein etwas unpopulärer Junge, der sich durch seine Jugend schlägt.
Quentin war nie der Obermacker oder coole Draufgänger, sondern ist er von schmächtiger Gestalt und spielt mit seinen besten Kumpels Ben und Radar Computerspiele. Er machte fleißig seine Hausaufgaben, schwänzte nie die Schule und bewunderte vom Weiten Margo Ruth Spiegelmann, seine Nachbarin, mit der er als Kind befreundet war.

Soweit so gut. Doch plötzlich eines Nacht klopft Margo an sein Fenster und stiftet ihn dazu an, gemeinsam mit ihr einen nächtlichen Trip zu veranstalten, in denen sie Streiche spielen, einbrechen und über die Welt philosophieren.

Die Idee fand ich super, aber bei der Umsetzung haperte es für mich. Irgendwie konnte mich John Greens Schreibstil nicht mitreißen und ich konnte auch nicht lachen und doch war dieser Part noch der beste vom ganzen Buch.
Denn am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Wie schon so oft und Quentin ist felsenfest davon überzeugt, dass sie von ihm gefunden werden möchte.
Und so begibt er sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche nach ihr. Sie untersuchen Hinweise, forschen nach Dingen, die sie absichtlich zurückgelassen haben könnte, recherchieren viel im Internet und wollen Margo verstehen lernen.

Ich fand es ziemlich merkwürdig, dass sich so viele Jugendliche auf die Suche nach ihr machen, wenn sie dafür bekannt ist, dass sie regelmäßig verschwindet und dann wieder auftaucht, wenn sie wissen, dass sie ein kleines Problemchen hat, verrückt und schrill ist und die Truppe Jungs und Margo waren nie befreundet. Nur weil um sie eine Legende rankt, klemmen sie sich wie verrückt dahinter.
Und irgendwie hat mich das gelangweilt. Zwar war es manchmal interessant, was John Green sich da ausgedacht hat und wie ein Hinweis zum nächsten führt, aber es war für mich einfach viel zu unrealistisch. Ich kann mir eine so aktive Suche nicht vorstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einfach Türen ausgehebelt werden und das ei und das selbe Buch dreitausendmal gelesen wird, in der Hoffnung etwas zu entschlüsseln.
Und es ging nicht vorwärts. Die Jungs drehten sich immer wieder im Kreise.

Zum Ende hin wurde es für mich erstmalig amüsant, als Ben, seine Freundin Lacey, Radar und Quentin einen Roadtrip veranstalten. Ich fand die zwar alle extrem kindisch und unreif in ihrem Verhalten, wenn man bedenkt, dass sie ihren Abschluss machen und dann aufs College gehen wollen. Sie wirkten für mich alle wie kleine Jungs von 13 und 14 und nicht wie angehende Studenten.
Ihre Gespräche fand ich flach und blödsinnig und wo Greens Philosophie sein soll, ist mir schleierhaft.
Dennoch war der Roadtrip mal etwas anderes, neu und witzig.

Das Ende jedoch zog für mich wieder alles herunter. Margo ist eben wie ich erwartet hatte und auch Quentin trifft nun der Schlag und er wird von seinen Träumen auf den Boden der Tatsachen herunter geholt. Das Ende war für mich absehbar, aber genau weil das Ende so war, wie es war, ergibt für mich die Geschichte einfach keinen Sinn du ich weiß nicht warum ich sie gelesen habe.

Fazit:

Ich verstehe den Hype um Margos Spuren nicht. Mich konnte das Buch überhaupt nicht mitreißen oder reizen. Ich fand keine Philosophie, keine tollen Zitate, die Dialoge fand ich übertrieben, kindisch und der Sinn dieser Geschichte erschließt sich mir nicht. Das tut mir Leid.

Kommentare:

  1. Hey :)
    Ich bin ehrlich gesagt kein Fan von John Greens Büchern. Das Schicksalist ein mieser Verräter hab ich als Hörbuch gehört, das war ganz okay aber jetzt nichts besonderes...dann hab ich noch Alaska gelesen, das mochte ich überhaupt nicht.
    Den Hype um seine Bücher kann ich nicht ganz nachvollziehen, deshalb werde ich Margos Spuren auch nicht lesen...
    Liebe Grüße

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    1. Eine wie Alaska habe ich damals in der Schule in englisch den Anfang gelesen - fand ich schon doof, also daher werde ich auch keins mehr lesen.

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    2. Reicht dann ja auch wenn man sich die,eventuell noch erscheinenden Filmedazu anschaut :D

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  2. Huhu,
    schade, ich würde das Buch gerne lesen, aber jetzt zweifel ich dann doch eher. Na mal sehen. :)

    Lieben Gruß
    Steffi
    (Kennst du schon mein Gewinnspiel? ;) )

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    1. Hi Steffi,
      naja magst du denn seine anderen Bücher?

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