Montag, 3. August 2015

SEGELYACHT

 
Hey ihr Lieben,
letzte Woche war ich für vier Tage auf der Segelyacht und habe meine Freundin besucht.
Sie arbeitet dort als Crewmitglied und ich habe ihr geholfen die Gäste zu bedienen, Essen zu kochen, abzuwaschen und habe ganz nebenbei das Segeln kennengelernt.
 

 
Die Segelyacht Ahab kann man buchen. Sie ist 16 Meter lang, hat 5 Kabinen je 2 Personen und vorne noch eine Skipperkammer, sowie 3 WCs.
 
Es war ziemlich interessant, sozusagen mal hinter die Kulissen zu gucken.
Am Mittwoch war ein Hiddenseetörn, d.h. wir sind mit 8 Gästen von Stralsund aus 3 Stunden nach Kloster gesegelt. Dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt und sind dann wieder 3 Stunden zurück gesegelt.
Solche Törns sind alle mit Vollzeitverpflegung. Wir machen Frühstück, richten Käse- Wurst- und Obstplatten an, schneiden Gemüsesticks, kochen Tee und Kaffee und reichen den Gästen Kuchen oder Kekse zur Kaffeezeit, bringen ihn Säfte und sorgen dafür, dass diese sich wohl fühlen.
 
Am Mittwochabend bin ich dann die Mittwochsregatta mitgefahren. Jeden Mittwochabend findet ein Wettrennen vor dem Stralsunder Hafen statt, in der die Segelboote 3 Stunden lang, dem Sonnenuntergang entgegen versuchen als erste über die Ziellinie zu segeln.
 
Und dort habe ich erst mal erfahren, was es heißt zu Segeln. Ich hatte ja vorher gar keine Vorstellung davon, aber bei der Regatta müssen alle mit anpacken.
Der Baum und die Fock (zwei Segel) müssen angezogen werden, man zieht an den Strippen, kurbelt sie fest oder lockert sie um die Kurve wieder.
Wir sind erst ein Dreieck gesegelt, dann eine Banane und dann wieder ein Dreieck und auch hier gibt es verschiedene Klassen.
 
Wir waren die ganze Zeit vorne und auf den letzten paar Metern wurden wir überholt und belegten den zweiten Platz, was aber auch ganz toll war.
 Danach wurde gegrillt am Hafen, die Siegerehrung fand statt und man saß gemütlich, wenn auch etwas kalt beisammen.
 
Am nächsten Tag, Donnerstag und Freitag, war der Störtebeckertörn. Wir waren 13 Personen auf der Segelyacht und es war mit Übernachtungsgästen.
Normalerweise braucht mal von Stralsund nach Ralswieck, Rügen) 6 Stunden. Aber es war so windig und stürmisch, dass wir zwischenzeitlich mit 8 Knoten gesegelt sind und es sogar in 4 Stunden geschafft haben.
 
Zu Mittag reichten wir eine Nudelsuppe mit Brot zum Aufwärmen und abends wurde wieder gegrillt, es gab Salate und gegrilltes Gemüse dazu und die Atmosphäre war echt angenehm.
Wir hatten super nette Gäste, mit denen ich mich super verstanden habe. Eine Gruppe kam aus Thüringen und sie hatten Thüringer Bratwürste mit. Ich hatte noch nie welche gegessen und es war sehr interessant, die Enden  im Wasserbad erst nochmal zu zwirbeln.
 
Am Abend waren wir dann bei den Störtebecker Festspielen. Es hat in Strömen geregnet und wir waren klitschnass, aber die Vorstellung war trotzdem schön.
 
Aber ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass Störtebecker geköpft wird und dann trat das nicht ein! Weil es diesmal eine andere Episode aus seinem Leben war. So ein Mist aber auch!^^
 
Abends gab es dann noch Schokolade und Gummibärchen und ein paar gute Tropfen.
 
Am nächsten Tag haben wir die Reste des Grillfleisches klein geschnitten und daraus eine Tomatensuppe gemacht.
Ich staune immer wieder, wie viel auf so ein Boot passt. Die meisten Lebensmittel lagen im Boden, effektiver Stauraum, alles wird praktisch genutzt. Die Türen haben Knöpfe, damit sie bei Seitenlage nicht aufklappen und auch der Herd hält die Wage, damit das, was auf dem Herd steht, nicht runter fällt.
 
Auf jeden Fall war es ein unglaubliche Erfahrung, weil ich vorher nicht wusste, was Segeln wirklich bedeutet und viel man dort mit den Seilen an den Segeln arbeiten muss.
 
Hier noch mal ein paar Bilder:
 
 
Unter Deck
 
 
Das Pump WC
 
 
 
Die Kajüten für die Gäste
 
 
So sieht der Boden aus, da dort fast alle Lebensmittel liegen
 
 
 
Ein paar Gäste
 
 
Ich hatte Top, Pulli, Weste und zwei Jacken an und über meiner Hose noch den sogenannten "Segelschlüpfer", der wie eine Skihose aussieht. Es war echt ziemlich kalt und windig.
 
 
Der Leuchttor auf Hiddensee bei Kloster.
 
 
 
Hier kann schön sehen, wo es regnet :-)
 
 
7,9 Knoten Geschwindigkeit.
 
 
Ein Gewitter zog auf, es blitzte sogar und die Gäste mussten alle unter Deck gehen und möglichst nichts Metallisches anfassen. Wir hatten auch zwei Schlauchboote an Bord.
 
 
 
Abends zur Regatta war das Wetter dann wieder sonnig.
 
 
 
Am Stift konnte man auch immer sehr schön die Seitenlage erkennen.
 
 
An diesem "Ding" wurde gekurbelt, das Seil gezogen oder locker gelassen für den "Baum".
 
 
 
 
 
 
 
So sah unsere Crewkabine aus^^ sehr ordentlich oder?, Aber hier wurde immer alles rein geschmissen, was gerade nicht gebraucht wurde, wie Sitzkissen ect.
 
 
Abends nach dem Störtebecker haben wir alle unsere Jacken und Hosen auf die Wäscheleine gehangen. Es hatte etwas gemütliches an sich.
 
 
Störtebecker
 
 
 
Nochmal ein Bild von der Seitenlage unter Deck. Man kann nicht normal laufen :D Sondern muss sich echt festhalten und alle Becher ect. rutschen ja dann auch weg und müssen in sichere Behälter.
 
 
 
Zum Schluss saßen/ lagen wir nochmal vorne.
 
 
 
 
 
Wart ihr schon mal Segeln oder habt etwas Vergleichbares gemacht?
 
<3 Fiorella
 
 
 

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