Sonntag, 12. Juli 2015

Rezension zu Liebe ist was für Idioten wie mich von Sabine Schoder

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
 

Inhalt vom Buchrücken:

Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht. Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Ihre Mutter: tot. Ihr Vater: ständig besoffen. Ihr Herz: gebrochen. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man mit einem Typen im Bett landet, den man eigentlich total bescheuert findet. Wirklich. Kein großes Ding. So was passiert. Aber ausgerechnet mit Jay? Nein! Ganz. Sicher. Nicht. Oder vielleicht doch?



Meine Meinung:

Das Buch ist so viel mehr, als das, was der Klappentext aussagt.
Der Inhalt hat mich interessiert und so klappte ich gestern Abend neugierig die erste Seite auf.
Am Anfang war ich etwas enttäuscht. Der Schreibstil im Präsens ist ziemlich abgehackt mit kurzen Sätzen und vielen Eindrücken auf einmal. Negative Gefühle, schwarze Emotionen, wie dumpfes, vergängliches, Trauer und Wut stürmten auf mich ein und ich sah dem weiterem Handlungsverlauf eher skeptisch gegenüber.
Ich kann nicht sagen, wann genau die Wandlung eintritt und es war auch kein bestimmter Moment, aber ich floss in diese Geschichte hinein und mit jeder Zeile wurde sie intensiver, schöner, spannender und das Buch riss mich mit, sodass ich einfach nicht aufhören konnte das Buch aus der Hand zu legen.
So viele weitere Facetten sprudeln hervor und auf jeden Überraschungsmoment baute sich eine neue schockierende Phase auf.
Und das hat mir auch besonders gut gefallen. Die Spannung war durchweg vorhanden, verblasste nie, sondern steigerte sich immer weiter bis zur letzten Seite. Die Handlung war unvorhersehbar und ich habe auf der letzten Seite erst vor Trauer geheult, um dann vor lauter Erleichterung in Tränen auszubrechen, bis ich wieder ganz sentimental wurde und tief schluckte.

Was am Anfang als eine harmlose Jugendstory beginnt, entpuppt sich als so unglaublich tiefgreifend und ich kann wirklich nur sagen, das das Buch wie eine Zwiebel aufgebaut ist. Immer mal wieder wird eine weitere Schale abgestreift und mit jeder Schale kommen wir dem Kernpunkt der Geschichte näher.

Viki trägt schwarz. Dabei ist sie kein Gothic, sondern hat einfach zu wenig Geld um sich neue Klamotten zu kaufen. Und so färbte sie babyrosa Socken, und bunte Kindershirts einfach schwarz ein. Ihre Mutter ist gestorben, als sie 7 Jahre alt war, ihr Vater hasst sie und betrinkt sich nur. Viki ist auf sich alleine gestellt, versucht über die Runden zu kommen und überlebt eigentlich nur aufgrund der tatkräftigen Unterstützung ihrer Freunde.
Ich muss gestehen, am Anfang mochte ich sie nicht. Sie war mir unsympathisch, zu grell und düster, aber sie hat ein sehr weiches und liebes Herz.
Jay fand ich klasse. Aber bei den Jungs ist das auch immer irgendwie leichter als bei den Mädels. Er hat ein kleines Drogenproblem und bald verstärkt es sich immer mehr, er nimmt Tabletten, bekommt Suchtzustände - aber es ist nicht immer so wie alles scheint, denn unter der harten spröden Oberfläche wo Drogen, Partys und Sex lauern, steckt ein einziger Tag, der alles ins Bodenlose rutschen lässt.
Und genau mit dem habe ich überhaupt nicht gerechnet.

Die Freunde, allen voran Mel sind einfach goldwert und passen auf Viki auf. Die Schulszenen waren amüsant und zwischen all diesen Hoch und Tiefs lagen immer wieder sarkastische Bemerkungen, humorvolle Dialoge und liebevolle Spitzen, die die Geschichte für mich wirklich greifbar machten.

Fazit:

Liebe ist nur was für Idioten wie mich hat mich überrascht und vollkommen überzeugt. Es ist ein tiefgründiges Buch über Drogen, den Tod, das Leben danach, die erste Liebe, Gefühle, aber auch der Zusammenhalt von Menschen, egal ob Familie oder gute Freunde. Es ist ein Buch an die Hoffnung und an das Licht an dunklen Tagen - sehr schön.

Kommentare:

  1. Hey Fiorella, :)
    das klingt wirklich gut. :) Und der Buchtrailer macht auf jeden Fall Lust auf mehr. :) Das Buch werde ich mir definitiv merken. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

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  2. Das Buch spricht mich auf den ersten Blick nicht an, aber jetzt hast du mich neugiereig gemacht... Wenn ich es mal in der Buchhandlung sehen sollte werd ich mir das vielleicht sogar mitnehmen.

    Liebe Grüße :)

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    1. Das ist schön :-) Na du kannst ja noch weitere Rezensionen zu dem Buch lesen, bevor du dich entscheidest :-)

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