Sonntag, 26. Juli 2015

Rezension zu Just one day von Gayle Forman

Anders als gedacht.
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Allyson Healey's life is exactly like her suitcase—packed, planned, ordered. Then on the last day of her three-week post-graduation European tour, she meets Willem. A free-spirited, roving actor, Willem is everything she’s not, and when he invites her to abandon her plans and come to Paris with him, Allyson says yes. This uncharacteristic decision leads to a day of risk and romance, liberation and intimacy: 24 hours that will transform Allyson’s life.



Meine Meinung:

Das Buch stand auf meiner Wunschliste, hatte viele gute Kritiken und der Klappentext machte mich neugierig und versprach für eine wunderbare Liebe auf den ersten Blick. Außerdem finde ich das Cover einfach wunderschön romantisch.

He looks at me, and I feel a ripple of something flutter through me. Am I really going to do this?
"So, Lulu? What do you say? You want to go Paris for just one day?"
Seite 30

Den ersten Teil des Buches mochte ich wirklich sehr. nach ihrem Highschoolabschluss ist Allyson mit ihrer Freundin Melanie auf einer Europatour, total durchorganisiert, anstrengend und langweilig. Doch dann entscheidet sich gemeinsam mit ihrer Freundin Melanie den letzten Abend etwas völlig anderes zu probieren, stehlen sich von der Reisetruppe davon und ab da, verändert sich Allysons Leben nachhaltig.
Sie lernt Willem kennen, einen Schauspieler und wider Erwarten kommen sie recht bald ins Gespräch. Doch da kommt das Unerwartete. Willem macht ihr das Angebot Paris zu besuchen. Nur für einen tag mal eben schnell von London nach Paris mit der Bahn zu fahren, denn wer hat Europa schon je gesehen, all diese Städte Rom und Prag und Berlin, ohne je in der Stadt der Liebe gewesen zu sein?
Und eigentlich ist das auch nicht Allyson. Ihr ganzes Leben ist von ihrer Mutter durchgeplant. Sie soll Medizin studieren, und jene und diese Kurse besuchen. Sie macht nie einen Fehler, tut nie etwas unüberlegtes, aber sie lebt auch nie wirklich ihr eigenes Leben.

Und sie bekommt die Chance für einen Tag jemand anderes zu sein. Lulu zu sein. Und dieses eine Mal, sagt sie yes!

Und so begibt sie sich mit nichts außer ein bisschen Kleingeld in den Taschen gemeinsam mit Willem auf nach Paris.
Sie wird dort mutig, ruft laut, handelt spontan und unüberlegt und erlebt an nur einem einzigen Tag so viele krasse Dinge, und sie hat das Gefühl, dass die ganze Europatour für die Katz war, nur dieser eine einzige Tag in Paris zählt wirklich. Bootsfahren auf der Seine, Ride by Bike, In Kunstaustellungen einbrechen...und ganz nebenbei verliebt sie sich in Will.

Und mit einem Schlag ist alles vorbei.
Diese Wandlung kam so abrupt, ich war ganz überrumpelt und überrascht und hatte das überhaupt nicht erwartet.
Und der Leidensweg von Allyson, die Zeit auf dem College, das Suchen nach Willem, das Jammers, sich gehen lassen - all das hat mich ziemlich runtergezogen. Ich fand es übertrieben und Allyson zu sentimental. Ich konnte sie leider nicht mehr nachvollziehen und das fand ich ziemlich schade.
Allerdings bin ich nun auf die Folgebände, auf die Geschichte aus Willems Sicht und die Nacht zwischen den beiden sehr gespannt.

Allyson ist durchorgansiert, schüchtern, pflichtbewusst. Doch an diesem einem tag als Lulu fühlt sich frei und offen, berauscht und glücklich.
Willem ist wirklich ein toller Kerl, ein bisschen herausfordernd, schäkernd, besserwisserisch und geht den Dingen gern auf den Grund. Aber seine Seele schließt er ein und er lässt niemanden nah an sich heran. Doch letztendlich kenne ich nur seine Parisseite, die Seite von sich, die er Allyson/ Lulu zeigt und so werde ich nicht recht schlau aus ihm. Ich hoffe im nächsten Teil ihn besser kennenzulernen.

Melanie ist Allysons beste Freundin. Spritzig, offen und das komplette Gegenteil von Allyson. Sie probiert sich neu, nennt sich Mel, tendiert zu vielen äußerlichen Veränderungen, geht auf Parties und versucht ihre Freundin abzulenken.

Allysons Mutter hat mich genervt. Die Person ist furchtbar, ein Drachen, aufdringlich und ich mischt sich in jedes klitzekleines Atom in Allysons Leben ein, räumt einfach um, bestimmt den Stundenplan, überwacht sie auf Schritt und Tritt und ich habe einfach nicht verstanden, warum Allyson ihrer Mutter nicht einmal Paroli bieten konnte.

Der Schreibstil ist okay, wenn auch langatmig. Der eine Tag in Paris war wirklich toll, aufregend, spannend und zum verlieben. Aber diese ewige Leidenszeit danach machte mich mürbe und ich fand es einfach zu lang. Zwar gibt es recht bald ein paar Impulse, in denen besonders Shakespeare eine große Rolle spielte, aber es war mir einfach zu detailliert und hatte für mich nicht mit dem Sinn der Geschichte zu tun.

Fazit:

Ich habe widersprüchliche Gefühle zu dem Buch. Der erste Teil in Paris ist wunderbar, romantisch, spannend, einfach super. Der zweite Teil, des Wartens, des Suchens, Trauern, der Neufindung dagegen hätte für mich etwas kompakter gestaltet werden können, und irgendwie hat es für mich zu lange gedauert, bis Allyson endlich ihren Entschluss gefasst hatte.


Kommentare:

  1. Schade das der zweite Teil nicht an den ersten anschließen konnte...
    Liebe Grüße :)

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