Montag, 27. Juli 2015

Rezension zu Die rote Königin - Die Farben des Blutes von Victoria Aveyard

Ich bin begeistert!
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Rot oder Silber - Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die - und nur die - besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben - und ihr Herz!
Fesselnd, vielschichtig und voller Leidenschaft: Viktoria Aveyard entwirft eine faszinierende Welt mit einer starken Heldin, die folgenschwere Entscheidungen treffen muss. Es geht um Freundschaft, Liebe und Verrat, um Politik, Intrigen und Rebellion, um Gut und Böse und jede Schattierung dazwischen.

Bei Carlsen: 19,99€
Hardcover
Die rote Königin - Die Farben des Blutes von Viktoria Aveyard
Übersetzt von Birgit Schmitz
Action - Fantasy- Liebe
512 Seiten



Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt auf das Buh. es versprach mir eine Mischung aus Selection, Juwel, Bannwald und sogar ein bisschen Die Bestimmung und die Tribute von Panem.
In Die rote Königin prallen Magie, zerstörerische Fähigkeiten mit Liebe und Gefühl, Familienzusammenhalt, Tod und Verrat, Brutalität und Glitzer aufeinander.

Mare gehört zu den Roten. In ihr fließt rotes Blut und sie hält sich als geschickte Taschendiebin über Wasser. Gleich am Anfang werden wir in ihre Welt eingefügt, wie die Roten wie Sklaven schuften, wie brutal die Silbernen herrschen, dass der Krieg herrscht und ich tauche ein in Mares wunderbare Familie.
Ihr Brüder sind im Krieg, nur auf ihrer jüngeren Schwester Gisa stützen sich alle Hoffnungen.
Doch dann geht plötzlich alles ganz schnell und innerhalb eines einzigen Tages wird Mares komplette Welt auf den Kopf gestellt.
Plötzlich lebt sie im Platz, soll den jüngeren Prinzen heiraten, Tischmanieren lernen und sieht sich mit einer gefährlichen Gabe versehen, von deren Existenz sie bislang nie eine Ahnung hatte!
Mare weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Sie hasst die Silbernen und muss nun doch unter ihnen Leben, sie weiß nicht mehr, wer oder was sie überhaupt ist und ihre Gefühle fahren Achterbahn.

Mir hat der Inhalt der Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Auf der einen Seite wandelt Mare durch falschem Glanz und Gloria, trägt Kleider aus Seide und tanzt auf einem Ball, wohnt im Palast und steht zwischen den beiden Prinzen, Cal und Maven.
Aber auf der anderen Seite hat sie viele Gegner. Sie muss um ihr Leben fürchten, in Arenen kämpfen, Blut vergießt - rotes wie silbernes.

Die Zusammenfügung dieser beiden Welten verlief für mich fließend und so widersprüchlich es auf dem einen Blick auch scheint, so passend und so real hat die Autorin für mich damit diese Welt gemacht.

Maren war mir sehr sympathisch. Auf der einen Seite ist sie mutig und flink wie ein Wiesel. Die Dunkelheit ist ihr Freund. Sie hat eine große Klappe und redet gern schneller, als sie denkt, doch sie trägt auch eine weiche und verletzliche Seite in sich. In diesen Momenten war sie mir zum Greifen nah.
Sie ist ein einfaches Mädchen, und doch ermöglicht es ihr Verstand sich durch das Leben bei Hof zu schlängeln.
Sie verstrickt sich in Lügen und findet sich in fein gesponnenen Netzen aus Intrigen wieder - und das so geschickt, dass ich genauso gefühlt habe wie Mare!

Cal, ist der Thronfolger. Er steht voll und ganz hinter den Silbernen. Er möchte sein Land gerecht regieren, er vertraut seinem Vater und er besteht aus Disziplin, Gefolgstreuer aus Fleisch und Blut. er ist durch und durch ein Soldat.
Manchmal wusste ich nicht recht, was ich von ihm halten soll. In den meisten Momenten wirkt er kalt und herzlos. Er ist der zukünftige König und gedenkt nicht im Traum daran in der Regierung etwas zu ändern. Er kennt die Gesetze, er tötet und zuckt selbst beim schlimmsten Verrat nicht mal mit der Wimper.
Aber er kann auch anders. Er kann einfühlsam sein, überraschende Gedanken an den Tag liegen und immer wieder, wenn ich ihn aufs neue antraf, birgte er eine neue Überraschung, die ich ihm nie zugetraut hätte.
Sein jüngerer Bruder Maven dagegen ist im Schatten des älteren Bruders aufgewachsen. Er identifiziert sich recht schnell mit Mare, ist lieb und freundlich, witzig und charmant, aufmerksam und zum Knutschen. Er sympathisiert mit der Roten Garde und möchte seine eigenen Leute unterwandern.
Und dann gibt es da noch Kilorn, Mares Kinderfreund aus dem Dorf. Er ist groß und stämmig und doch ein kleiner verlaufener Welpe. Er braucht Mare und ihr Helfersyndrom, aber gleichzeitig möchte er ihr beweisen, dass er ein echter Mann ist.
Zwischen diesen drei Männern steht Mare und ist hin - und hergerissen.

Besonders gut gefallen hat mir aber dabei, es dieses Hin und Her, und dass sie jeden auf seine Art und Weise liebt, nicht nervig war. Die Autorin hat es geschafft, dass ich diese unterschiedlichen Arten von Beziehungen gut nachvollziehen konnte. Ich war mit Mares Gedanken in Einklang.

Es gibt so viele tolle Charaktere in diesem Buch. da gibt es Shade, Mares Lieblingsbruder, ihre jüngere, loyale Schwester Gisa, der kriegsverletzte Vater, aber auch Lucas, ihren Leibwächter, Fayde und so viel mehr, die alle ihre eigene Persönlichkeit haben.
Am besten hat mir dabei Evangelina und die Königin Elara gefallen, deren Rolle ich hier nicht weiter erläutern werde. Doch beide sind durch und durch durchtrieben, böse, herzlos, grausam und jede auf ihre Art faszinierend, wie scharfe glitzernde Diamanten, bei denen man aufpassen muss, sich nicht zu schneiden.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin berichtet sehr detailliert. An manchen Stellen war es mir ein bisschen zu ausführlich und die ein oder andere Beschreibung hätte ich weggelassen, aber die Kampfszenen beschrieb sie so lebendig und bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, mittendrin zu stehen. Die Blitze zuckten über meine Arme, ich sah wie blubberndes Wasser gegen Feuer kämpfte - ich war in den Bann gezogen.
Die Spannung beschreibt für mich eine Kosinuskurve. Am Anfang war sie da, weckte meine Neugier und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. In der Mitte gab es einen kleinen Hänger, die Geschehnisse brauchten ihre Zeit, um sich zu entwickeln, der Plan wurde langsam Stück für Stück aufgebaut, aber als es dann auf das Finale zu ging, war ich wieder mittendrin. Eine Überraschung kam nach der nächsten. Diese spontane Wendung habe ich höchstens geahnt, aber nie mit dieser grausamen Wirklichkeit kommen sehen und ich habe nie gewusst, was auf der nächsten Seite passiert.

Fazit:

Die rote Königin konnte mich absolut begeistern. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Magie, kühle Schönheit, Hitze und Brutalität - all das Glitzer und Glanz und Blut und Morde stoßen aufeinander, in einem gewaltigen Rausch. Sehr unterhaltsam.

Kommentare:

  1. Hey :D
    das klingt ja echt total gut :) Ich habe das Buch vor kurzem in meiner Büchherei in den Händen gehalten und war mich unsichher. Jetzt muss ich es wohl mal lesen ;) Tolle Rezi ♥

    LG Leni

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  2. Hey :)
    ich will dasBuch umbedingt noch lesen...versuche abermomentan meinen SuB abzubauenund dadurch natürlich auch Geld zu sparen...aber irgendwann wird das Buch fällig!
    Schön das es dir gefallen hat,mittlerweile gibt es ja auch einige negative Meinungen zu demBuch..
    Liebe Grüße

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    1. Ja das habe ich auch schon gehört. Viele fanden es nicht überzeugend. Aber nicht davon beeinflussen lassen. Lass es auf dich zukommen, als hättest du keine Vorstellung davon.

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  3. Hallo Fiorella,

    ich habe das Buch an diesem WE beendet und kann dir nur aus vollem Herzen zustimmen. Das Ende hat mich richtiggehend von den Socken gehauen! Schöne Rezi!

    LG Desiree

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    1. Oh Dankeschön.
      Das ist gut dass wir das Buch gleich aufgefasst haben weil es ja doch viele Meinungen dazu gibt.

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