Donnerstag, 4. Juni 2015

Rezension zu Together Forever - Total verliebt

Naja. Ich habe etwas anderes erwartet.



Inhalt vom Buchrücken:

Ich bin die Freundin von Drew Callahan, College-Football-Legende und Traumtyp. Er ist schön, lieb – und trägt noch mehr Geheimnisse mit sich herum als ich. Er hat mich zu einem Teil seines Lebens gemacht, in dem alles nur Schein ist und jeder mich irgendwie hasst. Und wie es aussieht, will ihn jede haben. Aber er hat nur eins im Kopf: mich. Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll. Das Einzige, was ich weiß: Drew braucht mich. Und ich will für ihn da sein. Für immer!

Meine Meinung:

Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut und allein das Cover sieht ja schon so wunderschön aus. Aber leider konnte mich der Roman so gar nicht überzeugen.

Die Geschichte spielt genau eine Woche lang und die Aufmachung, wie die Geschichte aufgezogen ist, fand ich zunächst auch noch ganz gut, aber irgendwann war mir das alles zu rational und trocken und ich erhaschte immer nur kurze Einblicke in das Leben der beiden.
Fable hat den Ruf der College-Hure, obwohl sie nicht mal das College besucht, sondern in einer Kneipe arbeitet, um den Lebensunterhalt zu verdienen und ihren kleinen Bruder Owen zu versorgen. Ihre Mutter ist kaum zu Hause, hat ständig einen neuen Freund und ist eine wandelnde Alkoholflasche.
Fable ist ziemlich verletzlich. Sie kennt keine echte Zuneigung, außer die zu ihrem Bruder, weshalb sie sich auch immer wieder anderen Männern für eine Nacht hingibt, um wenigsten in diesem Augenblicken sich geborgen und geliebt zu fühlen, obwohl danach immer eine tiefe Leere in ihr zurückbleibt und sie eigentlich nicht so werden möchte wie ihre Mutter.
Ich mochte sehr die Beziehung zu ihrem Bruder, für den sie mehr eine Mutter als Schwester ist und auch ihr toughes Auftreten, ja ihre Hartnäckigkeit haben mir sehr gefallen. Doch leider bin ich dennoch nicht richtig mit ihr warm geworden.
Auf der einen Seiten sperrt sie Gefühle aus, auf der anderen reagiert sie sehr emotional, denkt immer das schlimmste und redet sich viel zu viel ein.

Aber auch Drew konnte ich nicht ins Herz schließen. Er ist groß und muskulös und scheint der perfekte Footballer zu sein. Unglaublich hübsch und sexy, mit einem Talent zum Küssen. Doch das scheint ihm gar nicht bewusst zu sein. Er ist ziemlich verletzlich, naiv und unsicher. Er wirkte auf mich wie ein schüchterner kleiner Junge, der die Welt entdeckt und so unbeholfen wie ein 15-jähriger, statt wie ein 21-Jähriger junger Fußballgott.
Aber es hat natürlich aufgrund seiner Vergangenheit sehr gut gepasst.

Die Idee und auch die Geschichte hinter Drew fand ich sehr beeindruckend und es ist ein sehr sensibles Thema. Ich finde es gut, dass die Autorin das Thema aufgegriffen hat. Denn nicht immer sind Mädchen Opfer von Vergewaltigen, sondern auch Jungs können missbraucht werden- und das auf die unterschiedlichste Art und Weise.
Die Idee fand ich recht gut gelungen, vor allem wie er sich schämt und um jeden Preis seine Vergangenheit verdecken möchte. Doch so lieb und unsicher er ist und manchmal einfach scheinbar aus der Luft heraus austickt, finde ich es sehr unrealistisch, dass dies nur Fable auffällt. Wenn er jedes Mädchen haben könnte, wären auch ein paar Aufdringlichere dabei gewesen und er hätte schon in den 3 Jahren auf dem College ein bisschen bröckeln müssen. Doch er soll immer die Fassade um sein scheinbar perfektes Leben aufrecht erhalten haben, und innerhalb einer Woche lüftet Fable alle seine Geheimnisse. Das fand ich nicht sehr realistisch.

Aber am meisten stört mich der Schreibstil. Leider kann ich nicht genau sagen, woran es genau liegt. Aber bei anderen Schreibstilen komme ich noch näher an die Personen ran, sehe sie besser in ihrem Gesamtkontext und verstehe auch die Beziehung zwischen zwei Menschen wesentlich besser. Ich hatte kaum ein Bild vor Augen und auch die Umgebung wirkte für mich farblos und trist. Das ganze Buch hat für mich etwas düsteres.
Ich mag es leider einfach nicht und werde auch nicht die Fortsetzung lesen.

Fazit:

Total verliebt hatte insbesondere zu Anfang noch ein paar schöne Szenen und obwohl mir die Idee zu einem solchen Thema wirklich gut gefällt und ich es sehr schön finde, das auch über eine solche Problematik geschrieben wird, so bin ich mit den Charakteren, der Handlung und dem Schreibstil einfach nicht warm geworden.

Kommentare:

  1. Huhu

    Hach das ist ja schade, ich fand das Buch eigentlich überraschend anders :)! Den Schreibstil fand ich auch nicht super, die Charaktere wahren aber ok. Ich werde auf jeden Fall vor allem aus Neugierde weiter lesen.

    Liebe Grüsse
    Denise

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    1. Ja das geht auch vielen so. Und anders ist ja auch nicht immer schlecht.

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  2. Huhu :)

    Mir hat das Buch auch nicht wirklich zugesagt. Mir war alles viel zu oberflächlich gehalten und auch die Charaktere der beiden Protagonisten haben sich immer weider geändert. Das war ganz schön verwirrend. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den nächsten teil lesen werde

    Liebste Grüße
    Maddie

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    1. Ich wahrscheinlich nicht. Mir reicht das auch als Schluss, weil es nun manchmal realistisch ist, dass zwei Menschen, die sich lieben nicht zusammen kommen.

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