Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension zu Kein Rockstar für eine Nacht von Kylie Scott

Witzig und erotisch.
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Am Morgen nach ihrem einundzwanzigsten Geburtstag wacht Evelyn Thomas in einem Hotelzimmer in Las Vegas auf neben einem sehr attraktiven, tätowierten und leider vollkommen fremden jungen Mann. Sein Name ist David, und er ist Gitarrist der erfolgreichen Rockband "Stage Dive" ... und seit weniger als zwölf Stunden Evelyns Ehemann. Die beiden müssen sich entscheiden, ob sie einander den Rücken kehren wollen oder ob da vielleicht doch mehr zwischen ihnen ist ...

Meine Meinung:

Ich mag solche Geschichten sehr gern und habe zu dieser Thematik mit dem Plötzlich Verheiratet sein schon einige Bücher gelesen, wobei mir diese etwas besser gefallen haben als Kein Rockstar für eine Nacht.
Und dafür gibt es eigentlich nur einen Grund. Das Setting ist wirklich klasse, die Charaktere waren mir auch sympathisch, aber ich fand doch dass es wenig Handlung gab, insbesondere im Kennlernprozess zwischen Evelyn und David. Dieser definierte sich ausschließlich über Sex. Und irgendwie habe ich ja nichts gegen solche Szenen, weil sie ja ein wichtiger Bestandteil in einer Beziehung sind und besonders am Anfang auch Rückschlüssel auf ihre Persönlichkeiten geben, aber irgendwann war es dann doch zu viel des Guten.
Nach dem Streit, ein Versöhnungssex auf dem Fußboden, dann in der Gasse, Dusche - überall lieben sie sich, aber über ihre eigentlichen Probleme konnten sie nie reden.
Und das fand ich wirklich schade. Ich hätte es besser gefunden, wenn die beiden sich nicht nur das Bett geteilt hätten, sondern gemeinsame Erfahrungen aus Ausflügen, vielleicht am Strand oder im Nationalpark...
Und genau darum finde ich es ein bisschen schade, weil ich die Geschichte doch eigentlich wirklich sehr mag und das Buch auch gern gelesen habe.

Eine wichtige Schlüsselrolle spielt vor allem das Vertrauen und das ist in einer solchen Konstellation wirklich ziemlich haarig.
Evelyn schämt sich wegen ihrer Körperfülle. Sie entspricht nicht den Hollywoodschönheiten und Bikinimodels, wurde in ihrer Schulzeit viel gemobbt und trägt einen Ballast an Komplexen mit sich herum. Sie ist auch ziemlich leicht am Wasser gebaut und am Anfang fand ich sie daher wirklich ziemlich naiv und wehleidig. Aber im Laufe des Buches treten immer mehr ihre Stärken in den Vordergrund und ihre süßen Eigenarten. Sie plappert gern drauf los, ohne zu überlegen und redet sich so manchmal ganz schön ins Schlamassel. Sie ist eine Planerin, mag es organisiert und strukturiert und führt sich bei spontanen Situationen gern überfordert, aber vor allem steckt in ihr ein starker Kern.  Sie lässt sich nicht unterbuttern und sagt anderen ihre Meinung. Sie hat keinen Respekt vor den Stars und nur weil sie berühmt sind, behandelt sie sie nicht anders, sondern motzt diese auch ganz schön an.
Und genau das gefällt David an ihr. Er ist der Gitarrist der Band Stage Dive und fühlt sich bei Evelyn geerdet. Er möchte einmal raus aus dem falschem Leben, raus aus dem Glanz und Glamour in L.A.. Die Bikinimodels lieben alle nur ihn als Rockstar, und nicht ihn, so wie er ist als Mensch, wenn er einmal nicht auf der Bühne steht.
Ganz ehrlich, David ist wirklich heiß und genau mein Typ. :D Ganz abgesehen von seinem natürlich Wahnsinnskörper mit sexy Tattoos, trägt er lange dunkle Haare. O.o.
mal fallen sie ihm um das Gesicht und rahmen es ein, manchmal trägt er sie auch zurückgebunden zu einem kurzen Pferdeschwanz.
Er hat einen wirklich tollen Charakter und ist fasziniert von Evelyn und liebt sie so wie sie ist, auch wenn er mir manchmal echt Leid tat, da sie echt in komplizierter Mensch ist.
Am Anfang ist er ziemlich aufbrausend und dominant und lässt gern den Herr im Hause heraushängen, aber damit kommt er nicht weit und als es am Ende um alles geht, kriecht er ihr förmlich zu Füßen. Evelyn hat ihn echt leiden lassen. Und das fand ich wirklich klasse und er hängt an ihr wie am Rockzipfel und ist einfach so süß, so unschuldig, ja David weiß, was er heißt, um eine Frau und um die Liebe zu kämpfen!

Den Einstieg fand ich etwas schnell und abrupt, aber dann hat mir die Handlung wirklich gut gefallen. Ich fand die Gedanken von Evelyn einfach absolut ehrlich und darum umso besser. Die Dialoge sind wirklich witzig und ich musste mehr als einmal herzhaft lachen. Es war wirklich amüsant. Im Mittelteil flacht die Story dann etwas ab, weil eben wie oben erwähnt, nichts wirklich passiert, außer eine erotische Szene nach der anderen. Diese waren zwar sehr abwechslungsreich und auch wirklich schön und sie hätten mich jetzt auch nicht gestört, wenn wenigsten noch etwas anderes zwischen den Beiden passiert wäre. Denn eine Beziehung besteht ja doch aus ein bisschen mehr als körperliche Anziehung.
Das Ende dagegen fand ich wirklich wieder super. Natürlich ist er vorhersehbar, aber der Weg wie es dazu kommt war lang und steinig und ich war immer wieder neugierig was David nun noch alles machen muss, um seine Liebste zu überzeugen. Sehr einfallsreich, sehr kreativ.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war flüssig zu lesen, humorvoll, ehrlich, offen und es wurde kein Blatt vor den Mund genommen.

Fazit:

Kein Rockstar für eine Nacht hat mir insgesamt ganz gut gefallen, dennoch hatte ich ein bisschen was anderes erwartet.

Kommentare:

  1. Huhu

    Ha nachdem ich dein Päckchen Beitrag gerade gefunden habe sehe ich hier gleich die Rezension zum ersten Band dieser Rockstar Reihe!
    Tönt als wäre dieses Buch eine gelungene Lektüre für zwischendurch auch wenn sie gewisse Macken zu haben scheint :D
    Mal sehen ob diese Geschichte irgendwann einmal bei mir einzieht :)

    Liebste Grüsse
    Denise

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    1. Ja doch so könnte man es nennen. Ein tolles Buch mit einigen Macken^^

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