Dienstag, 16. Juni 2015

Rezension zu Das Glück wächst nicht auf Bäumen von Wendy Wunder

Nicht mein Fall. Seltsam. Lauter Fragezeichen.
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Kann man Glück lernen? Hannah ist schüchtern, angepasst und fällt ungern auf. Zoe ist impulsiv, temperamentvoll und liebt es, unsinnige Dinge zu tun. Hannah und Zoe sind beste Freundinnen. Nichts und niemand könnte sie trennen. Als Zoe den Drang verspürt, aus ihrer kleinen Heimatstadt in New Jersey zu verschwinden, zögert Hannah keine Sekunde, sie zu begleiten. Gemeinsam machen sie sich mit ihrem Auto auf und lassen alles hinter sich: ihre Eltern, ihre enttäuschten Lieben, das College. Und während sie Tornados jagen, Kermit befreien und neue Freunde finden, begreift Hannah immer mehr, was Zoe ihr zeigen will: dass das Leben wunderschön ist, dass man Grenzen einreißen darf, dass es Spaß macht, mutig zu sein. Und Hannah weiß auch, dass ihnen vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt denn Zoe ist krank und jeder Tag mit ihr ein kostbares Geschenk.

Meine Meinung:

Das Cover verspricht ein lockeres und humorvolles Sommerbuch zu sein, über eine Freundschaft, verrückte Erlebnisse und viel Spaß.
Doch das Gegenteil war der Fall.
Für mich ist das Buch ziemlich traurig und düster. es hat mich beim Lesen ganz schön runtergezogen, ich habe teilweise den Text nur überflogen und obwohl Zoe und Hannah in der Tat seltsame Sachen anstellen und manche auch ganz lustig sind, wie einen Büffel suchen, Haare färben, im Casino Geld verzocken...so liegt über allem etwas Gezwungenes und eine Schwermut und Sinnfreiheit.

Und das ist womöglich mein Hauptproblem.
Ich verstehe den Sinn dieses Buches nicht. Ich las und die beiden Freundinnen rasten zu unterschiedlichen Orten, legten sich mit dem Gesetz an, flohen vor Polizisten, aber mir fehlte einfach der rote Faden, ein Ziel.

Dennoch finde ich es sehr schön, dass es mal um etwas gänzlich anderes geht. Zwar ist das Buch ein Roadtripbuch, aber es geht um viel mehr als da. Der Roadtrip selbst beginnt erst ab der Hälfte. Davor lernen wir Hannah und Zoe kennen. Hannah ist fleißig und lieb, führt einen Hot Dog Laden und schwärmt für Danny. Doch ihre Familie ist zerbrochen. Ihr Vater ist ein Alkoholiker, ihre Mutter depressiv und bettlägerig. Hannah bemüht sich und versucht zu helfen, wo sie nur kann. Sie liebt klare Strukturen und Muster und Ordnung in ihrem Leben.

Ihr einziger Halt in dieser Chaoswelt ist ihre beste Freundin Zoe. Zoe ist extrovertiert und verrückt. Sie ist ein Fähnchen im Wind, sprudelt über vor Energie, um im nächsten Moment todunglücklich zu sein. Sie kümmert sich um ihren jüngeren Bruder Noah, einem Intelligenzbolzen, der alles weiß, was mit Physik zu tun hat, aber weder wie was Freude, noch Traurigkeit ist. Er kennt keine Empathie und kann mit menschlichen Gefühlen kaum was anfangen, aber er war trotzdem so ein süßer Kerl, ihn mochte ich am liebsten von allen.
Nachdem Beo Zoe ihre Krankheit stärker denn je ausbricht, überredet sie Hannah zu einem Roadtrip und möchte ihr das Leben beibringen. Gier und Mut, Verrat und Liebe, das Ja- Sagen zum Leben.
Ich möchte Zoes Krankheit hier nicht verraten, aber sie ist mal etwas neues, eine seltene Krankheit, über die ich vorher kaum etwas wusste.

Und ich bin auch ziemlich frustriert. Das ganze Buch ist ein Rätsel. Immer wieder schwenkt die Autorin in poetische Bahnen ab sie versucht uns etwas weißzumachen, aber ich verstehe trotzdem ihre Absicht nicht dahinter. Und dank einer Leserunde, weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht.
Das Ende hat mir von allem am besten gefallen und da ist eben noch so ein Knackpunkt.
Ich mochte die Charaktere Zoe und Danny und die Eltern nicht. Sie waren mir zu egoistisch und blass und erst auf den letzten Seiten lernt man besser kennen, versteht sie und bekommt nochmal eine ganz neue Meinung über die Charaktere, ja die ganze Ansicht über das Buch ändert sich.

Der Schreibstil hat mir nicht gefallen und ich bin bis zur letzten Seite nicht mit ihm warm geworden. Für eine Leserunde ist der Text super, weil man ausgiebig darüber diskutieren kann, was meint die Autorin? Soll man den Satz jetzt so oder so verstehen? Aber wenn man auf ein leichtes Sommerbuch hofft, ist man hier definitiv falsch.

Wer das Buch einmal angefangen hat, wird leicht in Gefahr kommen, es abzubrechen. Ich bin kein Mensch der Bücher abbricht, aber ich habe teilweise überflogen und mich wirklich durch den Text gequält...aber wer es einmal angefangen hat, der sollte wirklich bis zum Schluss lesen, weil es dann eine kleine Auflösung gibt, ein kleines Licht und weil man sich erst dann wirklich mit dieser Geschichte auseinander setzen kann. Aber es ist wirklich kein Buch für einen allein, sondern man sollte mit anderen darüber sprechen, nur so kommt Licht in das Dunkel und der Hauch einer Ahnung, was uns die Autorin eigentlich sagen möchte.

Empfehlen tue ich es aber nicht und nochmal lesen werde ich es vermutlich auch nicht. ich bin froh, es endlich fertig zu haben.

Kommentare:

  1. Hey, :)
    als ich das Buch gesehen habe, dachte ich auch, dass es sich um eine Sommerlektüre handelt. Beim Lesen des Inhalts habe ich schon eher gedacht, dass es kein lockerleichtes Buch sein kann.
    Schade, dass es das komplette Gegenteil ist und so verwirrend und ohne Ziel ist. Dann werde ich wohl definitiv die Finger von dem Buch lassen.

    Liebe Grüße,
    Marina

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  2. Schade das es dir nicht gefallen hat :/ ich hab es im Großen und Ganzen gern gelesen! :)

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