Mittwoch, 6. Mai 2015

Rezension zu Vielleicht mag ich dich morgen von Mhairi Mc Farlane

Zu viel...enttäuschend.

9783426516478

Inhalt vom Buchrücken:

Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.

Meine Meinung:

Es dauert bis die Geschichte auf seinen Kernpunkt kommt und irgendwie sind beide Charaktere Anna und James immer woanders nur nicht beieinander.
Und das fand ich ziemlich schade.

Wir steigen ein in die Vergangenheit zum verhängnisvollen Abschlusstag indem Aureliana wieder einmal Mobbingopfer des Jahrgangs wird, allen woran hereingelegt vom Schulschwarm aller Mädchen: James.
16 Jahre später sieht er immer noch zum Anbeißen aus. Alle anderen haben sich verändert und aus Aureliana ist Anna geworden.

Einerseits fand ich die Veränderung ganz toll, aber andererseits wird recht schnell deutlich, dass sich Anna in ihrem Charakter nicht wirklich verändert hat. nach außen hin wirkt sie selbstsicher, auch zu stolz, aber sie schämt sich tief für ihre Vergangenheit, was ich nicht in Ordnung finde.
Nach einem traumatischen Geständnis, das eigentlich wie ein Schock durch das Buch laufen sollte, was ich aber nicht als solches empfunden habe, (für mich war es wie ein kleiner Nebensatz - wirklich schade) war sie auch in therapeutischer Behandlung - doch davon keine Spur. Sie hat für mich weder das Erlebte verarbeitet , noch gelernt mit ihrer Vergangenheit umzugehen, stattdessen schiebt sie sie ganz weit in den hintersten Winkel ihres Gehirns und möchte eine komplett neue Person sein.

Wie es der Zufall so will, muss sie daraufhin mit James aus geschäftlichen Gründen zusammenarbeiten.
Laut dem Klappentext dachte ich mir so, ja sie weiß wer James ist, er weiß aber nicht wer sie ist, das wird eine ganz lockere untersame Erzählung. Sie könnte ihn hinters Licht führen, hereinlegen und sich ein Späßchen mit ihm treiben. Stattdessen verfällt sie seinem Charme. Sie erkennt, dass er trotz seiner Fehler gar nicht so übel ist und hat deswegen ständig Gewissensbisse. Die ganze Zeit glaubt sie, er möge sie gleich erkennen und konnte dadurch die Zeit mit ihm gar nicht genießen! Und ich das Lesen leider auch nicht. Anna hat mich mit ihren Gefühlen bald aufgefressen. Und selbst wenn er es herausgefunden hätte....dann wäre endlich reiner Tisch gewesen und sie hätte seinen wahren Charakter erkannt, ob er nun flüchtet oder zu ihr steht.
Auch James Freund Laurence ging mir mächtig auf die Ketten. Obwohl er eine kleine Schlüsselfunktion zur Handlung einnimmt, hat er mich doch gestört. ich bin mit ihm leider so gar nicht warm geworden und betrachte ihn als einen sehr oberflächlichen Typen, der nur Müll labert. Ich bin froh, dass James dies am Ende erkennt, aber für mich war das zu spät und Laurence hat einfach viele schöne Momente zerstört.

Aber es gab auch schöne Episoden in dem Buch, die witzig zu lesen waren. Ich mochte die Momente zwischen Anna und James, sei es auf einer geschäftlichen Feier, bei der Rettung seiner Katze oder im London Eye. Aber es war auch keine Liebe. Bis zum Schluss war das zwischen den Beiden immer eine Freundschaft im beiderseitigen Einvernehmen. James wollte seine Exfrau Eva zurückgewinnen und Anna war "eh nicht so sein Typ" (aber er bewunderte am laufenden Band ihre Schönheit) und Anna war auf einem erfolgslosen Internettrip.
Generell habe ich nichts gegen reine Freundschaften und ich fand die Beziehung, wie sie sich zwischen James und Anna entwickelte auch wirklich schön, aber es viel zu viel Drumherum. Anna war zu oft bei ihren Freunden und der Schwester und James zu oft bei Laurence und es gab so viele für mich unwichtige Szenen, die ich überblättern konnte und für mich auch nicht zur Handlung beitrugen.
Ich bin mir sicher, die Autorin wollte nur die gesamte Komplexität darstellen, aber dabei verlor sie ihr Ziel aus den Augen.


Fazit:

Der Höhepunkt blieb für mich leider aus. Der Schreibstil ist okay, aber die Seiten plätscherten so vor mir hin und ich bin leider ziemlich enttäuscht von dem Buch nachdem der Klappentext sehr vielversprechend klang.

Kommentare:

  1. Ohje ohje, ich habe mir das Buch gestern gekauft. Mal sehen, ich hoffe mir gefällt es besser.
    Lg sonja

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    1. Oh, das ist natürlich entmutigend, aber vielleicht gefällt es dir ja besser :-)

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