Sonntag, 10. Mai 2015

Rezension zu Josh und Emma: Soundtrack einer Liebe

Das Ende ist verstörend, aber auch realistisch.
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Liebe hat zwei Seiten. Sie ist wunderschön - aber sie kann verdammt weh tun. Das muss auch Emma feststellen, als sie Joshua auf einer Party kennenlernt und sich in ihn verliebt. Denn er ist einer der angesagtesten Nachwuchs-Popstars und das bringt neben den Schmetterlingen im Bauch leider auch seine ganz eigenen Probleme mit sich. Blitzlichtgewitter, kreischende Mädchen, Konzerte und dann sind da noch diese ständigen Termine zu den unpassendsten Zeiten. Dabei hat Emma eigentlich genug mit sich selbst zu tun. Das Abi steht an und das geplante Studium wird sie unweigerlich in eine andere Stadt führen. Gelingt es den beiden, trotz aller Hindernisse einen Weg für ihre Liebe zu finden?



Meine Meinung:

Hui, also ich muss gestehen. Der Anfang konnte mich leider gar nicht überzeugen. An sich ja schon und im Großen und Ganzen fand ich die Entwicklung auch nachvollziehbar, aber mir ging einfach alles viel zu schnell und nach dem ersten Treffen waren sie schon zusammen und haben wie wild geknutscht.
Ich fand das einfach komisch und natürlich glaube ich auch an die Liebe auf den ersten Blick, aber es ging mir dann doch zu schnell und  wird dann aber wieder etwas langsamer, was ich dann auch viel viel besser fand.
Bis zum Mitteölteil konnte mich die Geschichte nicht fesseln. Ich fand sie zu kitschig, zu engstirnig du ja, ich war auch etwas enttäuscht, weil ich mir von den vielen positiven Rezensionen etwas mehr erwartet hatte.
Aber dann - dann kam der Knall und irgendwie hat es Klick gemacht und alles hat sich schlagartig geändert. Es lag jetzt nicht direkt am Inhalt oder am Schreibstil und daran ist auch kein besonderes Ereignis im Buch Schuld, aber irgendwie passierte es dann von einer Seite auf die andere, dass ich nicht mehr loskam und das Buch einfach mega toll fand und es auch jetzt noch in der Nachbetrachtung zum Seufzen toll finde.

Josh und Emma ist eine soo schöne Liebesgeschichte und um Liebe geht es wirklich. Alles dreht sich rund um die beiden und stellt ihre Beziehung in verschiedenen Blickwinkeln dar. Es gibt viele Höhen und Tiefen, manche Tiefs waren etwas tiefer und manche Hochs reckten sich dem Himmel entgegen, aber nie hatte ich das Gefühl, dass es da diesen einen alles vernichteten Streit gibt oder ein Missverständnis, weshalb zwei Charaktere auseinanderrennen, um dann zu erkennen, wie sie blöd fahren und sich wieder lieben. Und das fand ich auch gut zu. Denn es muss ja nicht immer so sein, sondern es ganz auch ganz normal ablaufen und bei einem verdächtig aussehenden Video und Fotos können auch Josh und Emma wie zwei vernünftig denkende Menschen darüber reden. Und das hat mir wirklich gut gefallen. Besonders der Wert des Vertrauens wurde hier in den Vordergrund gestellt und bildet für mich sowieso eine solide Grundlage für eine funktionierende Beziehung.

Josh ist Popstar, er landet einen Megahip nach den anderen und kam mir auf der Bühne so in seinem Element vor, so real und ich dachte wirklich, dass die Autorin selbst mit einem zusammen leben muss, um das so toll beschreiben zu können. Josh wirkte so authentisch! Und er ist kein Bad Boy, sondern zur Abwechslung mal ein Mensch, der es von Anfang gut und sanft mit einem meint. Er ist ein so perfekter Freund, so lieb und voller Überraschungen. Er versucht sein Leben für die Musik, und die Band mit Emma unter einem Hut zu bringen und balanciert dabei auf einem sehr schmalen Grad. Er schläft kaum noch, ist dauernd unterwegs, und pendelt immer zwischen seinen Konzerten und zwischen seiner Wohnung und Emma.
Emma dagegen ist eher ein schüchternes Mädchen, das gerade zielstrebig für ihr Abi lernt. Sie steht nicht gern im Mittelpunkt und hat mit Musik und für Klatschblätter absolut nichts am Hut. Für sie ist es besonders schwer mit einem Popstar zusammen zu leben und sie möchte ihn am liebsten nur für sich haben. Auf der einen Seite konnte ich sie gut verstehen, aber auf der anderen Seite kam sie mir mit etwas zu viel Quengelei und wie heißt es so schön?: Wer das eine haben will, muss das andere mögen.

Insgesamt muss ich sagen, gerade weil alles so glatt lief und sie es immer wieder schafften trotzt Streitereien und einigen kleinen Aussetzern wieder ihre Mitte zu finden und zueinander zu stehen, komme was wolle, sie beide echt für ihre Beziehung arbeiten und immer wieder Schritte in die Richtung des anderen schlagen, gerade deshalb, kam für mich das Ende überraschend. es war kurz und schmerzvoll und ich konnte es gar nicht richtig glauben. Irgendwie...naja irgendwie wirkt es schon sehr realistisch, aber es ist... ich weiß auch nicht...so plötzlich gekommen und das macht seine erschütternde und verstörende Wirkung für mich auch aus.

Es gibt noch einen zweiten Teil, aber ich glaube, diesen hole ich mir nicht. Ich mag das Buch so wie es jetzt ist und kann nun in meiner Phantasie weiterspinnen, den Schmerz ertragen, schlucken und tapfer den Kopf heben. Manchmal ist es so auch am besten und der Wert der Liebe, der wirklich wahren wirklichen Liebe kristallisiert manchmal auch nur auf einem solchen Weg heraus.

Fazit:

Soundtrack einer Liebe- Josh und Emma konnte mich am Anfang gar nicht fesseln, aber je näher wir dem Ende kamen, desto mehr zog mich die Geschichte rund um die beiden in seinen bann und das Ende traf genau ins Schwarze und stieß ich mich vor den Kopf. Auf eine gute Art und Weise.



Kommentare:

  1. Hei c:

    Tolle Rezension, wie immer. Ich habe von dem Buch noch nichts gehört, aber du hast mich richtig neugierig gemacht. Wer weiß, vielleicht werde ich es ja mal mitnehmen, wenn ich das nächste Mal irgendwo bestelle oder in der Buchhandung bin.

    Vielleicht schaust du auch mal wieder bei mir vorbei? Aktuell kannst du auf meinem Blog walkingaboutrainbows.blogspot.com dein Wunschbuch gewinnen!

    Ganz viele liebe Grüße, Rainbow ☼♥

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  2. Hey :)
    also die Inhaltsangabe klingt wirklich interessant, schade das es nicht vo anfang an begeistern konnte...aber vielleicht gebe ich den Buch trotzdem eine Chance.
    Liebe Grüße

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    1. Genau, ich meine es gab ja auch ganz viele, die von Anfang an für das Buch waren :-)

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  3. Hallo Fiorella,

    ach Mensch, da schleiche ich auch schon länger drumherum. Ich hatte schon gelesen, dass das Ende fies ist, aber jetzt ist ja vor kurzem Band 2 erschienen...Hm, willst du das nicht auch ganz schnell lesen und bewerten? ;-)

    LG Desiree

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    1. Hey Desiree. Ach naja viele finden das Buch ja auch mit dem Ende wirklich klasse und ich weiß auch nicht. Eigentlich wollte ich Band 2 gar nicht lesen, weil ich in Rezensionen bei Amazon gelesen habe, dass Josh und Emma leider ganz selten aufeinander treffen, erst am Ende wieder.

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