Mittwoch, 15. April 2015

Rezension zu Ruinen - von Dan Wells

Ein Auf und Ab
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Er ist unausweichlich – der Krieg, der das Schicksal der Menschen und das der Partials entscheiden wird. Jede Seite ist stark genug, die andere zu vernichten, und Kira Walker bleibt nur noch wenig Zeit, die Katastrophe zu verhindern. Nur sie kennt das letzte Geheimnis der Partials und damit den Weg, die Zerstörung der Welt abzuwenden ...
Das große Finale der »Partials«-Reihe von Bestsellerautor Dan Wells: Die Zeit läuft ab und die Welt steht am Rand des letzten Krieges. Er wird das Schicksal beider Gattungen, der Menschen und der Partials, besiegeln. Während beide Seiten aufrüsten, um den vernichtenden Schlag zu führen, hat Kira Walker endlich ein Heilmittel für die Partials gefunden. In ihrem verzweifelten Bemühen, den Untergang zu verhindern, muss Kira bereit sein, alles zu opfern – selbst wenn es ihr eigenes Leben ist ...



Meine Meinung:

Der erste Teil hat mir einfach super gut gefallen. Ich fand die Idee der Geschichte genial und war einfach restlos begeistert, umso enttäuschter war ich von Band2 Fragmente. Dort waren es mir einfach zu viele Landschaftsbeschreibungen und Fakten, ohne konkrete Handlung.
Daher war ich schon sehr auf Band 3 gespannt.

Leider musste ich mich ziemlich durchquälen. Ich hätte es wirklich zur Seite legen können, ohne den Drang zu verspüren, es zu Ende zu lesen, was ich wirklich sehr schade finde.
Am Anfang bin ich noch sehr gut in die Geschichte eingestiegen und konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen. Dann flachte die Spannung wieder ab und es passierte einfach nichts.
Zwischendurch ging es dann wieder in die Höhe, es gab viele spannende Kriegshandlungen, verkniffene Rätsel und ich war gefesselt.
Manche Szenen haben mich sogar gegruselt. es war gefährlich und ich habe wirklich Angst bekommen und den Eindruck bekommen, dass sich die Geschichte rund um die Partials und Menschen zu einer Horrorstory entwickelten.
Dank verschiedenes Genveränderungen sind richtige Monster entstanden und im laufe des Buches lag dieser Hang zum Fantasy, sodass unmögliches geschehen konnte.

Ruinen behandelt verschiedene Schauplätze.
Im Zentrum steht Kira Walker, die sich freiwillig Morgans Experimenten ausgeliefert hat. Gemeinsam mit Morgan und Dr. Vale analysiert sie die Forschungsergebnisse, doch sie stoßen immer wieder auf Granit.
Gerade dieser Teil hat mir ganz gut gefallen, weil ich auch sehr schön Kiras Entwicklung nach vollziehen konnte. Sie entwickelt sich immer mehr zur Weltretterin, steckt sich unerreichbare Ziele und wird somit im ganzen Land bekannt.
Obwohl sie es selbst vielleicht nicht bemerkt, entwickelt sie sich in Morgans Richtung, in eine kaltblütige Wissenschaftlerin, die Opfer bringt, Menschen kidnappt und einfach alles tun würde, um das Heilmittel zu finden.
Ich finde es sehr beeindruckend welche verschlungenen Pfade Herr Wells auf die Beine gestellt hat und welche komplizierte Wege seine Protagonisten gehen, um am Ende zu einer solch einfachen, aber dennoch so schwer umsetzbaren Lösung zu gelangen.

Gleichzeitig ist Samm in Denver geblieben, und weckt die Partials auf, die mehrere Jahre lang von Dr. Vale ins Koma gesetzt wurden, um das Leben der Menschen in Denver zu sichern. Diesen Aspekt fand ich interessant, auch wenn ich die Reaktionen der Partials als unmenschlich empfunden habe und somit auch unrealistisch.

Zur gleichen Zeit sind auch Ariel, Nandita, Isole mit ihrem Baby Khan, Madison mit Arwen, Senatorin Kessler und Xochi aus East Meadow geflohen und auf dem Weg nach Plum Island. Ariel entwickelt sich zu einem sehr starken Charakter im Buch und der Leser erfährt ihre Gefühlwelt. Nandita, die ich eigentlich in den vorigen Bänden sehr mochte, entfernte sich aber immer weiter von mir und wurde mir auch sehr unsympathisch. Doch bis zuletzt habe ich ihre Beweggründe für ihre Handlungen nicht verstanden.

Und das ist auch der Kernpunkt, warum mich das Finale nicht gänzlich überzeugen konnte.
Dan Wells lässt alle Charaktere auffahren, Haru und Marcus, und Hobb und ständig kommen neue Partials und Freunde dazu, doch sie alle erreichen keine Tiefe. Wir kratzen bei ihnen an der Oberfläche.
Und auch wenn Kira nach und nach dem Geheimnis des Trusts sowie ihrem Vater Armin auf die Schliche kommt, so finde ich es ziemlich banal und enttäuschend. Ihr Vater ist so gar nicht der, den ich mir gewünscht hätte und mir wurde der Draht zwischen diesen beiden einfach nicht klar. Sie wirkten wie zwei Fremde.

Es waren so viele interessante Stränge dabei, aber sie wurden alle nicht ausgebaut und statt viele verschiedenen Gruppen zu beleuchten, hätte ich mich lieber nur auf zwei konzentriert, diese aber mehr mit Leben ausgefüllt.

Der Schreibstil war in Ordnung. Die Dialoge könnten lebendiger sein, realistischer und statt reine Fakten auch mal Gefühle mehr zur Deutung bringen, die Kampfszenen im Schnee dagegen waren spannungsgeladen.
Ich habe das Ende gelesen, die letzte Seite umgeblättert und dennoch konnte ich das Buch nicht beruhigt und zufrieden zuklappen, sondern es fehlte einfach dieses gewisse Etwas.

Fazit

Leider wurde die Reihe immer schlechter. Ich finde das so schade, weil ich einfach Band 1 so mega toll finde und in der ganzen Idee wahnsinnig viel Potenzial steckt. Für mich hat Dan Wells sich in zu viele Einzelheiten verrannt, zu viele unwichtige Details mit eingefügt - es war einfach von allem zu viel, welches die Gesamtkonstruktion zum Einstürzen brachte.
Wirklich schade.

Kommentare:

  1. das klingt gar nicht gut...Ich werde den Teil zwar lesen, einfach um die Reihe beendet zu haben, doch meine Erwartungen sinken immer mehr....

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    1. Besser deine Erwartungen sind tief und es wird dann doch noch besser...

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