Montag, 6. April 2015

Rezension zu Nächtliches Schweigen von Nora Roberts

Mal etwas anders aufgebaut als sonst aber genial!
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Emma lebt mit einem schrecklichen Traum. Als Kind musste sie mit ansehen, wie ihr kleiner Bruder ermordet wurde. Inzwischen ist sie zu einer schönen jungen Frau herangewachsen, doch solange die Mörder immer noch frei herumlaufen, schwebt auch sie in Lebensgefahr. Nur der Mann, den sie einmal geliebt hat, kann ihr noch helfen ...

Meine Meinung:

Einfach toll.
Ich mag die Romane von Nora Roberts sehr gerne und letztens konnte mich Die letzte Zeugin sehr begeistern, aber Nächtliches Schweigen haben meine Erwartungen übertroffen.
Emma ist die Tochter von Jane Palmer, einer Alkoholkern, die drogensüchtig ist und in einer schäbigen Behausung lebt. Sie war einmal die Geliebte des mittlerweile berühmten Sängers Brian McAvoy, mit seiner Band Devastation.
Nun will sie ihn zurück locken und erzählt ihm von dem Kind.
Brian besucht sie und ist geschockt von den Verhältnissen in denen Emma aufwächst. Seine Tochter ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten mit ihren blonden Engelslöckchen und den großen blauen Augen, dem Grübchen und des Kräuseln ihrer Lippen. Doch Emma hat Angst, wird oft von ihrer Mutter geschlagen und sofort kauft Brian seine Tochter von Jane Palmer ab und zieht sie zusammen mit seiner Frau Bev groß.
Das Familienglück scheint perfekt. Brian ist erfolgreicher denn je, er hat noch einen kleinen Sohn, doch in einer Partynacht wird sein Sohn ermordet...

Die Geschichte steigt ein, als Emma 2 Jahre alt ist und nimmt uns mit auf ihre Lebensreise. Wir erfahren ihr Leben bis zu ihrem 6. , 12. und 18. Lebensjahr. Immer wieder springen kleine Episoden ein in denen Emma, ihre Entwicklung ihr Leben im Mittelpunkt stehen.
Und dann ist Emma eine schöne junge Frau, möchte aus dem goldenen Käfig ihres Vaters aussteigen und baut sich ihr eigenes Leben auf. Leider ist Emma sehr naiv und unwissend.
Sie verliebt sich in einen anderen Musiker, der jedoch nicht der zu sein scheint für den er sich ausgibt.

Mir hat die Handlung und der Verlauf wirklich gut gefallen und auch Emmas Charakterentwicklung, ihre Ängste und das Trauma mit denen sie lebt, fand ich absolut nachvollziehbar.
Es handelt von so einem alltäglichen Grauen, dass sich niemand wünscht und leider doch zu oft vorkommt. Es geht um Frauen, die von ihren Männern misshandelt werden und doch nie den Ausbruch schaffen, es geht um verlorene Liebe, Freundschaften und das Erkennen, wer man selbst ist und was man will.
Das Buch behandelt wirklich eine sehr ernsthafte Thematik und nicht selten hat man einen Kloß im Hals. Und dann wird nach über zwanzig Jahren auch nochmal der Fall des kleinen Darren McAvoy aufgereiht.

Obwohl das Ende voraussehbar war, war es der Verlauf der Handlung bei weitem nicht. Ich bin absolut begeistert.
Emma ist ein wirklich toller Charakter und wenn man bedenkt, dass der Roman in den 70er Jahren handelt, wo die Menschen kein Internet zur Verfügung haben du viele gesellschaftliche Dinge noch ganz anders lagen als heute und vieles auch noch verschwiegen wurde, dann kann ich Emma nur bewundern, dass sie trotzdem ihren Weg geschafft hat.
Ihre Freundin Marianna ist ein sehr beständiger Charakter in ihrem Leben und gehört einfach dazu. Sie strahlt Lebensfreude auf, handelt entschlossen und ist immer für ihre Freundin da.
Jane Palmer ist einfach nur traurig und ein bisschen gruselig. Ich finde es schlimm, wie manche Frauen einfach ihre Kinder verkaufen können, wenn sie dafür ein paar Noten hingeblättert bekommen.
Brian ist ein wundervoller Vater, den ich sehr in seinen Handlungen verstehen konnte. Ich bewundere ihn, dass er trotz seinem Hang zum Alkohol, den Frauen und den Drogen so auf dem Teppich geblieben ist und immer noch Freude und Spaß an seiner Musik findet.
Bev war mir am Anfang etwas unsympathisch, aber auch sie entwickelt sich über den Verlust ihres Kindes weiter und blüht am Ende nachdem sie eine kurze Zeit verwelkt war, wieder auf.
Drew ist einfach ein Blender. Er zeigt seine charmanteste Seite und zaubert das aus dem Hut was Frauen sich wünschen. Am Anfang fand ich ihn richtig nett und verständnisvoll, aber schnell stellte sich sein sehr hässlicher wahrer Charakter zum Vorschein.
Michael ist ein Cop, wie fast alle männlichen Helden in Roberts Büchern. Er ist durch und durch männlich, schmeißt nicht gerade mit Romantik um sich und ist auch sonst eher der Praktiker, aber dennoch ist er toll, hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt und ich fand ihn einfach klasse!

Der Schreibstil hat mir wie immer sehr schöne Lesestunden beschert, die Spannung war wirklich hoch und am Ende habe ich einfach nur noch mit gefiebert , gelesen, gelesen und gelesen. Fast bin ich schon ein bisschen enttäuscht, dass es nun zu End eist, aber ich denke Roberts hat wirklich alles rausgeschöpft was zu schöpfen war, ging tiefgründig und einfühlsam auf spezielle Themen ein und alles andere wäre sonst auch zu viel geworden.

Fazit:
Ein Roman, den ich wirklich allen empfehlen kann, die Nora Roberts Romane lieben, ein bisschen Spannung, Action und Liebe, Krimiflair und Tragik dabei haben wollen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.