Montag, 27. April 2015

Rezension zu Loving von Katrin Bongard

Eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch
 

Inhalt vom Buchrücken:

"Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt", sagt Luca leise und so erstaunt, als könnte er sich selber nicht glauben. Und mir geht es genauso, denn meine schwärmerischen Gedanken an ihn waren eine Sache, aber dies ist etwas anderes. Erwachsen. Magisch. Unausweichlich. Das hätte Ella nie gedacht. Dass sie – die sich für Bücher und Buchblogs interessiert – sich ausgerechnet in den coolen Luca verliebt. Luca, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten. Und den sie bis vor Kurzem nur oberflächlich und arrogant fand. Doch bei einem Schulprojekt über Jane Austens Stolz und Vorurteil lernen sie sich besser kennen … Sich nicht zu verlieben – einfach unmöglich!

Meine Meinung:

Ich habe mich schon sehr auf die Geschichte gefreut und wurde nicht enttäuscht. Loving ist eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch.
Wenn man sie erst mal angefangen hat zu lesen, dann kann sie nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist zwar nicht anspruchsvoll, aber verarbeitet auf eine schöne Art und Weise die Themen Liebe, das erste Mal und Freundschaft.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht.
Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Ella. Sie liebt das Buchbloggen über alles, und schnell habe ich mich mit ihrem Alltag von SUBs und Kommentaren unter Blogbeiträgen wiedergefunden.
Sie selbst gibt nicht viel auf ihr Äußeres, allerdings hasst sie ihre dicke Brille.
Sie gilt in der Schule als Streberin, schwänzt nie und wird von den "Tussis" wie Luft behandelt. Doch das stört sie kaum und schlagfertig gibt sie denen Kontra. Sie hält nicht viel von der Welt der Partys, Schminke und dem Thema Jungs.

Doch dann soll sie für ihre Freundin Zoe Luca ausspionieren und landet mit ihm prompt in einer Arbeitsgruppe zum Thema Stolz und Vorurteil.
Und während Zoe wieder für einen anderen Typen schwärmt, lernt Ella auch ein paar andere Seiten von Luca kennen.
Bislang hielt sie ihn für oberflächlich und arrogant. Er hatte fast jedes Mädchen an der Schule, knutscht Barbie Melanie vor aller Augen im Flur ab, als wenn er sie gleich auffressen möchte und gilt als der coole Skater, Climber und Draufgänger. Die Mädchenherzen fliegen ihm reihenweise zu, doch nur bei Ella scheint sein charmantes Lächeln nicht zu klappen.

Durch das Schulprojekt kommen sich Ella und Luca langsam immer näher. Luca beginnt sogar das Buch zu lesen und Ella schlägt sich mit Dauerkrisen über die erste Liebe herum. Noch nie hat sie so gefühlt und wenn sie ehrlich ist, dann möchte sie das auch gar nicht und dann gibt es da ja auch noch ihren Buchblog, die Leipziger Buchmesse, ihre Bloggerfreundin Alex und die nervige Melanie.
Es ist gar nicht so leicht, wenn man vom grauen Mäuschen plötzlich in der Rangliste aufsteigt.

Viele Dinge haben mir sehr gut gefallen. Ich mochte vor allem Ella. Ich konnte ihre Handlungsweisen gut nachvollziehen und habe mich z.T. auch in ihr wieder gefunden. Sie ist ein Einzelkind und liebt viele Menschen in einem Raum und wird von Großfamilien scheinbar magisch angezogen. Sie denkt unkompliziert und pragmatisch und überhaupt war sie weder schüchtern noch wehleidig sondern witzig und intelligent.
Luca fand ich auch wirklich cool. Denn hinter seiner oberflächlichen Fassade und dem Charmeur versteckt sich doch ein ganz lieber Kerl, der Nachhilfe in Physik gibt, seine Schwestern über alles liebt und aufmerksam und mit offenen Augen durch die Welt geht.
Ellas Eltern waren lässig und wirklich entspannt und auch Lucas Mutter Monja hat super ins Bild seiner Familie gepasst.
Ich mochte auch Lucas Schwestern Hannah und Lucy, die das erste Eis des Kennenlernes brechen und es Ella leicht machen sich in die Familie einzuleben.

Nur Zoe und Melanie waren mir leider absolut unsympathisch. Zoe ist zwar ein nettes Mädchen, aber doch zu sehr Mädchen und denkt auch immer nur an das eine. Und Melanie war für mich nicht ganz schlüssig. Sie war richtig nett und freundlich, teils eine ehrliche Haut und am Anfang dachte ich noch, ach sie ist doch gar nicht so ein eingebildetes Püppchen wie angenommen, doch dann wird sie plötzlich fies und hinterhältig und gemein.

Und obwohl ich die Geschichte in sich sehr abgerundet fand, fand ich die Tatsache nicht so schön, dass die Brille in dem Buch verteufelt wird. Es wird der Eindruck erweckt als sei man mit Brille hässlich und könnte die wahre Augenfarbe ect. nicht erkennen, was ja gar nicht stimmt. Man kann auch einen Freund mit einer Brille bekommen. Auch wirkte das Bloggen ein bisschen negativ, als wenn es plötzlich eine Mauer in dieser und der wirklichen Welt bilden würde und sie von ihre frisch neu entdeckten Realität abhalten.
Dabei ist dem zwangsläufig auch nicht so, sondern man kann beides ganz wunderbar verknüpfen.

Das Ende fand ich etwas unklar und irritierend, aber ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Er ist einfach, aber fügt sich in die Jugendwelt wunderbar ein.

Fazit:

Loving ist eine süße Liebesgeschichte über die Themen Freundschaft, Liebe, aber auch Vorurteile.
Einen kleinen Kick haben Stolz und Vorurteil gegeben, denn Ella und Luca sind sich gar nicht unähnlich wie Elisabeth und Mr. Darcy. Ich fühlte mich gut unterhalten. :-)


Kommentare:

  1. Hey :)
    das Buch klingt gut, zwischendurch stehe ich auf leichte Jugend-Liebesgeschichten wenn die nicht zu kitschig sind. DasBuch werdeich mir erstmal vormerke.
    Liebe Grüße :)

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    1. Kitschig fand ich sie auf jeden Fall nicht.

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