Mittwoch, 8. April 2015

Rezension zu Legend - Berstende Sterne


Das Ende hat mich berührt.
 
 

Inhalt vom Buchrücken:

Machen sie ihre Drohungen wahr, wird das zahllose unschuldige Menschen das Leben kosten. Und das könnten wir verhindern, indem wir ein einziges Leben aufs Spiel setzen. Day und June haben so viel geopfert für die Republik und füreinander. Nun scheint das Land endlich vor einem Neubeginn zu stehen.
June arbeitet mit dem Elektor und führenden Politikern zusammen, während Day einen hohen Rang beim Militär bekleidet. Keiner der beiden hätte die Umstände vorhersehen können, unter denen sie wieder zusammenfinden. Gerade als ein Friedensabkommen unmittelbar bevorsteht, drohen Anschuldigungen einen erneuten Krieg heraufzubeschwören. Um das Leben tausender Menschen zu retten, soll June nun Day darum bitten, das zu opfern, was ihm am meisten bedeutet ...
 Das packende, actionreiche Finale der New-York-Times-Bestseller-Trilogie! Im Abschlussband der Dystopie treffen große Hoffnung und große Verzweiflung aufeinander und bis zuletzt bleibt völlig offen, ob ein Happy End für Day und June und ihre große Liebe möglich ist.


Meine Meinung:

Ich brauche einen 4. Teil!!!!!!

Das Buch war toll, ein Auf und Ab, es hat mich halb wahnsinnig gemacht, dann war ich enttäuscht und dann fesselte es mich stundenlang ans Bett.
Ich war verzweifelt, emotional zerstört, voller Hoffnung - ich bin hin und hergerissen.

Im Großen und Ganzen hat mir das Finale der Trilogie mega gut gefallen. Es fügt sich nahtlos an die anderen Teile an. Am Anfang fand ich alles super mega spannend und war ganz hibbelig auf den Beinen, dann gab es kurz einen Hänger und ich konnte das Buch auch mal getrost aus der Hand legen, weil ich es dann ganz schön trocken fand in den militärstrategischen Überlegungen, aber danach nahm es wieder voll an Fahrt auf und ab der Hälfte war es nur noch Spannung pur!
Die Autorin lässt ihrem Geist ungezügelt freien Lauf, springt dorthin und dahin, nichts ist vorhersehbar und jede Seite steckte voller Überraschungen.
Und genau dieser zweite Part im Buch, der einfach so gewaltig, actiongeladen ist und rasende Herzklopfen verursacht, der mir noch bis zur letzten Seite den letzten Nerv raubte, macht den trockenen und manchmal zu sachlichen Anfang wieder wett.

Zur Handlung möchte ich diesmal keine großen Worte verlieren. Es passiert einfach so viel, dass ich nicht Gefahr laufen möchte euch zu spoilern und das würde dem ganzen auch den Kick nehmen.
Aber ich kann euch versichern, dass es nicht langweilig wird.
Und obwohl es Pläne gibt, und Handlungen besprochen werden und man glaubt zu wissen, was jetzt kommt, geht natürlich wieder etwas schief.
Marie Lu hat es verstanden, was es heißt einen Leser in Ketten zu legen. Sie hat sich im schreiben entwickelt und das ganze Buch steigert sich die ganze Zeit.
Aber am schlimmsten war das Ende.
es war nicht schlimm, wie ihr jetzt vielleicht denkt, aber es war und ist immer noch zum Luft anhalten, ich war aufgeregt und traute mich kaum die letzte Seite zu lesen. Ich habe echt ganz schön gelitten und mit gefiebert und bin mir immer noch unschlüssig ob ich es jetzt gut oder schlecht finde.
Auf eine gewisse Weise mag ich es nicht, aber auf der anderen Seite macht es die ganze Geschichte um Day und June authentischer, verleiht ihn echtes Lebensgefühl. Es macht mich traurig, dass es sich so entwickeln musste, aber ich glaube ein anderes Ende wäre auch nicht möglich gewesen. Dann hätte das Finale nicht diesen Nachhall und daher ist es auch wieder gut.

Nichts destotrotz wäre ich einem vierten Teil nicht abgeneigt, einfach meines Seelen Friedens Willen.

June war mir noch nie besonders sympathisch. Sie ist für mich einfach zu sehr Soldat in Fleisch und Blut und mehr so die kühle Blonde mit dem klugen Köpfchen. Sie ist bleibt June bis zum Schluss. Natürlich macht auch sie ein paar Veränderungen durch, aber besonders im letzten Drittel hat sich für mich nochmal offenbart, dass sie eben doch nicht so der Mensch ist, der seine Gefühle offen zeigt, sondern sie eher hinter einer kühlen Fassade verbirgt. Sie denkt strategisch, misst Räume und Details ab, denkt logisch und zackig und ist kein Mädchen für Schnickschnack, sondern pragmatisch, ehrgeizig und sie weiß was sie will.
Das wiederum macht aber auch Legend aus, weil sie eben nicht das typische Mädchen ist.

Day dagegen ist der Herzliche, der sein ganzes Leben lang bis zum Schluss für seine Familie kennt. Er ist der Sonnenschein mit den knallblauen Augen und wirren blonden Locken. Er ist weich und verletzlich, er zeigt Tränen und öffnet sich der Welt.
Er ist nicht der Bad Boy, sondern ein Held des Volkes, und so unglaublich stark tief in seinem Inneren. Ich bewundere ihn für seine Kraft und sein unerschöpfliches Naturell der Hoffnung, des Optimismus und dann hinter jeder Wolke auch die Sonne lauert.
Er ist direkt und neugierig, überzeugend und treu. Er ist der beste der ganzen Reihe und in gewisser Weise tut es mir echt Leid, dass er June sein Herz geschenkt hat.

Eine besondere Rolle im Abschluss der Legend-Trilogie bekommt Eden. Er ist Days kleiner Bruder, aufgrund der Untersuchungen erblindet, aber ein sehr helles Köpfchen, der sehr schnell weiß, was er will. Ich mochte ihn wirklich sehr und er war so niedlich, so süß, dass ich ihn am liebsten an mich gedrückt hätte.

Blass dagegen bleiben für mich Anden, Lucy und Tess. Ich weiß nach wie vor nicht, was Anden eigentlich für ein Mensch ist, und außer das Lucy auf Eden aufpasst, bleibt auch sie sehr farblos.
Aber vielleicht spielt das auch gar keine Rolle, da der Fokus wirklich auf Day, June und dem Krieg liegt.

Der Schreibstil von Marie Lu hat mir wirklich gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass sie zwar keine so romantischen Szenen schreiben kann und wenn sie es tut, es sich irgendwie so seltsam rational und berechnet liest, ihre Action Szenen, Kämpfe aber umso besser lesen. Diese beschreibt sie wirklich genial, so dass ich immer den Eindruck hatte, wirklich dabei zu sein.

Fazit:

Insgesamt ein wirklich gelungener Abschlussband einer Trilogie, die sich eigenständig von den anderen abhebt.
Das Ende hat mich zu Tränen gerührt.

 
<3 Fiorella

Kommentare:

  1. Gerade das rationale und berechnende am Buch hat mich überzeugt. Ich fande das Ende großartig...meistens kann man ein Ende eines Buches irgendwie vorahnen und die Autoren versuchen es allen Recht zu machen... mit diesem Ende hab ich zu keiner Zeit gerechnet! Einen 4. Teil hätte ich gerne weil ich wieder was von Day und June lesen wollen würde, aber eigentlich auch nicht. Denn man soll ja aufhören wenn es am Schönsten ist, und dieses Endewar fürmich hervorragend gelöst :)
    Liebe Grüße

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    1. Das ist schön.
      Naja also ich weiß gerade gar nicht ob ich das schreiben kann, ohne andere die das Buch noch nicht gelesen haben zu spoilern:

      VORSICHT
      Warte: An alle, die das Buch noch nicht gelesen haben - diesen Kommentar ignorieren!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      Denn warum mussten es 10 verdammte Jahre sein? Ich finde die Zahl so makaber. 5 hätten doch uch gereicht und ich hätte es sogar noch besse rgefunden wenn er sich hätte erinnern können gleich nachdem er aufwacht weil 5 Monate im Koma....das ist ja auch nicht ohne. Aber auf der anderen Seite stimmt es schon was du sagst, denn das wäre ja irgendwie auch zu leicht für die zwei gewesen. da muss nochmal so eine Spitze rein und ich glaube genau DAS macht auch die Wirkung am Ende aus,

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    2. Wenn ich an deren Stelle wäre, dann hätte ich 5 Jahre auch definitiv besser gefunden :D

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    3. Jaa, irgendwie weniger schmerzhaft um die verlorene Zeit.

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