Mittwoch, 22. April 2015

AUTORENINTERVIEW mit Alexandra Stefanie Höll



Hey ihr Lieben,
vor ein, zwei Wochen durfte ich ein Interview mit Alexandra Stefanie Höll führen. Und die Antworten sind wirklich fantastisch. Ich schwöre, wenn ich sage, dass ich sogar einmal vom Stuhl gefallen bin :-)



Wer mich kennt, weiß, dass ich ihre bisher erschienenen Romane einfach abgöttisch liebe.
Wenn ihr auf das Cover klickt, kommt ihr zu meinen Rezensionen dazu :-)

 
   http://blaueblaubeere.blogspot.de/2015/03/rezension-zu-wie-weit-du-auch-gehst-von.html        http://blaueblaubeere.blogspot.de/2015/02/rezension-zu-wo-immer-du-bist-darling.html



20 Fragen an Alexandra Stefanie Höll

1. Mit was schreibst du? Handschriftlich oder Laptop?

Von meinen obligatorischen Notizzetteln abgesehen, schreibe ich auf meinem Laptop. Etwas anderes könnte ich mir gar nicht vorstellen, weil ich beim Tippen sehr gerne zwischen den Szenen herumhüpfe. Ein handschriftliches Manuskript? Du liebe Güte, das wäre bei mir ein bizarrer Blätterwust. :O)

2. Hast du Notizblöcke oder Schreibhefte?

Weder noch. Ich nutze für Ideen oder Hinweise lose Zettel in jeglicher Ausführung und habe sie ständig in Griffweite. Man findet sie bei mir überall: In Schubladen, auf/unter/neben dem Laptop, in diversen Handtaschen, im Auto, in der Sporttasche, rund um den Nachttisch.

3. Wer darf als erstes deine Manuskripte lesen?

Meine Freundinnen, meine Schwester und meine Mom. In wechselnder Reihenfolge – je nachdem, wen ich im Bedarfsfall zuerst greifen kann.

4. Wo nimmst du die Inspiration und Motivation zum Schreiben her?

So genau lässt sich das gar nicht benennen. Es kann sich um ein Situation im Alltag handeln, einen Film, Musik, einen Traum oder eine Person. Einfach Dinge, die mich berühren, begeistern oder beschäftigen. Wenn mir ein Handlungsstrang einfällt, kann ich es kaum erwarten, ihn niederzuschreiben.

5.  Dein Lieblingsgetränk/ - nervennahrung beim Schreiben ist...?

Wenn ich richtig im Schreibfieber bin, vergesse ich alles um mich herum. Dann stehen Kaffee und Kekse manchmal stundenlang unberührt neben mir – oder die Kekse sind irgendwann verschwunden und ich denke: „Wann habe ich die denn gegessen?“ :O)

6. Hast du Schreibmusik? Wenn ja welche?

Schreiben und Musik bilden für mich eine untrennbare Einheit. Je nach Szene oder Buch, variieren auch die Musiktitel, die ich dabei höre. Bei „Wie Flammen auf Eis“ haben mich hauptsächlich Chillstep und Progressive House (vor allem Martin Mittone) begleitet. Bei „Wo immer du bist, Darling“ war es dagegen eher Filmmusik und bei „Wie weit du auch gehst“ hatte ich überwiegend Electronic im Ohr. Ich höre beim Schreiben aber auch Reggaeton, DnB, HipHopoder Klassik – also faktisch alles kreuz und quer. *schmunzel*

Interessanterweise kristallisiert sich trotzdem bei jedem Buch irgendwann ein Musiktitel heraus, der für mich ganz speziell mit dieser Geschichte verbunden ist. Immer wenn ich diesen Titel dann höre, sehe ich die markanten Szenen vor mir, fast wie ein virtueller Buchtrailer.

7.  Wie sieht dein idealer Schreiballtag aus?

Auf jeden Fall sollte ich am nächsten Tag frei haben, denn meistens beginne ich erst abends mit dem Schreiben, weil ich in der Dunkelheit einfach prima in die Geschichte abtauchen kann. Kürzlich habe ich mich gefragt, was mich beim Tippen blendet - bis mir aufgefallen ist, dass hinter mir gerade die Sonne aufgeht ...

8. Was tust du, um eine Schreibblockade zu lösen?

Wenn´s total klemmt: Nicht schreiben.

Eine Szene lebt davon, dass ich mich emotional in die Handlung und Stimmung hinein versetzen kann. Falls das nicht klappt, wechsele ich in eine andere Szene, ein anderes Buch oder klappe den Laptop schlicht zu. Manchmal ist ein Hänger aber auch ein Zeichen, dass meine Protagonisten partout nicht in die von mir gewünschte Richtung wollen. Ich lasse sie dann einfach „laufen“. Dabei entstehen oft überraschende Wendungen und Charakterzüge.

9. Wann ist deine beste Schreibzeit?

Spät abends oder tatsächlich nachts. Immer, wenn ich beim Tippen mal auf die Uhrzeitanzeige meines Laptops schaue, bestätigt sich das.

10. Wo schreibst du am liebsten?

Ich pendele im Grunde zwischen zwei Orten: Dem Esstisch im Wohnzimmer und dem Sofa. Es kann sein, dass ich monatelang am Esszimmertisch residiere und mich von einem Tag zum nächsten mit dem Laptop auf dem Sofa wiederfinde.

11. Planen oder einfach drauf los schreiben?

Erst grob planen, dann drauf los schreiben. :O)

Bei meinen Geschichten wächst zuerst eine Grundidee von der ungefähren Handlung. Anschließend entstehen die Protagonisten (Aussehen, Name, Charaktereigenschaften). Sobald diese Basis vorhanden ist, stürze ich mich in die interessanteste Szene und tippe los.

12. Wie gefallen dir die Cover zu deinen Romanen?

Supergut! Ich entwerfe zu jeder Geschichte ein eigenes Buchcover und habe mich arg gefreut, dass das liebe Bookshouse-Team bei der Erstellung der Verlagscover meine Ideen und Anregungen aufgegriffen hat. Dieses Zusammenwirken war wirklich klasse!

13. Hast du einen Lieblingscharakter?

Mhh, das ist schwierig zu beantworten. Alle meine Liebespaare sind mir durch ihre einzigartigen Charaktere ans Herz gewachsen. Wenn ich dennoch spontan antworten müsste, würde ich vermutlich bei meinen „Jungs“ aus den drei Romanen landen: Silas, Ramon und Kenan. Sie haben jeder für sich eine fantastische Ausstrahlung. Smart, vielschichtig, geheimnisvoll, manchmal gefährlich oder stur. Wenn ich mir vorstelle, sie würden jetzt leibhaftig vor mir stehen ... Mein Gott, war es vorher auch schon so heiß im Zimmer? ;O)

14. Kann man deine Persönlichkeit in einem deiner Protagonisten wieder finden?

Das klingt jetzt verrückt, aber ich empfinde meine Protagonisten als eigenständige, reale Personen, obwohl sie immer fiktiv sind. Trotzdem trägt jeder Fragmente von mir oder Menschen aus meinem Umfeld in sich. Oft puzzelt sich der Charakter eines Protagonisten aus Fantasie und Kleinigkeiten von (verschiedenen) lebenden Personen zusammen.

15. Warum zieht es deine deutschen weiblichen Heldinnen immer nach Amerika? Anja wollte Urlaub machen, genau wie Evelyn.

Ein Grund dafür ist sicher, dass ich selbst ein absoluter USA-Fan bin. Ganz besonders der Kontrast zwischen den Städten und der teilweise menschenleeren, abwechslungsreichen Landschaft hat mich begeistert.

Für mich konnte Evelyn ihren Hollywoodstar Kenan tatsächlich nur in den USA treffen. Auch bei Anja boten sich die USA wunderbar als Handlungsort an. In Deutschland gibt es keine, mit der Sierra Nevada in Kalifornien vergleichbare riesige Waldfläche. Wenn ich mir überlege, Anja wäre mit Ramon wochenlang in unserem schönen deutschen Schwarzwald umhergewandert ... Äh, nein. Vermutlich hätten die beiden mehrmals täglich Spaziergänger getroffen. *lach*

16. Was liest du selbst gern?

Liebesgeschichten, Liebesgeschichten und ... Liebesgeschichten :O). Tatsächlich lese ich am liebsten alle Varianten dieses Genres. Insbesondere Romantic Thrill, in dem ich mich als Autorin selbst bewege, aber auch Paranormal Romance oder reine Romance. Zu meinen Lieblingsautorinnen zählen Linda Howard, Lara Adrian und Susan Elizabeth Phillips.

17. Welche Interessen und Hobbies hast du neben dem Schreiben noch?

Klavierspielen bedeutet für mich ein wunderbarer Ausgleich zum Hauptberuf und zum Schreiben. Außerdem male ich gerne mit Bleistift bzw. Acrylfarben oder entwerfe CD- und Buchcover.

18.  Drei Fragen zu den drei Romanen:

 




Wie Flammen auf Eis: Würdest du gern einen Filmstar heiraten?

Nur Kenan, ansonsten eher nicht :O). Ich denke, es ist äußerst anstrengend, rund um die Uhr im Fokus der Medien zu stehen.




 
Wie weit du auch gehst: Was würdest du im ersten Moment denken, wenn du erfährst, deine große Liebe, der Magier, der höchste Killer in Haut und Haar ist?

Hier habe ich keinen Zweifel, dass sich meine Reaktion mit der von Constanze eins zu eins decken würde. Genau wie sie, müsste ich erst einmal den Schock über diese Erkenntnis verarbeiten, bevor ich mir Gedanken über die Zukunft machen könnte. Beim Magier wäre für mich allerdings entscheidend, dass er sich seine „Ziele“ nicht wahllos aussucht.

 

Wo immer du bist, Darling: Warst du schon mal auf einem Ausflug in die Wildnis?

Während des USA-Urlaubs vor vielen Jahren haben meine Freundin Conny und ich uns bei einem Ausflug in die Sierra Nevada verzettelt. Wir waren bis zum Einbruch der Dunkelheit im Wald unterwegs, weil wir die Wegstrecke unterschätzt hatten. Oh ja, ich kann sehr gut mit Anja mitfühlen. Zum Glück haben wir damals keinen Bären getroffen ... ;O)

 

19. Derzeit planst du ein neues Projekt - wie bist du auf die Idee gekommen, da es ja auch wieder etwas völlig anderes vom Setting her ist, als bei den anderen drei Romanen?

Mich hat der Gedanke fasziniert, ein Paar zu begleiten, das sich zu Beginn der Geschichte überhaupt nicht ausstehen kann. Leonore hasst Nathan regelrecht und ausgerechnet mit ihm muss sie nach einem Schiffbruch auf einer einsamen Bahamas-Insel ums Überleben kämpfen. Ich fand die Idee, zwei derart gegensätzliche Personen in ein solches Abenteuer zu werfen, ungemein spannend. Man könnte es vielleicht mit der Frage „Wie gut kennst du deinen Feind?“ umschreiben. Ohne zuviel zu verraten, kann ich sagen, dass die Geschichte so manche Überraschung bereithält – genau wie Nathan ... :O)

20. Zu guter Letzt:

Bestimmt wirst du oft in Interviews das Gleiche gefragt. Welche Fragen kannst du nicht mehr “lesen” und welche Frage würdest du  gern einmal beantworten? Suche dir selbst eine Frage aus. :-)

Wenn ich daran denke, wie gerne ich Interviewfragen beantworte, würde ich sagen, es gibt keine Frage, die man mir zu oft stellen kann. Einen Roman zu schreiben ist wundervoll, aber noch fantastischer ist es, mit anderen Menschen über ihre Gedanken, Emotionen und Eindrücke beim Lesen zu sprechen.

Welche Frage ich gerne einmal beantworten würde? Vielleicht: Ist dir schon einmal eine deiner Romanfiguren im wahren Leben begegnet?

Die Antwort hierzu lautet: Ja. Vor einigen Jahren wartete ich in einer Schlange vor einer Kasse im Supermarkt. Als ich beim Auflegen der Waren nach vorne gesehen habe, dachte ich, mich trifft der Schlag. Vor mir stand das exakte Abbild meines allerersten Protagonisten. Obwohl es sich im Buch um eine fiktive Person handelte, passte jedes Detail. Die Augenfarbe, die blonden Wuschelhaare, die Größe, einfach alles. Zum Glück ist dem Doppelgänger nicht aufgefallen, dass ich ihn vollkommen geplättet angestarrt habe. Die Erklärung dafür hätte er mir vermutlich nicht geglaubt :O)

Vielen lieben Dank, Alexandra, dass du dir die Zeit genommen hast
 die Fragen zu beantworten. :-)

Fiorella




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