Dienstag, 17. März 2015

Rezension zu Viviens himmlisches Eiscafè

Mit Eisrezepten als Abschlusskrönung!



Inhalt vom Buchrücken:

Als Imogen und Anna das wunderschöne Eiscafé ihrer Großmutter an der Strandpromenade von Brighton erben, stellt sie das vor eine schier unlösbare Aufgabe. Das alte Café quillt zwar über vor Charme – keineswegs jedoch von Gästen. Die beiden Schwestern setzen alles daran, Viviens Erbe zu retten und ihm zu altem Glanz zu verhelfen. Also fliegt Anna nach Italien, um an einem Gourmet-Eiscreme-Kurs teilzunehmen, und ihre Rezepte verzaubern bald nicht nur die Kunden, sondern auch einen ganz besonderen Mann ...

Meine Meinung:

Viviens himmlisches Eiscafé ist eine luftige Sommerlektüre für Zwischendurch, die Lust auf Eis weckt.
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, einmal von Anna und dann von ihrer etwas jüngeren Schwester Imogen.
Beide Schwestern stehen im Mittelpunkt ihres Lebens. Anna zieht mit 27 Jahren gerade in ihre erste gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Jon und Imogen wohnt in einer traumhaften Strandhütte in Thailand und schießt Fotos für ihre Fotostrecke.
Doch plötzlich kommt der Einbruch: Ihre geliebte Großmutter Vivien ist gestorben und vererbt ihren Enkellinnen ihr wunderschönes Eiscafè im 50 er Jahre Stil.
Doch dann der Schock. Ohne es zu wissen, war ihre Großmutter schon länger krank und das Eiscafè ist total herunter gekommen. Es hat zwar noch seinen alten Retro - Charme, aber dennoch muss viel Geld in das Cafè investiert werden, um es wieder zum laufen zu bringen.
Während Anna sich sofort nicht nur dem Hund von Vivien annimmt und sofort Feuer und Flamme für das Cafè ist, wünscht sich Imogen nichts sehnlicher als zurück in die Sonne und unter die Palmen zu ihrem Freund Luca zu fliegen.
Doch alles kommt anders...

Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und während Imogen im verregneten Brighton die Gäste mit ihren Experimenten vergrault und scheinbar alles den Bach runter geht - mit der Neueröffnung, sowie mit ihre Beziehung, besucht Anna in Florenz einen Kurs, wie man köstliches Eis herstellt.

Anna war mir wirklich sympathisch. Ich kann sie gut nachvollziehen und dass sie sich durchaus in Jon verliebt hat, obwohl er einen kleinen Jungen hat. Alfie kam in seiner Rolle ganz zauberhaft vor und ich an Annas Stelle hätte ihn auch wie einen eigenen Sohn behandelt.
Sie setzt sich für ihre Träume ein und ist auch richtig niedlich, wenn sie an dem Geschmack von Kiwi mit Melone Eis erfreut oder sich über ein vermasseltes Vanilleeis ärgert.
Und während es zu Hause brodelt, taucht auf einmal Matteo auf ihrer Bildfläche auf.

Imogen hadert mit sich und ihrer Umwelt und ist ein Freigeist. Schnell packt sie das Fernweh und sie will wieder weg. Ihre größte Leidenschaft ist das Reisen. Ich kann sie einerseits sehr gut verstehen, aber andererseits war sie mir oft zu pessimistisch und auch negativ dem Eisladen, ihrer Mutter oder Finns guten Absichten eingestellt. Sie lässt sich nur schwer auf einen Kompromiss ein und will mit dem Kopf durch die Wand.

Der Schreibstil war luftig locker zu lesen und genau richtig für eine schöne Sommerlektüre zwischendurch.
Allerdings ist mir beim Lesen keine Romantik aufgekommen und für mich hat es da leider nirgendwo gefunkt, wo es Funken sprühen sollte. Mir war es manchmal einfach zu rational erzählt.
Die Szenen in Florenz haben mir wirklich wieder sehr schön gefallen und ich konnte sie mir lebhaft vorstellen. Die Beschreibungen ließen meinen geist an sonnige Plätze mit viel Wärme und Fensterläden und dem Charme Italiens, wandern. Der Kontrast zwischen Brighton, Thailand und Florenz ist der Autorin wirklich gut gelungen.

Das Ende kam mir dann aber etwas schnell. Plötzlich fügte sich nahtlos eins an das andere und dann passte dies und plötzlich war auch die Beziehung wieder im Lot, oder der Mann wurde mal schnell ausgetauscht...das ging mir einfach viel zu schnell.
Der Familienkonflikt zwischen Jon, Alfie, Mia und Anna fand ich gut eingebettet in die Geschichte, wohin gegen sich der "Feind" der Eisdiele recht schnell fand.

Fazit:
Viviens himmlisches Eiscafé ist ein Sommerroman für zwischendurch, der Lust macht die leckeren und außergewöhnlichen Eiskreationen am Ende des Buches auszuprobieren. Ich fand viele Passagen angenehm zu lesen, bei manchen war ich von ihrer Entwicklung etwas enttäuscht und leider war das Ende auch vorhersehbar. Ein Glück die Strahlesonne in Italien konnte ein bisschen wieder wett machen. :-)
Das Cover passt sehr gut und auf dem ersten Blick wirkt es vielleicht ein bisschen kitschig, aber damit kann man sich das Flair in Brighton sehr schön vorstellen.



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