Freitag, 27. März 2015

Rezension zu Heart. Beat. Love von James Patterson

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen!

 

Inhalt vom Buchrücken:

Scheinbar aus heiterem Himmel schlägt Axi ihrem besten Freund Robinson einen Trip quer durch die USA vor. Robinson macht mit und verwandelt die Reise in ein verwegenes Abenteuer: Statt mit dem Greyhoundbus düsen die beiden auf einer geklauten Harley los. Sie übernachten unter freiem Himmel und schwimmen in Privatpools und immer wieder fragt sich Axi, wann aus ihrer Freundschaft endlich mehr wird. Doch eines Morgens holt sie das Schicksal ein und es wird ihnen klar, dass sie sich vom ersten Augenblick geliebt haben und jeden einzelnen Moment des Glücks, der ihnen bleibt, auskosten wollen . . .



Meine Meinung:


Ich bin überwältigt! Ganz ehrlich. Ich habe mit einer leichten Sommerlektüre gerechnet und freute mich auf einen Roadtrip und die erste Hälfte des Buches war auch genau das. Ich war glücklich und amüsiert und hatte das Buch schon in mein Herz geschlossen - und dann der Schock!
Ich musste diese Stelle gleich zweimal lesen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin immer noch sprachlos, welche Wendung die Geschichte von Axi und Robinson genommen hat - und zwar ergreifend.
Ich war am Ende den Tränen nahe und kann wirklich nur sagen. Lest dieses Buch! Es ist so wunderschön.

Axi lebt mit ihrem dem Alkohol verfallenen Vater allein zu Hause, nachdem ihre Mutter eines Tages einfach abhaute. Sie wird oft BM genannt, was so viel heißt wie Braves Mädchen. Sie ist eine super Schülerin, liest sehr viel, spricht hoch qualifizierte Sprache, zitiert gern und eine Musterstreberin. Ihr Gewissen hat sie zu einem sehr vorbildlichen Menschen gemacht, der mehr Gemüse und Obst isst, als Schokolade und sich vorbildlich an alle Regeln und Gesetze hält.
Doch eines Tages hat sie die Nase voll. Aus einer Laune heraus schlägt sie ihrem Freund Robinson vor gemeinsam abzuhauen und einen sorgfältig geplanten Roadtrip durch die Staaten zu machen.
Doch natürlich wird aus ihren Plänen nichts.
Robinson ist wild, hat die Schule geschmissen und ein wahrer Actionfan und Autofanatiker - und schon bald klauen sie Autos, bedrohen Polizisten und schmuggeln sich durch die Staaten.
Ein unglaubliches Abenteuer beginnt, Inder Axi nach und nach auftaut, rebellisch wird, ihre Bedenken über Bord wirft und einfach wagemutig und kühn und losgelöst handelt.
Und gleichzeitig stehen da diese leisen Funken zwischen Axi und Robinson.
Bisher waren sie nur Freunde. Beste Freunde, gingen durch dick und dünn und scheinen die Seele des anderen zu kennen. Doch was ist wenn sie mehr als Freunde sind? Und beruht die Liebe auf Gegenseitigkeit?

Und dann holt das Schicksal sie plötzlich wieder ein. Ich möchte wirklich nicht verraten, was passiert, einfach weil es mich selbst so überrascht hat, dass ich die gleiche Wirkung auch euch vorbehalten möchte.
Aber es ist soo unendlich traurig und ihr Roadtrip zerrt von der Fröhlichkeit und dem Spaß aus dem ersten Part.
Der zweite Part war anders. Ruhiger, aber genauso schön. Er hatte etwas Sanftes an sich, aber gleichzeitig auch so eine verzehrende Suche nach dem Glück. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich an Axis Situation denke. Kaum hat sie die Liebe gefunden, wird ihr wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht und warum, warum passiert dem einen Menschen so viel Unglück und andere bleiben verschont...Fragen über Fragen quälen sie und ich kann diese auch sehr gut nachvollziehen, denn manchmal ist die Natur der Welt wirklich ungerecht.

Das Ende fand ich ein bisschen schnell, aber gleichzeitig war es auch ganz gut so, wie es war. So blieb der Schmerz kürzer, aber gleichzeitig wurde er auch wieder verstärkt und hinterließ eine kleine kahle klaffende Lücke, wie schnell etwas vorbei geht.

Axi ist ein wunderbarer Charakter. Sie legt im Laufe der Reise einen unglaublichen Entwicklungssprung hin. Sie ist lieb und wild, lernt Autofahren, lacht und kostet zum ersten Mal das Leben in vollen Zügen aus. Und so zerbrechlich sie am Anfang auch wirkt. In ihrem Inneren ist sie ein sehr sehr starker Mensch.
Robinson geht unbeschwert durch das Leben, schafft es mit einem Schraubenschlüssel eine Harley zum laufen zu bringen, er ist ein Meister in Autodiebstählen und so sanft und fürsorglich Axi gegenüber. Er ist so ein perfekter liebevoller Freund, dem die Liebe und Sanftheit in den Augen geschrieben steht.
Und er will leben! Und essen! Und Spaß haben! Koste es was es wolle, lieber das Risiko zu sterben, als nie den Funken der Wildheit, der Angst, des Herzrasen, der Geschwindigkeit erlebt zu haben.
Und ich konnte seine Entscheidung am Ende sehr gut nachvollziehen. So schwer sie fällt, wenn man sein Los akzeptiert hat, dann hat man die Wahl, die letzten Meter zu schlafen, oder zu leben.

In dem Buch sind sehr viele Bilder miteingefügt, die ich gern betrachtet habe. Ich mag eine solche Aufmachung von Fotos von Robinson, von Spiegeleiern und vielen Kleinigkeiten, die alle zum Text passten.
Doch auf der letzten Seite mit dem letzten Foto musste ich doch schlucken und erst einmal tief durchatmen.

Der Schreibstil von James Patterson und Co-Autorin Emily Raymond hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig zu lesen, sodass ich nur so durch die Seiten gerutscht bin.
Die Dialoge zwischen Axi und Robinson wirkten authentisch und oft hatte ich das Gefühl neben ihnen zu stehen, im Auto zu sitzen oder im engen Zelt zu schlafen.

Fazit:

Heart. Beat. Love ist ein MUSS für alle, die Jugendbücher lieben, mit Abenteuern, Liebe aber auch Tragik und Trauer.
Ein wundervoller Roman, der mich auf ganzer Länge überzeugen konnte.


 
<3 Fiorella

Kommentare:

  1. Und noch so eine wundervolle Rezension zu diesem Buch !!! <3
    Es wird Zeit für mich, das Buch zu lesen.

    Ganz liebe Wochenendgrüße an dich <3
    Hibi

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    1. Dir wünsche ich auch ein schönes Wochenende mit hoffentlich besserem Wetter als bei mir.

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  2. Wow *.*
    Also mich hast du auf jeden Fall absolut überzeugt! Das Buch hüpft sofort auf meine Wunschliste (:
    Wundervolle Rezension!

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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  3. Hey

    Eine wunderschöne Rezi hast du wieder einmal hier :)
    Ich bin bei Büchern und Filmen so was von emotional und so habe ich auch hier wieder einmal echt geheult und war nicht so wie du nur den Tränen nahe ^^! Ich kann das Buch auch wirklich jedem empfehlen.

    Liebe Grüsse
    Denise

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    1. Dankeschön Denise,
      ja emotional bin ich auch, aber ich glaube mir ging es einfach zu schnell, als das ich gleich heulen musste. Und bei den meisten Büchern muss ich immer erst beim Rezensionsschreiben weinen, weil ich es dann so richtig mit Händen greifen kann.
      Dir eine schöne Woche :-)
      Fiorella

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