Montag, 23. März 2015

Rezension zu Dreizehn Wünsche für einen Sommer von Morgan Matson

Ein Sommerroman, den man auch im Winter lesen kann



Inhalt vom Buchrücken:

Eine Liste voller verrückter Aufgaben für einen unvergesslichen Sommer -  Emily kann es nicht glauben: Ihre beste Freundin Sloane ist verschwunden, einfach so. Keine Erklärung, kein Abschied, nichts. Das einzige Lebenszeichen, das Emily ein paar Tage später erhält, ist ein Brief mit einer merkwürdigen Liste, eine To-do-Liste wie es scheint. Soll Emily sich damit die Zeit bis zu Sloanes Rückkehr vertreiben? Da es das Einzige ist, was ihr von Sloane bleibt, macht sie sich daran, die Dinge auf der Liste abzuarbeiten. Äpfel pflücken in der Nacht? Kein Problem. Tanzen bis zum Morgengrauen? Klar, warum nicht. Einen Fremden küssen? Nacktbaden? Moment mal … Schnell wird Emily klar, dass Sloanes Liste sie ganz schön herausfordert. Doch als ihr unerwartet der gut aussehende Frank zu Hilfe kommt, steht ein unvergesslicher Sommer bevor …

Meine Meinung:

Ich fand, dass Dreizehn Wünsche für einen Sommer leider nicht der beste Roman von Morgan Matson ist. Die Geschichte hat mir durchaus gefallen und ich habe das Buch in zwei Tagen durch gelesen gehabt, allein der Schreibstil und die süßen Kleinigkeiten des Lebens faszinieren mich immer an ihren Romanen - und auch hier mangelte es daran nicht aber im Gesamtkonzept stimmt einfach manches nicht und machen für mich die Geschichte nicht rund.

Sloane ist verschwunden und hinterlässt Emily eine Liste.
Emily ist ein sehr schüchterner Mensch, der sich schnell mal zurück zieht, versteckt und nervös wirkt. Doch an der Seite ihrer besten Freundin blüht sie auf, lebt, traut sich mal etwas.
Sloane ist der Mittelpunkt ihres Lebens. Emily hat keine anderen Freunde, telefoniert und schreibt jeden Tag mit Sloane, verbringt praktisch jede freie Minute mit ihrer Freundin und stört sich auch nicht daran, dass kaum jemand ihren Namen kennt, sondern sie immer mit "Ach Sloanes Freundin", bezeichnet wird.
Sie ist wie ein Schatten ihrer Freundin und schnell stellt sich heraus dass sie ohne Sloane im Schlepptau an ihrer Seite nicht wieder erkannt wird.
Mit ihrer Freundin hatte Emily große Pläne für die Sommerferien, doch sie alle verpuffen, als ihre Freundin spurlos verschwunden ist.
Die ersten drei Wochen versucht Emily immer Kontakt zu ihrer Freundin aufzunehmen, spricht auf ihre Mailbox, fährt täglich an ihrem Haus vorbei und hält überall in der Stadt Ausschau nach ihr.
Besonders in dieser Phase wird deutlich, wie abhängig Emily von ihrer besten Freundin ist und ohne sie praktisch nicht überleben kann.
Doch schließlich führt eins zum anderen.
Ihre Eltern schreiben gerade an einem neuen Theaterstück und sind in ihrer eigenen Welt gefangen und so kümmert sie sich als große Schwester um ihren kleinen Bruder.
Und dann passiert alles auf einmal.
Sie beschließt die Liste abzuarbeiten und lernt dabei neue Freunde kennen.

Im Laufe des Romans wird die Freundschaft der Vier, Emily, Frank, Dawn und Collins immer enger, sie haben Spaß zusammen und ganz nebenbei arbeitet Emily die Liste ab, mit Punkten wie eine Person namens Jamie umarmen, Nacktbaden oder einen fremden Küssen, sich als ältere Person mit gefälschtem Ausweis in eine Bar schmuggeln, unterm Sternzelt schlafen usw.
Wie der Titel schon schließen lässt, muss Emily 13 Aufgaben erfüllen.

Die Art und Weise wie Emily mit Hilfe ihrer neuen Freunde die Aufgaben gelöst hat, fand ich sehr schön. Manche fand ich etwas einfach, aber andere waren einfach nur schön und eine Lösung für alle.
Im Laufe des Sommers entwickelt sich Emily unheimlich und wird von einer kleinen graue Maus zu einem offenerem Menschen, der einen Entschluss fasst und ihn auch durchzieht!

Frank ist Jahrgangssprecher und ein Streber durch und durch, aber auch er hat überraschende Seiten an sich und ist nicht der er zu sein scheint und auch hinter der allen bekannten aalglatten Fassade aus Erfolg, Zufriedenheit und Glück verbergen sich Gefühle und Probleme im Elternhaus.
Ich weiß nicht woran es lag, aber mich mochte Frank nicht. Ich bin mir sicher, dass es anderen anders geht, weil es absolut nichts an ihm auszusetzen gibt. Er ist nett, charmant und hat viele positive Eigenschaften die man sich wünscht, aber trotzdem war er einfach nicht mein Typ und daher konnte ich mit der Freundschaft, die sich leicht zu mehr entwickelt zwischen Emily und Frank einfach nicht nachvollziehen.
Auch Dawn war mir etwas ...nun ja am Anfang mochte ich sie. Sie sprüht vor Lebensfreude, liefert Pizzen aus, aber ihr Charakter an sich blieb ziemlich blass und ich könnte sie nicht groß umreißen und auch ihren Ausflipper am Ende fand ich unnötig und nicht gerechtfertigt. Das war einfach zu gewollt, zu übertrieben und passte einfach gar nicht.
Collins war für mich noch am Besten. Er tut immer auf ober cool, versucht immer die Queens und Mädchen in höherer Liga als er an zu graben und kassiert immer einen Korb - und er weiß es. Er ist ziemlich albern und passt eigentlich gar nicht zu Frank, aber er hat eine treue Seele und ich musste ihn einfach gern haben.
Und dann gibt es da noch Emilys Familie, die ich wirklich lieb gewonnen habe. Ihr Bruder ist ein kleiner Draufgänger und klettert über alles, was er erreichen kann und auch ihre Eltern sind verrückt und wild und bestimmt nicht wie normale Mütter und Väter aber auf der anderen Seite wieder doch, denn was ist schon normal?


Im Laufe der Handlung gibt es immer wieder Rückblenden in Emilys Vergangenheit die alle unweigerlich mit Sloane zusammen hängen, so lernt man auch ihre verschwundene Freundin kennen.
Ich finde Sloane ziemlich einvernehmend und sie hat so eine dominante Ader an sich, obwohl das auch an ihren Familienverhältnissen liegt. Die Idee mit der Liste und bestimmte andere Charaktereigenschaften mit denen sie Emily aber hilft, einen stabileren Charakter aufzubauen, der auch auf eigenen Füßen stehen kann, finde ich wieder genial und sehr sehr nett.

Auch gibt es immer mal wieder Playlisten, zum Laufen, Musik neue und unbekannte, wie bekannte Songs von den Beatles und typische Alltagsgegebenheiten die wir kaum in unserem Leben wahrnehmen, aber im Buch so echt und authentisch alles etwas realer und liebenswerter machen.

Der Schreibstil von Morgan Matson hat mir gefallen, es war spannend und flüssig zu lesen und die Dialoge zwar nicht immer wichtig für die Handlung aber doch interessant.
Das Ende konnte mich jedoch gar nicht überzeugen. Es strotzt so vor Ungereimtheiten und die letzte Seite endet einfach so unklar, dass das ganze Buch im Grunde keinen wirklichen Sinn hat außer über ein Mädchen und deren Sommererlebnis zu berichten.

Fazit:

Dreizehn Wünsche für einen Sommer hat positive wie negative Seiten. Ich finde es ist ein wunderbarer Sommerroman, nett zu lesen für zwischendurch, aber vom Hocker reißen konnte er mich nicht.
Dagegen sind ihre anderen Romane allen voran Vergiss den Sommer nicht, sehr sehr viel besser.

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