Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezension zu Vergiss den Sommer nicht von Morgan Matson

Einfach ein wunderschönes Buch zum Träumen, Weinen und Nachdenken.



Inhalt vom Buchrücken:

Ein letzter Sommer, der ewig währen sollte ...Immer wenn es brenzlig wird, hat Taylor genau eine Lösung: Sie rennt weg. Doch jetzt ist es die Zeit, die ihr davonläuft. Ihr Vater hat nur noch wenige Wochen zu leben und einen Wunsch: Diesen letzten gemeinsamen Sommer soll die Familie in Lake Phoenix verbringen - so wie früher. Taylor liebt den funkelnden See mit seinen duftenden Wäldern, den Abenden am Strand ... doch vor 5 Jahren, hat sie dort nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch ihre erste Liebe enttäuscht. Nun versucht Taylor, all das wiedergutzumachen - und diesen Sommer festzuhalten, die letzten Tage mit ihrem Dad, die unwiederbringlich schwinden ...



Meine Meinung:


Vergiss den Sommer nicht ist bereits das zweite Buch von Morgan Matson, welche sich lese und es ist einfach wunderschön.
Taylors Vater hat Krebs. Die Ärzte gaben ihm drei Monate und somit möchte er seinen letzten Sommer in Lake Phoenix verbringen, wo Taylor mit ihrer Familie bis sie zwölf war, jeden Sommer wohnten.
Lake Phoenix ist ein Sommerort zum Baden am Strand, den Wald zu erforschen und am Ende des Sommers fährt man wieder nach Hause zurück, ehe man seine Freunde im nächsten Sommer wieder sieht und den größten Spaß des Lebens erleben kann. Doch vor fünf Jahren als Taylor das letzte Mal dort war geriet sie zwischen ihrer ersten Liebe Henry und ihrer besten Freundin Lucy in Erklärungsnot, rannte aus Panik weg und verletzte dabei die Menschen, die ihr lieb am Herzen waren.

Als Taylor nun mit 17 wieder nach Lake Phoenix kommt, stolpert sie natürlich auch über alte Bekannte, trifft Henry und Lucy wieder, entdeckt neues, aber auch aktbewährtes und versinkt so wieder in den Sommer wo sie 12 war zurück, indem noch alles gut war.

Taylor ist ein Mensch, der immer weg rennt, wenn es brenzlig wird. Schon oft ist sie von zuhause ausgerissen, geht Auseinandersetzungen aus dem Weg, sucht das Weite, wenn es unangenehm für sie wird. Diese "Schwäche" an ihr begleitet sie durch das ganze Buch hindurch und ist sowohl der Grund für ihren eigentlich harmlosen Schlamassel in der Vergangenheit, aber macht ihr auch den Sommer nicht leicht, zumal Lucy sie keines Blickes würdigt und Henry ständig mit einer Blondine abhängt und überhaupt viel viel süßer geworden ist, seit sie ihn das letzte Mal gesehen hat. a r vor lauter Herzklopfen erst recht nicht mit der Sprache heraus.

Henry ist ein lieber Junge. Er ist verständnisvoll, eher ruhig, spontan und arbeitet bei seinem Vater in der Bäckerei. Auch er hat sein Päckchen in der Familie zu tragen. Sein kleiner Bruder Davy ist genauso Wald verrückt wie er und schläft sogar draußen in einem Zelt.
Ich mochte Henry wirklich sehr, ganz im Gegensatz zu Lucy.
Lucy ist ziemlich nachtragend, kann lange schmollen und rennt den Jungs nur so hinterher. Sie kann nicht so leicht verzeihen, aber wenn diesen Berg erst einmal überwunden hat, dann sprüht sie vor Lebensfreude und quirliger Energie, hat tolle Ideen...aber dennoch gibt es da auch viele Ecken und Kanten, sodass es mir nicht fair erschien, dass immer nur Taylor die Schuld tragen sollte, denn ein Fünkchen war auch immer auf Lucys Gewissen.

Eine zentrale Rolle nimmt in diesem Sommer vor allem Taylors Familie ein.
Ihre Mutter bleibt ziemlich blass und kümmert sich eigentlich nur um ihre kleine Schwester Gelsey, die eine Profiballerina werden möchte und eigentlich mehr tanzt als läuft und an jeder verfügbaren Stange/ Treppengeländer sehr anschaulich beschriebene Dehnübungen macht. Sie ist 12, eine "Zicke", wie Taylor so schön sagt, aber findet nicht so leicht Anschluss wie es sein sollte.
Warren ist Taylors zwei Jahre älterer Bruder. Er ist ein Faktenmensch, steckt am laufenden Band seine Nase in ein Buch und weiß eigentlich über alles Bescheid - bis auf Mädchen und wie man mit ihnen umgibt oder sich verhält, was ich wirklich sehr amüsant zu lesen fand.

Und eine ganz besondere Rolle trägt natürlich Robin, Taylors Vater. Er ist Anwalt, liebte Kalauer und andere Wortspiele und einfach ein toller Vater. Morgan Matson hat wunderbar seine Entwicklung beschrieben, vom großen, breitschultrigen Mann mit einem sehr hörbaren Organ als Stimme und wie er nach und nach schwächer wird, dünner wird, wie sein Leben sich wandelt, als er wie ein Irrer lauter besondere Sachen bestellen lässt und wie er langsam immer kraftlosere wird, am Ende nur noch im Bett liegt und kaum bei Bewusstsein ist.
Besonders diese letzte Phase geht so rasend schnell vorüber und es ist so schön beschrieben, aber auch so unendlich traurig, dass mir die Tränen kamen.

Taylor erlebt in diesem Sommer die beste und die schlechteste Zeit ihres Lebens, lernt neu dazu, lernt an ihren Schwächen zu arbeiten, sich Überwindungen zu stellen und lernt die Menschen besser kennen, die sie liebt.
Obwohl der Anlass diesen Sommer in Lake Phoenix zu verbringen ein sehr trauriger ist, den man am liebsten ausradieren würde, ist es der Sommer, in dem sich die Familienmitglieder, Geschwister und Freunde wieder nahe kommen, der Sommer der alle vereint und dass zusammenbringt, was zerbrochen war.

Der Schreibstil ist sanft und ruhig. Aber dennoch liegt eine gewisse Spannung in Morgan Matsons Worten, sodass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen und den Roman innerhalb von zwei Tagen verschlang.

Fazit:
Ein gefühlvoller, emotionaler und unglaublich berührender Roman, der eine wunderschöne, teils freudige, aber auch traurige Sommergeschichte beschreibt.

Ich finde ja dass der Original Titel: Second Chance Summer mehr den Kern der Geschichte trifft. :)

Ich habe das Buch gemeinsam mit Nadja von Bookwormdreamers gelesen.
Hier kommt ihr zu ihrer Meinung. :-)


<3 Fiorella

Kommentare:

  1. Huhu Fiorella,
    schöne Rezension hast du geschrieben. Das gemeinsame Lesen hat mir wirklich wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir ja nicht viel hatten, weil es so schnell vorbei ging und es einfach traumhaft war <3
    Setze mal ganz frech meinen Link auch unter deine Rezi: http://bookwormdreamers.blogspot.de/2015/02/nadja-vergiss-den-sommer-nicht-morgan.html
    Liebe Grüße,
    Nadja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir Nadja,
      das stimmt. Ich kann mich noch an deinen Satz erinnern: "Ich wollte gestern Abend eigentlich nur mal kurz reingucken ...."und - schwupps hattest du es ausgelesen :D
      Sosos, ganz frech, na dann lasse ich dich mal frech sein :D
      Alles Liebe,
      Fiorella

      Löschen
    2. Hihi, ja das war so einfach nicht geplant, aber das Buch hat ja auch einen hohen Suchtfaktor xD

      Löschen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.