Montag, 23. Februar 2015

Rezension zu Ich sehe was, was niemand sieht von im O'Rourke

Wow! Ich habe den Thriller an einem Tag verschlungen!
 
 
Erscheint am 26.02.2015
Softcover 14,99€


Inhalt vom Buchrücken:

Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde. Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs...

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich das Buch zuerst mit spitzen Fingern angefasst habe. Ich lese ungern Thriller, aber irgendwie klang der Klappentext doch interessant, schließlich ist es ja mehr ein Mystery-Thriller und hat auch einen Hauch mit Fantasy zu tun.

Und jetzt kann ich sagen: WOW!
Mir hat das Buch einfach super gut gefallen. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen - denn mal ehrlich - man kann doch keinen Thriller aus der Hand legen, wenn man sooo kurz davor ist, den Fall zu lösen und immer wieder etwas dazwischen passiert und sich die Nackenhaare in regelmäßigen Abständen aufstellen und dann sich gar nicht mehr legen.
Und doch war es ein seichtes Buch, mit einem leichten Gruselfaktor, was ich jedoch sehr gut fand, gerade als Einstieg in diese Welt. Im letzten Drittel wurde es verdammt schaurig, ich musste da kurz das Buch aus der Hand legen und tief durchatmen - diese Stelle hätte ich nicht allein im Haus lesen können und war froh, dass das Licht hell brannte und aus dem Nebenzimmer Geräusche zu mir herüber drangen.

Charley lebt mit ihrem Vater allein zu Hause. Ihre Mutter hat als sie sechs Jahre alt war, Selbstmord begangen, seit dem sind sie und ihr Vater ein eingespieltes Team, trinken rote Limonade, schmücken den Weihnachtsbaum zusammen....aber in letzter Zeit kommt es zu immer mehr Streitigkeiten zwischen den Beiden, weil Charley auch immer öfter diese Visionen, diese Blitze, wie sie nennt, bekommt.
Zuletzt liegt sie verdreht und bewusstlos auf dem Badezimmerboden, während die gleichzeitig sieht wie Kerry von einem Mörder zu den Gleisen gezerrt wird, wo sie schließlich unter den Rädern des Zuges stirbt.
Diese Vision ist so detailliert wie nie zuvor.
Charley weiß die Autofarbe des Mörders, seine Schuhe, sieht eine Hand mit dem Abdruck eines Eheringes darauf, aber mehr sieht vom Täter nicht, nur immer wieder ihre Opfer.
Das Mädchen hieß Kerry und Charley sieht diese grausamen Szenen nicht nur, sie hört im Hintergrund den Klingelton mit Burn von Ellie Goulding des Mädchens, die Stimme des Mörders, das Flehen des Mädchens und die schiere Todesangst!
Ihr Vater glaubt ihr nicht, denkt sie sei verrückt und schleppt sie nur von einem Arzt zum anderen.

Daher macht sich Charley selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Sie will ihrem Vater beweisen, dass ihre Blitze echt sind und marschiert zu den Gleisen auf der Suche nach einer Spur.

Dort trifft sie Tom Henson, 20 Jahre alter Frischling bei der Kripo, der von Anfang Zweifel an der Aussage seines nervigen Kollegen ist, dies sei nur ein Unfall, weil ein Mädchen nachts betrunken über die Gleisen stolperte und liegen blieb.
Er will es Jackson beweisen, dass er falsch liegt und ja vielleicht auch sich selbst.
Als er dann auf Charley trifft und sie so verstört erlebt, weiß es sofort: Sie weiß etwas!

Auf diese Weise lernen sich die beiden kennen und Charley beschließt schließlich ihm von ihren Blitzen zu erzählen.
Natürlich glaubt Henson ihr am Anfang nicht, aber es weisen nach und nach alle Indizien daraufhin und so beginnen die beiden eine ganz eigene Detektiv - Jagd nach dem Mörder.
Denn zu seinem Chef kann Tom das Mädchen nicht nehmen.

Im Laufe des Buches spitzen sich die Handlungen immer mehr zu und schon bald kommt der erste Tatverdächtige auf. Alles scheint auf ihn zu deuten und es hatte auch super in die Geschichte gepasst aber am Ende war ich froh, dass es doch nicht so einfach war.
Ich wusste bis zum Schluss nicht wer hinter den Morden steckt, auch wenn ich zwischendurch einen leisen Verdacht hatte, schubste ich ihn schnell wieder aus meinen Gedanken, denn das kam mir zu grausam, zu gruselig vor.
Leider wurde mein Verdacht bestätigt und ich fand es echt verdammt - ich kann es kaum in Worte fassen - mir lief sooo ein Schauer über dem Rücken und wenn ich mich dann in die Lage von Charley versetze - wuuaaah, das ist sooo gruselig! Da schüttelt es einem richtig.

Dennoch bleiben  am End Emir noch viele Fragen offen, was zum Beispiel des mystischen Part anbelangt, denn plötzlich wird Charley von der Toten Kerry angerufen, hört Worte, die wie durch Erde und Asche klingen. Kerry scheint auferstanden zu sein und doch tot. - Diese Frage bleibt leider offen und ist wohl jedem seiner eigenem Phantasie überlassen.

Charley mochte ich sehr. ich konnte sie verstehen, wie sie sich fühlt, und gleichzeitig bewundere ich ihren Mut und ihre Willenskraft. Sie ist echt entschlossen und wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie das auch durch - auch mit denen für sie verbundenen Konsequenzen. Ich weiß nicht, was ich an ihrer Stelle getan hätte, außer mich immer mal wieder zu übergeben - das ist einfach - brrrr!
Tom ist jung, ehrgeizig und urteilt leider etwas zu schnell - aber zu Recht, denn Jackson provoziert es ja gerade zu heraus. Der Muskelprotz ist so ein Angeber, zu einer Prügelei bereit und gehört eher auf den Schulhof als zu der Kripo.
Aus dem Chef bin ich nicht so recht schlau geworden. Mal ist er gut und herzlich und er scheint Henson wirklich zu mögen, aber gleichzeitig bellt er einen Befehl nach dem anderen, schaut grimmig drein, nimmt einen nicht Ernst und ja auch ehr, war mir oft mulmig zu Mute und ich traute ihm nicht über den Weg.
Charleys Vater ist ein liebevoller Mann. Er kümmert sich um sie, wenn es ihr schlecht geht, hat sie praktisch großgezogen aber er neigt auch schnell zu Wutausbrüchen, weil er nicht einsehen will, dass seine Tochter "verrückt" ist. Außerdem hat er einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt und kann Tom von Anfang an nicht leiden.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite an gefesselt und fühlte mich wirklich gut unterhalten. Es war ein Jugendthriller, nicht ganz harter Toback sondern er seichtes Thrillerfeeling, welches für mich aber genau richtig dosiert war. :-)

Fazit:

Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und das mag ja wohl was heißen oder? :D



<3 Fiorella


 

Kommentare:

  1. Den Titel, der so nach hinten oben geschrieben ist, finde ich aber auch genial! ;)

    Wow, das klingt ja fantastisch, wie du davon schwärmst. So einen Thriller, wo sich mir die Nackenhaare aufstellen, würde ich auch gerne einmal lesen. Sowas hat bis jetzt noch kein Buch bei mir geschafft, gut vielleicht bin ich auch nicht so empfindlich, das höchste, was ein Buch bei mir mal geschafft hat, war ein bisschen Gänsehaut (bei "Seelen im Eis" von Yrsa Sigurdottir). Was gruseligeres hatte ich sonst noch nie. :-/
    Das heißt bestimmt was, wenn du es in einem Rutsch durchgelesen hast.^^ Deshalb kommt das jetzt auch auf meine WuLi. Mit deiner Rezension hast du nämlich total neugierig gemacht! :-D

    Manchmal trifft man dann doch auf einen Schatz aus einem Genre, das man sonst gar nicht (so gerne) liest, nicht? Zuletzt ging es mir mit dem High Fantasyroman "Dardamen" von Chiara Strazzulla so. :-P

    Alles Liebe ♥,
    Janine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ahhh das freut mich natürlich total *.*
      Aber dennoch würde ich sagen, dass das Buch eher ein leichter Thriller ist und wenn du so Hartgesotten bist...aber klar ausprobieren kannst du es ja :-)

      Löschen
    2. Natürlich! :) Probieren geht über studieren.^^

      Löschen
  2. Hey :)
    ich lese auch nicht gerne Thriller, bzw. habe auch erst einen gelesen. Da war es bei mir allerdings so, das ich nicht weiterlesen wollte weil ich wusste das jemand stirbt und solange ich das nicht lese stirbt ja auch niemand :D
    Vielleicht werde ich irgendwann nochmal en Thriller lesen..
    Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh das ist natürlich auch eine Theorie :D
      ich lese es nicht und schon passiert es nicht.

      Löschen
  3. Hallo, :)
    das klingt wirklich genial! Zumal ich auch lieber seichte Thriller mag. Obwohl es schon ziemlich krass klingt, was du beschreibst. Aber auch interessant. Ich werde es mir auf jeden Fall mal notieren. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha ja irgendwie beides. das Lesen der Geschichte war seicht aber das Endergebnis schockiert ja dann doch etwas.

      Löschen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.