Donnerstag, 1. Januar 2015

Rezension zu Wie viel Leben passt in eine Tüte von Donna Freitas

Ein Buch mit einer tollen Playlist am Ende :)
 
 
 
Inhalt vom Buchrücken:
 
Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Papiersterne das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift Roses Survival Kit, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk ihrer Mutter und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein und jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen, für den sie schon bald mehr empfindet als bloße Freundschaft.


Meine Meinung:
 
Das Buch ist wirklich wunderschön.
Ich hatte Wie viel Leben passt in eine Tüte schon länger auf meiner Wunschliste stehen, allein der Titel klingt einfach fantastisch - aber nachdem ich schon so viele positive Meinungen darüber gehört habe, habe ich schließlich zugegriffen. :)
Und ich bereue es nicht.
 
Ich muss zugeben, am Anfang war ich etwas enttäuscht. Ich hatte etwas anderes erwartet, aber alles beginnt mit dem typischen Highschoolklischee. Rose ist an der Spitze der Cheerleader und mit dem Schwarm aller Mädchen, der Quarterback in der Fußballmannschaft Chris zusammen. Sie geht auf Parts, ist lebensfroh und hat viele Freunde.
Doch mit dem Tod ihrer Mutter, zieht sie sich immer mehr zurück, kapselt sich von der Umwelt ab und trennt sich schließlich von Chris.
 
Ab da nimmt die Geschichte ein ganz andere Wendung und natürlich war es schon ziemlich vorhersehbar, aber doch wieder individuell und schön zu lesen.
Nach und nach nimmt sie Gegenstände aus dem Survival Kit, was ihre Mutter für sie gebastelt hat und setzt sich damit auseinander. Ein Bild mit Pfingstrosen bringt sie dazu, ein Rosenbeet für ihre Mutter, die das Gärtnern liebte zu pflanzen. Da sie aber keinen blassen Schimmer von Pflanzen hat, fragt sie kurzerhand den Gartenjungen Will Doninger, der zufällig auch der Star der Eishockeymannschaft ist und so nimmt alles ihren Lauf.
Immer mehr Gegenstände führen zu Will, die Art und Weise wie Donna Freitas diesen Verlaufs, und die Annäherung einer Freundschaft beschreibt fand ich wirklich sehr schön und es war eine ruhige Sanftheit das Buch zu lesen.
Ich hatte Wie viel Leben passt in eine Tüte in zwei Tagen durch, konnte wunderbar entspannen und das Leben einfach genießen.
Themen wie Freundschaft, Gefühle, Spaß am Leben, das Wertschätzen der kleinen Dinge im Leben, aber auch der Umgang mit dem Tod werden einfühlsam in einer zarte Geschichte verpackt. Dabei geht der rote Faden nie verloren und doch gewinnt das Survial Kit nie gänzlich die Oberhand und es bleibt viel Spielraum für eigene Gedanken.
 
Rose mochte ich wirklich sehr. Ich konnte mich gut in sie hinein versetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Sie zog sich zwar zurück, aber sie versank auch nicht vollends in ihrem Selbstmitleid sondern half aktiv an ihrem Seelenheil mit. Sie blieb ihren einmal getroffenen Entscheidungen treu und ist sehr willensstark. Das hat mir wirklich gut gefallen. Sie zweifelt nicht an sich selbst und ist wirklich mal super normal und weder das eine extrem oder das andere.
Will Doninger fand ich auch ganz wunderbar. Er wirkt ruhig und schottet sich ziemlich von anderen Menschen ab. Öffentlich zeigt er keine Gefühle, aber auf dem Eis kann er auch wie Rose so schön sagt "brutal" sein.
Seine Familie ist ganz liebevoll ausgearbeitet worden, angefangen von der Mutter bis zu seinen zwei kleinen Schwestern.
Chris Williams ist ein ganz netter Bursche. Ich habe ihn echt bewundert, wie lange er für Rose da ist und ich finde es ganz toll, dass es sich diesmal nicht um ein "Arschloch" handelt. Er kam mir wie ein kleiner allein gelassener Welpe vor und er gibt sich echt Mühe. Mit tat er an manchen Stellen einfach Leid.
Krupa ist glaub ich die beste Freundin, die man sich wünschen kann und auch hier weicht Donna Freitas vom Klischee ab. Statt eifersüchtig zu sein, ermuntert sie Rose auch mit anderen Mädchen etwas zu unternehmen und sie zieht im Hintergrund so ihre Fäden. Sie ist einfach wirklich toll und so einen Menschen sollte jeder an seiner Seite haben.
Aber auch Roses Bruder, sowie ihre Freundinnen vom Cheerleading entpuppen sich als echte Goldschätze.
das Buch baut auf und macht klar, dass es auch ohne Zicken und Bösewichte geht eine tolle Geschichte aufzubauen.
Und dann gibt es auch noch James, den Vater und Oma Madison - traumhaft. So authentisch!
 
Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Ich habe die Geschichte flüssig gelesen und es gab jetzt keine Besonderheiten, aber er war auch nicht schlecht. Für so einen Contemporary Roman, mal zwischendurch ist das Buch perfekt.
Bei der Spannung gilt das gleiche. Es war nicht langweilig und ich musste nicht durchquälen, aber es war auch kein zehrender Zwang unbedingt weiterzulesen, weil im Großen und Ganzen das Ende ja von Anfang klar ist und keine Überraschungen aufwarten. Aber der Weg dahin, die Gestaltung fand ich sehr entspannend zu lesen.
 
Fazit:
 
Wie viel Leben passt in eine Tüte von Donna Freitas ist ein wunderbarer Einzelroman für zwischendurch. Er ist sanft du leicht. Er weckt zwar keine großartigen Emotionen oder wartet mit Überraschungen auf, aber ich denke das ist gar nicht nötig. der Roman überzeugt durch seine stille, aber dennoch lebhafte Art von ganz allein. :)
 
 
Und am Ende gibt es wieder eine ganz tolle Playlist von Rose. Ich liebe es, mir diese Lieder am Ende alle anzuhören und sie sind wirklich gut!
Auch wenn sich sogar einige doppeln aus Amy on the summerroad.
 
 
<3 Fiorella


 

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