Freitag, 21. November 2014

Rezension zu Isola von Isabel Abedi

Spannung pur!
 
 

Inhalt auf dem Buchrücken:
 
Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.

Meine Meinung:
 
Dies wird definitiv nicht das letzte Buch von Isabel Abedi sein, welches ich gelesen habe!
Das Buch hat mir mega gut gefallen. Es ist nicht besonders dick, aber diese wenigen Seiten sind dafür mit soviel Spannung, Action und Handlungen gefüllt, dass mir nie langweilig wurde.
 
Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und auch jetzt habe ich manchmal einen Kloß im hals, wenn ich abends an die einzelnen Schicksale denke.
 
Isola ist ein Jugendbuch - ein Krimi oder Thriller - genau kann ich das nicht einschätzen und das erste Buch eines solchen Genres das mich begeistern konnte.
 
Die Handlung beginnt im Flugzeug aus der Sicht von Vera, die ihre ganz eigenen Gründe hat, an einem Filmprojekt auf einer einsamen Insel teilzunehmen.
Bereits dort stoßen wir auf die quirlige, leicht flippige Elfe und lernen nach und nach auf dem Reiseweg zu Isola die anderen 11 Charaktere kennen - sie alle haben ihre markanten Ticks, Fähigkeiten, sie alle sind unglaublich einzigartig.
Ich hatte am Anfang Sorge, dass ich bei den vielen Namen durcheinander kommen würde - aber da die 12 Jugendliche alle so verschieden sind, brauchte man schlussendlich gar nicht mehr den Namen, um zu wissen, wer denn sprach oder handelte. Sie alle hatten ihre eigene Art, die ihnen wirklich durch Fleisch und Blut ging und das hat mich sehr beeindruckt.
 
Auf der Insel angekommen, glauben sie zunächst es sei wie auf Klassenfahrt. Keine Regeln, kein Textskript zum Auswendiglernen - 3 Wochen können sie alles tun und lassen, wie es ihnen gefällt und werden dabei durch unsichtbare Kameras vom berühmten deutschen Regisseur Quint tempelhoff überwacht.
Es wirkt alles ziemlich legal und keineswegs schädlich - bis den 12 jungen Menschen ein Spiel in die Hände fällt.
Auf dem ersten Blick wirkt es wie ein schlechter Scherz und die Spielanleitung ist wirklich ziemlich drastisch geschrieben - aber auch jetzt scheint alles absolut egal, geregelt - denn es ist ja nur ein Spiel.
 
Bis auf einmal einige freidrehen und ..... dann möchte ich nichts mehr verraten.
 
Ich war geschockt! Ich was fasziniert! Und es ist wirklich unglaublich, wie das ganze aus dem Ruder lief, es zu Blutvergießen kam und spannend! Es ist rasend geschrieben, aber gleichzeitig kommen Veras Gedanken und Gefühle nicht zu kurz und auch die anderen Charaktere bekommen alle so viel Farbe und Leben eingehaucht, dass alle Sinne beschäftigt waren.
Isabel Abedi hat wunderbar die Charakterwandlungen, wie die Stimmung kippte, Panikattacken und den ruhigen Fels in der Brandung in eine actionreiche Krimigeschichte untergebracht.
 
Das Kuriose ist die Auflösung. Alle spitzt sich so dramatisch zu - und dann macht es Puff und eigentlich war alles ganz anders. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, ohne zu viel zu verraten.
 
Die Charaktere sind spitze. Einmalig, aber das erwähnte ich ja bereits.
Die Mädchen:
Vera - die Hauptprotagonistin ist still, in sich gekehrt und grübelt ziemlich viel nach. Sie hat eine interessante Vergangenheit und ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen - dennoch fand ich sie manchmal etwas blass im Gegenzug zu den anderen.
Elfe ist kräftig, hat lila Haare, schwarze Lippen und möchte zum Theater. Sie wirkt auf mich wie ein fröhlicher Gummiball und liest gern in ihrem Märchenbuch. Doch auch sie hat eine ängstliche, fast starre Seite, kann sich schnell in etwas hineinsteigen und hat kein starkes Nervenkostüm.
Darling ist die lebende Barbiepuppe mit einer Schlangenzunge. So giftig du unsympathisch - ich konnte sie von Anfang an nicht leiden. Sie wirkt zu ausgefeilt, zu gierig - aber das soll sie ja auch sein.
Pearl ist eine Afrikanerin (bzw. afrikanischer Abstammung) und wirkt ganz nett - aber ihre Geschichte finde ich ziemlich traurig.
Krys ist magersüchtig und nur am Rauchen. Sie hat etwas Kaltes an sich, aber gleichzeitig verbirgt sich dahinter Verletzlichkeit. Sie hat ihren Teddy mitgebracht, schämt sich dafür, braucht ihn aber auch. das macht sie für mich interessant - und ich finde es schade, dass leider nichts über ihre Vergangenheit ans Licht kommt.
Moon, das sechste Mädchen in der Gruppe hat etwas Geheimnisvolles an sich. Sie hat eine Glatze, zwei verschieden farbige Augen und eine gute Wahrnehmung, sowie Beobachtungsgabe, die sie mit ihrem Zeichenblock festhält. Sie hat etwas sehr sanftes und liebevolles, ja zerbrechliches an sich.
 
Die Jungen:
Joker ist der Clown in der Gruppe. Mit seinem Ziegenbärtchen, seinem schwarzen Humor mischt er die Truppe ganz schön auf - leider kommt er nicht so gut weg - und das ohne ersichtlichen Grund.
Neander ist der große gutmütige Bär, der keiner Fliege etwas zu Leide tut.
Alpha - das Alphati,  stählert gern seine Muskeln, hat Mundgeruch und hat mich mit einer Aktion ziemlich beeindruckt, obwohl ich ihn ansonsten unsympathisch fand.
Milky mit seinem Milchgesicht und den Rastalocken mochte ich am Meisten, er kocht gerne, ist immer fröhlich drauf und achtet mehr auf die inneren Werte.
Lung ein Zirkusartist hatte etwas Rattenhaftes an sich. Er ist Chinese und wirkte auf mich gefährlich.
Und zu guter Letzt Solo, der seinen Hund mit auf die Insel gebracht hat.
 
Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen.
Die Spannung war optimal - sogar mehr als das. Sie war von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, hat mich gefesselt und ich frage mich, warum ich das Buch nicht schon eher gelesen habe.
 
Isola, ist ein wunderbares Buch - manches hat mir nicht so gut gefallen, Solo erschien mir zu blass und ich hätte gern mehr zur Hintergrundgeschichte noch erfahren, aber alles in allem wurde deutlich, dass selbst die schillerndsten Persönlichkeiten wie Quint Tempelhoff nicht vor schlechten Taten immun sind.

 

<3 Fiorella


Kommentare:

  1. Hallo liebe Fiorella,

    eine tolle Rezi hast Du da geschrieben! :)
    Das Buch klingt wirklich sehr spannend!

    Früher habe ich von Isabel Abedi immer so gerne die Lola Bücher gelesen und "Isola" möchte ich auch noch lesen. ;)

    Ganz liebe Grüße,
    Hannah
    http://wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

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    1. Die Lola- Bücher kenne ich noch gar nicht. Ja, ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall! :-)
      Dir auch liebe Grüße,
      Fiorella

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  2. Liebe Fiorella,

    Wow! Eine wundervolle Rezi *---*
    Ich glaube das Buch passt perfekt in mein Regal. Wo ist meine Wunschliste?? :)

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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  3. Hallo Fiorella,

    deine schöne Rezension erinnert mich, dass Isabel Abedi noch ungelesen am SuB schlummert ... Und wieder ist es ein Stückchen nach oben gerutscht.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hey Nicole,
      danke schön :-)
      Es ist wirklich lesenswert.
      Liebe Grüße auch von mir und noch einen schönen Sonntag,
      Fiorella

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