Freitag, 7. November 2014

Rezension zu Göttlich verdammt von Josephine Angelini

 
Inhalt vom Buchrücken:
 
Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Doch dann passiert endlich etwas Aufregendes: Die Familie Delos zieht auf die Insel. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen, weil sie sich ineinander verlieben...
 
Meine Meinung:


Ich habe dieses Buch nun schon zum dritten oder vierten Mal gelesen. Ich denke, das ist als eine Meinung deutlich genug.
Ich versuche mal das Buch aus der Sicht eines Erstlesers zu rezensieren - das ist ein bisschen schwer, aber ich weiß, das sich nach dem Ende des ersten Bandes sofort dem zweiten und dritten Band entgegenfieberte.
Denn das Ende macht dem Leser echt schwer zu schaffen - auch jetzt noch, zerreißt es mir manchmal das Herz - so eine Grausamkeit ist zwar nicht neu, aber immer wieder ein beliebtes Motiv, welches in Liebesgeschichten Einsatz findet um den Leser so richtig eins auszuwischen.
Gott sei dank, weiß ich ja jetzt wie es ausgeht, aber wüsste ich es nicht - es wäre schlimm.
 
Die Handlung beginnt mit einem Einstieg in Helens Welt. Wir lernen sie, ihren Vater und ihre beste Freundin Claire kennen. Wir erfahren etwas über Helen selbst, ihre Gedanken und Gefühle und langsam nimmt die sich nahende Familie, die alles ins Rollen bringt, Gestalt an.
Jetzt möchte ich nichts vom Inhalt verraten, aber der Anfang reißt einen schon sofort mit. Man spürt Hass auflodern, Kämpfe und sexy Umstände, die so süß beschrieben sind, dass trotz der ganzen Streitereien und Missgunst man sofort sieht, das da zwei sich wunderbar ergänzen.
Doch das ist längst nicht alles.
Helens göttliches Schicksal wird offenbart, sie wird verfolgt und Entführer versuchen ihr das Leben schwer zu machen.
Es ist eine Achterbahn von rasanten Abfolgen immer wiederkehrender Themen und doch so vielfältig wie die Blätter eines Baumes.
 
Besonders schön fand ich die Art und Weise wie Josephine Angelini die griechische Mythologie mit eingeflochten hat. Ihre Genialität, die Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen und dem Leser einen Einblick in diese Sagenwelt zu schenken, liest sich ganz wunderbar und ich wage durchaus zu sagen, dass auch nicht so Mythologie-Interessierte hier ihren Spaß daran haben werden.
Da ich im Lateinunterricht die Mythologie schon oft behandelt habe und sei es auch nur, weil wir CDs von Sagen und Legenden gehört haben, bin ich schon ganz gut bewandert auf diesem Gebiet und staunte daher dreimal so viel, wie sie das einfach mal in unsere Welt einbaute.
 
Helen war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist ziemlich groß, blond und hübsch in jeder Hinsicht - aber unglaublich schüchtern. Sie fühlt sich als Außenseiter an der Schule.
Dies alles klingt auf dem ersten Blick banal, wie in jedem zweiten Buch - aber nein, es ist anders. Und es hat alles seinen Grund.
Mit Helen konnte ich immer mitfühlen und obwohl Göttlich verdammt im personalisierten Erzähler geschrieben wurde, wusste ich über Helens Gedanken und Gefühle immer bestens Bescheid.
 
Jerry ist Helens Vater. Mit ihm hat Frau Angelini einen wirklich fantastischen Vater erschaffen, den man einfach lieben muss. Er ist so süß und nett und passt einfach perfekt in die Geschichte.
 
Claire Aoki ist Helens beste Freundin, Sie ist der quirlige laufende Meter an ihrer Seite, energisch. Sie weiß was sie will, setzt sich für ihre Freundin ein und ist fortlaufend für die amüsanten Parts in der Geschichte zu ständig.
 
Dann gibt es da noch Matt und Zach und natürlich die Familie Delos.
Da die Delos-Jungen den Stein ins Rollen bringen, mag ich gar nicht so viel zu ihnen sagen. Sie alle sind außerirdisch schön, aber auch alle in ihrem Wesen sanft, gereizt, facettenreich. Alle drei Jungen sind anders, spiegeln anders ihre Gefühle wieder, handeln anders und ergänzen sich zu dritt auf eine einzigartige Weise.
Auch die weiblichen Damen, Ariadne, Cassandra und Noel sind Augenweiden. Noel mochte ich besonders gern. Ihre Leidenschaft ist Kochen. Sie ist die Mutter von Lucas und Cassandra und hat trotz des schweren Päckchens zu tragen, immer ein freundliches Wort übrig.
Cassandra ist die mir einzig unsympathische Person - aber das liegt in ihrem Wesen und ist von rein göttlicher Natur.
 
Und dann gibt es natürlich auch die Antihelden, Kreon und Tantalus - furchteinflößend, ein bisschen gruselig.
 
Josephines Angelinis Schreibstil gefällt mir sehr. Es ist flüssig zu lesen und sie beschreibt die Details nicht zu ausführlich aber immer im genau richtigem Maß, sodass man die sengende Hitze und das strahlende Licht bildlich erfassen kann.
Am besten haben mir die Beschreibungen der Kampfszenen gefallen. Sie haben nichts brutales an sich und sie sind nicht in gewaltverherrlichenden  Blutströmen und knackenden Knochen beschrieben, aber trotzdem strahlte aus ihnen so eine Macht und Stärke.
 
Die Spannung ist von der ersten Seite bis zur letzten Seite da. gerade dachte ich noch, ach jetzt kommt nur noch das Endgeplänkel und dann geht es auf einmal von vorne los - das passiert mir jetzt immer noch nach mehrmaligem Lesen.
 
Die Göttlich- Reihe war die erste Reihe, die mich an die Göttliche Thematik beim Lesen herangebracht hat, seitdem bin ich fasziniert.



 

Kommentare:

  1. Ich fand den Schreibstil ziemlich plump, als ich es das erste Mal gelesen habe. Aber die Geschichte im Ganzen hat mir einfach gut gefallen. Teil 3 habe ich bisher noch nicht gelesen, vielleicht sollte ich vorher noch einmal die ersten beiden Bände lesen.
    Und ich gebe dir recht, Jerry ist einfach toll :-)

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    1. Echt? Also plump habe ich ihn gar nicht empfunden. bei Everflame fand ich ihn einfach und ja da würde ich sogar plump sagen aber hier - mhm.
      Ein Hoch auf Jerry!

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  2. Nachdem ich das neue Buch der Autorin gelesen habe (Everflame), überleg ich schon auch mal andere ihrer Bücher zu lesen :-) Und gerade dieses klingt gar nicht mal so übel ^_^

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    1. Ja, also ich fand es sogar besser als Everflame!

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