Sonntag, 16. November 2014

Rezension zu Arkadien erwacht

 
 
 
Inhalt auf dem Buchrücken:
Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur am Flughafen, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in ihm ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist.


Meine Meinung:
Ich habe schon sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet - ich hatte bis dato noch nie etwas von Kai Meyer gelesen und so viel gutes über ihn als Autor aber auch zu der Arkadien-Trilogie gehört....das Buch lag ewig auf meiner Wunschliste und dann war es plötzlich da.
Hier - bei mir und ich selig!

Doch jetzt nach dem Lesen muss ich gestehen, dass es kein so ein Buch ist, wo ich mir denke: Warum habe ich es nicht schon früher gelesen? Im Gegenteil, irgendwie ist es ein Buch, wo ich es nicht so schlimm gefunden hätte, es nicht zu lesen, dabei ist es gar nicht schlecht!

Die Handlung ist vielfältig und wir werden gleich in Rosas Welt im Flugzeug auf dem Weg nach Sizilien eingeführt. Gleich von der ersten Seite an merken wir, dass es gewaltige Unterschiede zwischen "normalen" Familien und Familien in der Mafia gibt.
Rosa und Alessandro lernen sich auch recht schnell kennen, was ich sehr gut fand, als wenn beide Protagonisten immer erst Unmengen an Seiten verschlingen, eh sie das erste Mal aufeinander treffen.
Und auch die Geheimnisse, das Verwandeln in Tiergestalten offenbart sich nach nicht langem Warten in ziemlich unheimlicher Weise.
Die Handlungen waren komplex, wirkten authentisch - mal wohl geplant, dann wieder über den Haufen geworfen und spontan, wohin es mich verschlägt.
Aber ich fand, die Machenschaften der Mafia standen für mich zu weit im Vordergrund. Cesare, Cesare, Cesare - der Hungrige Mann - immer wieder wurden die gleichen Themen aufgeworfen - wer wird wohl der neue Capo der Capi - der Boss aller Bosse! Und dann war ich nur noch genervt.

Rosa mochte ich als Hauptprotagonistin leider gar nicht. Am Anfang fand ich sie noch faszinieren. Sie klaut und begeht Diebstahl wie andere Kaugummi kauen, aber ihre feindselige Art, ja schroffes Stirn bieten und ständige Widersprechen...ja ich fand es schon gut, das sie ihren eigenen Kopf hatte, aber bewusst ständig auf anderer Gefühle herum zu trampeln, nur um sich keine Blöße zu geben, war dann doch zu viel des Guten.
Natürlich hat ihr Verhalten einen Grund - und aller Achtung, diese Thematik fand ich gut überlegt - aber auch das hätte ich gern weiter ausgebaut gehabt.

Alessandro war mir von Anfang an sympathisch. Er ist ein typischer Mafiaboy, der Nachfolge des capo der Carbevares, denkt zu erst an seinen eigenen Nutzen - aber er ist nicht ganz so verdorben wie der Mörder seines Vaters und direkt in seiner Aussprache, was seine Gefühle für Rosa anbelangt - es war kein ewiges Hin und Her schleichen - sondern klar und definiert - leider stößt er bei Rosa ziemlich auf Granit.

Die anderen Charaktere hatten ihre Stärken und Schwächen. Cesare und Tano waren für mich die typischen Antagonisten, Florinda das Oberhaupt der Alcantaras würdig und Zoe spritzig und luftleicht fürs Leben - ihr Schicksal hat mich betrübt.

Der Schreibstil hat mir im großen und Ganzen gefallen. Ich fand ihn nicht den Burner oder besonders auffällig - Kai Meyer kann sehr gut Verfolgungsjagden und Autofahrten beschreiben, generell liegt ihm Action sehr gut, sodass mir nie langweilig beim Lesen war.
Es war spannend, es gab Höhepunkte beim Lesen und es war wirklich rasant zu lesen. Die Autofahrten fand ich am besten - sie waren so echt, so real geschrieben, auch das Herumschleichen, die Schüsse, wenn sie sich alle gegenseitig niedergemetzelt haben und die Kämpfe der Tiere untereinander - ich fand das sehr beeindruckend, aber an Rosa und die Handlung im generellen kam ich leider nicht heran.
Das Ende dagegen, den Höhepunkt - den fand ich wunderbar - dieser Moment als Rosa sich das erste Mal verwandelt und dann gleich mit so einem Ergebnis - wow!

Dennoch: Meins war es nicht.

 
Ich habe dieses Buch gemeinsam mit Nadja von Bookwormdreamers gelesen. Sie fand das Buch viel besser als ich und ihre Meinung könnt ihr hier nachlesen :-)

Kommentare:

  1. Schade, dass es dich nicht so zu sehr überzeugen konnte :(
    Die Reihe gehört zu meinen Lieblingsreihen. Ich kenne aber leider einige, die sie nicht so super gut fanden.

    LG
    Anika

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    1. Hey Anika,
      hm - ja, ich hatte eigentlich auch viel Gutes gehört, aber der Lesegeschmack ist ja nun mal nicht gleich.
      Liebe Grüße,
      Fiorella

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